Streiterei im Straßenverkehr
Erst ausgebremst, dann zugeschlagen – Autofahrer gehen aufeinander los
Mit Faustschlägen ins Gesicht endete ein Überholmanöver auf der Schnellstraße nahe Überlingen. Auch bei Heidenheim wurde am selben Abend im Straßenverkehr geprügelt.
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An zwei verschiedenen Orten in der Region wurde die Polizei am Mittwochabend wegen Fautschlägen im Straßenverkehr gerufen. (Symbolbild)
Von Julian Ettema
Ein Überholmanöver am Mittwochabend auf der B 31 zwischen Überlingen und Nußdorf zieht für beide Beteiligten nun wohl eine Strafanzeige nach sich. Nachdem ein 55-Jähriger einen 62-Jährigen auf der Strecke überholt hatte, soll der Überholte seinen Kontrahenten gegen 20.30 Uhr zunächst durch dichtes Auffahren und Lichthupe genötigt haben.
Das ließ sich der 55‑Jährige wohl nicht gefallen, denn er soll den 62-Jährigen daraufhin ohne erkennbaren Grund ausgebremst haben. Wie die Polizei mitteilt, fuhren beide danach für eine Aussprache von der B 31 ab. Das Gespräch endete damit, dass der Jüngere den Älteren zweimal mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben soll, wodurch der 62-Jährige leicht verletzt wurde. Aufgrund der begangenen Straftaten beider Parteien ermittelt das Polizeirevier Überlingen nun gegen die zwei Streithähne.
Beinahe zeitgleich ein ähnlicher Fall
Ein ähnlicher Fall ereignete sich beinahe zeitgleich nahe Heidenheim. Dort fuhr ein 22-jähriger Autofahrer gegen 19.50 Uhr auf dem rechten Fahrstreifen der B 19 von Schnaitheim in Richtung Heidenheim. An der Kreuzung zur B466 fuhr ein bislang unbekannter Autofahrer mit seinem weißen BMW auf die B19 ein. Wie die Polizei mitteilt, soll der BMW-Fahrer den 22-Jährigen danach wohl bis zum Stillstand ausgebremst haben.
Laut Angaben des Geschädigten stieg der Unbekannte anschließend aus seinem Wagen, kam an die Fahrertür des 22-Jährigen und schlug ihm ins Gesicht. Ein weiterer Autofahrer stoppte und bot seine Hilfe an, fuhr jedoch weiter, nachdem der BMW-Fahrer zurück in sein Auto stieg und davonfuhr. Der 22-Jährige trug leichte Verletzungen davon.
Das Polizeirevier Heidenheim hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht Zeugen, die den Vorfall oder das vorausgehende Fahrverhalten der Beteiligten beobachtet haben. Diese werden gebeten, sich beim Polizeirevier Heidenheim unter der Telefonnummer 07321 32 24 32 zu melden.
