Die Königin erzählt
Das sind Camillas liebste Kinderbücher
Königin Camilla (79) hat verraten, welche Bücher sie durch ihre Kindheit begleiteten. In einer Doku sprach sie über ihre liebsten Geschichten.
© Peter Byrne/PA Wire/dpa
Königin Camilla spricht bei einem Besuch in der Spellow Hub Community Library in Liverpool mit örtlichen Schulkindern.
Von Katrin Jokic
Für Königin Camilla sind Bücher weit mehr als ein Zeitvertreib. Schon seit ihrer Kindheit spielen Geschichten eine wichtige Rolle in ihrem Leben. In der BBC-Dokumentation „The Book That Changed My Life“, die am 14. Oktober ausgestrahlt wurde, blickte die britische Königin auf ihre ersten Begegnungen mit der Literatur zurück.
Dass sie bis heute eine begeisterte Leserin ist, verdankt Camilla vor allem ihrem Vater Bruce Shand. Er führte sie und ihre Geschwister schon früh an Bücher heran.
„Wir müssen noch sehr, sehr jung gewesen sein, als mein Vater anfing, uns vorzulesen. Ich glaube, daher kommt meine Liebe zum Lesen“, erzählte sie.
Diese vier Klassiker prägten Camilla
Besonders gerne erinnert sich die Königin an die großen Klassiker der Kinder- und Abenteuerliteratur.
„Wir wurden in alle möglichen anderen Welten entführt. Ich glaube nicht, dass unsere Kindheit ohne Bücher dieselbe gewesen wäre. Sie haben uns unglaublich inspiriert“, schwärmte sie.
Zu ihren frühen Lieblingsgeschichten gehörte „Die Schatzinsel“ von Robert Louis Stevenson. Der Abenteuerroman über den jungen Jim Hawkins, eine geheimnisvolle Schatzkarte und gefährliche Piraten gehört bis heute zu den bekanntesten Klassikern der Jugendliteratur.
Auch „Peter Pan“ von J. M. Barrie zählte zu den Geschichten, die Camilla als Kind begleiteten. Die Erzählung über den Jungen, der niemals erwachsen werden will, entführt ihre Leser nach Nimmerland, wo Feen, Piraten und zahlreiche Abenteuer warten.
Ein weiterer Klassiker, der bei Camilla Eindruck hinterließ, war „Das scharlachrote Siegel“ von Baroness Emma Orczy. Der Roman erzählt von einem englischen Helden, der während der Französischen Revolution Menschen vor der Guillotine rettet.
Auch „Eine Geschichte aus zwei Städten“ von Charles Dickens blieb der Königin in Erinnerung. Besonders faszinierten sie die düsteren Schilderungen der Französischen Revolution und die Frauen, die strickend den Hinrichtungen zusahen.
„Lesen war ein Großteil meiner Bildung“
Die Liebe zu Büchern hatte für Camilla allerdings noch eine andere Bedeutung. Wie sie in der Dokumentation erklärte, verließ sie die Schule bereits in jungen Jahren und besuchte keine Universität.
„Ich habe die Schule ziemlich früh verlassen, denn zu meiner Zeit gingen Frauen nicht an die Universität. Deshalb glaube ich, dass ich einen Großteil meiner Bildung dem Lesen verdanke“, sagte sie.
Bücher eröffneten ihr die Möglichkeit, andere Welten kennenzulernen, geschichtliche Ereignisse zu entdecken und ihren eigenen Horizont zu erweitern.
Heute setzt sich Camilla selbst dafür ein, Menschen für Literatur zu begeistern. Mit ihrer Initiative „The Queen’s Reading Room“, die aus einem 2021 gegründeten Buchclub hervorging, fördert sie die Freude am Lesen.
Wie viel ihr Bücher bedeuten, zeigt ihre Erinnerung an die eigene Kindheit: Ohne die Geschichten, die ihr Vater ihr und ihren Geschwistern vorlas, wäre diese für Camilla nicht dieselbe gewesen.
