DWD warnt vor Orkan in Baden-Württemberg

Diese Regionen sind betroffen

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor schweren Sturmböen und Orkanböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 125 Kilometern pro Stunde.

Achtung, hier wird es stürmisch!

© Thomas Warnack/dpa-tmn/dpa

Achtung, hier wird es stürmisch!

Von Lukas Böhl

Ein kräftiges Sturmtief sorgt in Baden-Württemberg für ungemütliches Herbstwetter. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in seinem Warnlagebericht vom Freitag (23. Oktober), 14.10 Uhr, mitteilt, bleibt es bis einschließlich Sonntag häufig windig bis stürmisch. Dazu fällt verbreitet Regen. Besonders in den Hochlagen des Schwarzwalds kann der Wind Orkanstärke erreichen.

Grund für die Wetterlage ist ein Sturmtief, das vom Ärmelkanal in Richtung Deutsche Bucht zieht. Seine Ausläufer erfassen auch den Süden Deutschlands. Bereits in der Nacht zum Sonntag folgt das Frontensystem eines weiteren kräftigen Sturmtiefs.

Orkanböen im Schwarzwald: Besonders Feldberg betroffen

Am Freitagnachmittag und -abend treten im Bergland stürmische Böen mit Geschwindigkeiten von bis zu 70 Kilometern pro Stunde auf. Auf den Schwarzwaldgipfeln sind Sturmböen und schwere Sturmböen mit bis zu 95 Kilometern pro Stunde möglich. In besonders exponierten Gipfellagen können die Windgeschwindigkeiten sogar bis zu 120 Kilometer pro Stunde erreichen.

Auch in den tieferen Lagen wird es windig. Im Flachland sind Böen mit bis zu 60 Kilometern pro Stunde möglich, im Oberrheingraben können sie bis zu 70 Kilometer pro Stunde erreichen.

In der zweiten Nachthälfte zum Samstag lässt der Wind zunächst etwas nach. Eine dauerhafte Entspannung ist jedoch nicht in Sicht.

Nächstes Sturmtief bringt Orkanböen bis 125 km/h

Am Samstag bleibt es vor allem im Bergland windig. Dort treten häufig Böen auf, während in tieferen Lagen zeitweise Windgeschwindigkeiten von bis zu 60 Kilometern pro Stunde erreicht werden. Auf den Schwarzwaldgipfeln sind Sturmböen mit bis zu 80 Kilometern pro Stunde möglich. Am Feldberg kann es zunächst noch schwere Sturmböen mit bis zu 95 Kilometern pro Stunde geben.

Zum Samstagabend flaut der Wind abseits der höchsten Lagen vorübergehend ab. Doch bereits in der Nacht zum Sonntag nimmt er wieder deutlich zu.

Dann erwartet der DWD verbreitet starke bis stürmische Böen mit Geschwindigkeiten von bis zu 60 Kilometern pro Stunde. Im Bergland sind Sturmböen mit bis zu 80 Kilometern pro Stunde möglich. Besonders heftig wird es erneut im Schwarzwald: In exponierten Lagen drohen schwere Sturmböen, am Feldberg sogar Orkanböen um 125 Kilometer pro Stunde.

Gewitter und Schneematsch: Weitere Wettergefahren

Neben dem Sturm besteht am Freitagnachmittag und -abend ein geringes Gewitterrisiko. Besonders am Schwarzwald können vereinzelt Gewitter auftreten. Dabei sind laut DWD Sturmböen mit Geschwindigkeiten um 85 Kilometer pro Stunde möglich.

In der Nacht zum Samstag könnte es in den höchsten Schwarzwaldlagen zudem erstmals winterlich werden. Dort ist stellenweise Glätte durch etwas Schneematsch nicht ausgeschlossen.

Dauerregen am Sonntag: In diesen Regionen drohen große Regenmengen

Zusätzlich zum Sturm kündigt der DWD ergiebige Niederschläge an. Von der Nacht zum Sonntag bis zum Sonntagnachmittag kann es gebietsweise zu Dauerregen kommen.

Besonders betroffen sind mehrere Regionen Baden-Württembergs. Vom Odenwald bis zur Ostalb sowie im Allgäu können örtlich zwischen 30 und 40 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb von 12 bis 18 Stunden fallen.

Noch größere Niederschlagsmengen werden im Schwarzwald erwartet. Dort rechnet der Wetterdienst verbreitet mit 30 bis 50 Litern pro Quadratmeter. In Staulagen sind sogar rund 60 Liter pro Quadratmeter möglich.

DWD-Wetterwarnung: Vorsicht bis Sonntag geboten

Angesichts der angekündigten Windgeschwindigkeiten ist insbesondere in den Hochlagen des Schwarzwalds Vorsicht geboten. Bei schweren Sturm- und Orkanböen können Äste abbrechen oder Bäume umstürzen. Auch lose Gegenstände im Freien können durch den Wind gefährlich werden.

Wer am Wochenende im Schwarzwald unterwegs sein möchte, sollte die aktuelle Warnlage aufmerksam verfolgen. Auch Autofahrer müssen sich auf schwierige Bedingungen durch starke Windböen und kräftige Regenfälle einstellen.

Eine nachhaltige Wetterberuhigung ist nach dem aktuellen DWD-Warnlagebericht bis einschließlich Sonntag zunächst nicht zu erwarten.

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Erstellt:
23. Oktober 2026, 14:38 Uhr

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