Unwetterwarnung für Bayern
Diese Landkreise trifft es
In Bayern drohen am Freitag teils schwere Gewitter mit Starkregen, Hagel und gefährlichen Sturmböen.
© Simon Zeiher/dpa
In Bayern kann es heute zu schweren Gewittern kommen.
Von Lukas Böhl
Besonders hoch ist das Unwetterpotenzial nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Teilen Nord- und Südbayerns. Regional sind sogar Orkanböen bis 120 km/h und Hagelkörner um drei Zentimeter möglich. Welche Landkreise aktuell gewarnt werden, zeigt die DWD-Karte.
Gewitter ziehen von Südwesten über Bayern
Grund für die brisante Wetterlage ist eine Kaltfront, die Bayern im Laufe des Freitags von Westen nach Osten überquert. Dabei wird die heiße und feuchte Luft subtropischen Ursprungs durch deutlich kühlere Atlantikluft ersetzt.
Sowohl in Nord- als auch in Südbayern ziehen von Südwesten wiederholt kräftige Gewitter auf. Dabei sind vielerorts Starkregen, Hagel und Sturmböen möglich.
In Verbindung mit den Gewittern rechnet der DWD zunächst mit Niederschlagsmengen um 20 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit sowie Böen bis etwa 80 km/h.
Diese Regionen haben besonders hohes Unwetterpotenzial
In Nordbayern liegt ein Schwerpunkt des Unwetterrisikos nach Angaben des DWD im Bereich der Fränkischen Alb und der Oberpfalz. Dort sind insbesondere über Mittag unwetterartige Entwicklungen durch Starkregen wahrscheinlich.
Auch in einem Streifen von Mittelfranken bis in die Oberpfalz besteht ein erhöhtes Risiko. Lokal können bis zu 40 Liter Regen pro Quadratmeter in kurzer Zeit fallen. Schwere Sturmböen um 100 km/h sind ebenfalls nicht ausgeschlossen.
In Südbayern verschärft sich die Lage vor allem am späteren Nachmittag und Abend. Besonders betroffen sein können das südliche Alpenvorland und Niederbayern.
Bis zu 120 km/h und Hagel um drei Zentimeter
Im südlichen Alpenvorland und in Niederbayern besteht laut DWD das größte Risiko für besonders heftige Gewitter.
Dort sind bei Unwettern Starkregenmengen bis 40 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit möglich. Hinzu kommt die Gefahr größeren Hagels mit Korngrößen um zwei Zentimeter.
Bei besonders schweren Gewitterentwicklungen können sogar Hagelkörner um drei Zentimeter auftreten. Zudem sind orkanartige Böen oder Orkanböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 120 km/h möglich.
Auch abseits der Gewitter stürmischer Wind
Nicht nur während der Gewitter kann der Wind gefährlich werden. In weiten Teilen Bayerns sind am Freitag auch unabhängig von Gewittern vorübergehend starke bis stürmische Böen zwischen 50 und 70 km/h möglich.
In den Alpen kommt zusätzlich Föhn auf. In hohen Lagen können dort Sturm- und schwere Sturmböen zwischen 80 und 100 km/h auftreten. In den Föhntälern sind Böen um 60 km/h möglich.
Am Nachmittag bricht der Föhn an den Alpen zusammen. Auf den Gipfeln können stürmische Böen allerdings noch bis weit in die Nacht zum Samstag hinein anhalten.
Bis zu 32 Grad vor den Gewittern
Vor dem Durchzug der Gewitter wird es in Teilen Bayerns noch einmal sehr warm. In Südbayern liegen die Höchstwerte zwischen etwa 24 Grad in Schwaben und bis zu 32 Grad an der unteren Donau.
In Nordbayern werden vor den Gewittern zwischen 24 und 29 Grad erwartet. Am wärmsten wird es dort voraussichtlich in der Oberpfalz.
Im Tagesverlauf sorgt die nachrückende kühlere Luft dann für eine deutliche Abkühlung.
In der Nacht nimmt die Unwettergefahr ab
In der Nacht zum Samstag sind zunächst noch weitere Schauer und Gewitter möglich. Die Unwettergefahr nimmt jedoch nach und nach deutlich ab.
In Südbayern fällt verbreitet schauerartiger Regen, anfangs sind noch Gewitter möglich. Von Schwaben her wird es nach Mitternacht zunehmend trockener.
Auch in Nordbayern ziehen die Niederschläge und Gewitter nach Mitternacht allmählich nach Osten ab. Dahinter lockert die Bewölkung auf.
Samstag wird deutlich freundlicher
Am Samstag setzt sich in Bayern Zwischenhocheinfluss durch. In Südbayern wechseln sich Sonne und Quellwolken ab, es bleibt weitgehend trocken. Die Höchstwerte erreichen zwischen 23 und 27 Grad.
Auch in Nordbayern wird es deutlich ruhiger. Abgesehen von letzten Schauern an den östlichen Mittelgebirgen bleibt es überwiegend trocken. Die Temperaturen liegen meist um 25 Grad.
