Manuela Schwesig

"Die Frau gegen Blau" - Kann sie Ministerpräsidentin in MV bleiben?

Wie tickt Manuela Schwesig, die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern? Wir stellen sie im Porträt vor.

Manuela Schwesig (SPD) will Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern bleiben.

© Philip Dulian/dpa

Manuela Schwesig (SPD) will Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern bleiben.

Von Daniel Steiger

Schafft Manuela Schwesig erneut das Wunder mit ihrer SPD und kann die AfD bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern  auf der Zielgeraden abfangen? Wir stellen die amtierende Ministerpräsidentin von MV im Porträt vor.

Alter, Beruf, Familie - Manuela Schwesig in Zahlen und Fakten

Manuela Schwesig sieht sich als „die Frau gegen Blau“, welche die AfD stoppen kann, als Familienmensch und als Politikerin, die zuhört, wenn andere Sorgen haben.

  • Name: Manuela Schwesig (geb. Frenzel)
  • Alter: 23. Mai 1974
  • Geburtsort: Frankfurt (Oder)
  • Wohnort: Schwerin
  • Ausbildung: Abitur am Gymnasium auf den Seelower Höhen, Abschluss als Diplom-Finanzwirtin an der Fachhochschule für Finanzen des Landes Brandenburg
  • Beruf: Diplom-Finanzwirtin (FH), Politikerin und Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern
  • Familie: verheiratet, ein Sohn und eine Tochter

So tickt Manuela Schwesig privat

Manuela Schwesig wurde in Frankfurt an der Oder geboren und wuchs in Brandenburg auf. Als Finanzwirtin mit Diplom arbeitete sie als Beamtin in verschiedenen Finanzämtern und in Mecklenburg-Vorpommerns Finanzministerium. Sie lebt in Schwerin und joggt ab und an um den Pfaffenteich in der Innenstadt. Ihren Urlaub verbringt sie am liebsten mit ihrem Mann und den beiden Kindern auf der Ostseeinsel Hiddensee. Viel Zuspruch erhielt Schwesig, als sie 2019 eine Krebserkrankung publik machte - auch um anderen Frauen in einer solchen Situation Mut zu machen.

Wie Schwesig in die Politik kam

In die SPD trat sie 2003 ein und gewann bald als Stadtverordnete Sympathien, weil sie offen auf andere Menschen zugehen und mit ihnen plaudern konnte. Fünf Jahre später wagte sie den Schritt in die Landespolitik. Der damalige Ministerpräsident Erwin Sellering holte sie als Sozial- und Gesundheitsministerin in sein Kabinett. Mit 34 Jahren war sie damit Deutschlands jüngste Ministerin.

2013 wechselte sie nach Berlin und wurde Bundesfamilienministerin in der damaligen großen Koalition von CDU-Bundeskanzlerin Angela Merkel. Schwesig kümmerte sich um den Ausbau der Kinderbetreuung, das Elterngeld Plus und die umstrittene Frauenquote in Aufsichtsräten. Zudem schrieb sie sich den Kampf gegen rechts auf die Fahnen. Als Sellering krankheitsbedingt 2017 sein Amt vorzeitig aufgab, holte die SPD Schwesig als Ministerpräsidentin nach Schwerin zurück.

Manuela Schwesig und Nord Stream 2

In Bedrängnis geriet Schwesig 2022 nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine. Bis dahin hatte sie sich vehement für die russische Nord-Stream-2-Pipeline eingesetzt, die im vorpommerschen Lubmin endet. Als der Bau wegen angedrohter US-Sanktionen stockte, sollte eine vom Land gegründete Klimaschutzstiftung mit verdeckten Geschäften helfen, die Fertigstellung zu ermöglichen. Nach dem Beginn des Kriegs vollzog Schwesig eine Kehrtwende zugunsten der Ukraine. Einen Untersuchungsausschuss des Landtags zur Rolle der dubiosen Klimastiftung überstand sie unbeschadet.

In Schwerin kommt es zum Duell Schwesig gegen Holm

Manuela Schwesig muss sich nicht nur auf Landesebene mit der AfD auseinandersetzten. Der AfD-Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten, Leif-Erik Holm, will ihr das Direktmandat in ihrem Schweriner Wahlkreis abnehmen. In Beliebtheitsrankings liegt Schwesig allerdings weit vor ihrem AfD-Herausforderer.

(mit Material von dpa und AFP)

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Erstellt:
16. September 2026, 13:34 Uhr

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