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Corona-Krise könnte bei Ryanair 3000 Jobs kosten

dpa Dublin. Der irische Billigflieger Ryanair geht davon aus, wegen der Corona-Krise bis zu 3000 Stellen abzubauen. Die Airline werde im Juli mit einem Restrukturierungsprogramm beginnen, teilte die Fluggesellschaft am Freitag mit.

Heckflosse eines Linienflugzeugs der Fluggesellschaft Ryanair. Foto: Daniel Karmann/dpa

Heckflosse eines Linienflugzeugs der Fluggesellschaft Ryanair. Foto: Daniel Karmann/dpa

Betroffen von den Stellenstreichungen seien vor allem Piloten und Kabinenpersonal. Auch unbezahlter Zwangsurlaub, Gehaltskürzungen um bis zu 20 Prozent und die Schließung von Standorten in ganz Europa seien zu erwarten, hieß es in der Mitteilung. Auch Mitarbeiter in der Führungsebene und in der Verwaltung müssten mit Jobverlust und Gehaltskürzungen rechnen. Ryanair-Geschäftsführer Michael O'Leary stimmte zu, für das gesamte Haushaltsjahr auf die Hälfte seines Gehalts zu verzichten.

Die Fluggesellschaft geht davon aus, dass es mindestens zwei Jahre dauern wird, bis Passagierzahlen und Ticketpreise wieder das Niveau von 2019 erreichen. Ryanair hatte die meisten seiner Flüge im März eingestellt und rechnet nicht damit, dass der Betrieb vor Juli wieder aufgenommen werden kann.

Im ersten Geschäftsquartal (April bis Juni) dürften weniger als ein Prozent der eigentlich geplanten Flüge stattfinden und im zweiten Geschäftsquartal maximal die Hälfte, teilte der Konzern mit. Vor diesem Hintergrund rechnet Konzernchef O'Leary zum Jahresstart mit einem Nettoverlust von mehr als 100 Millionen Euro und weiteren Verlusten im zweiten Viertel des Geschäftsjahres.

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Erstellt:
1. Mai 2020, 12:16 Uhr

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