Telefon-Betrug in Günzburg
Falscher Bankmitarbeiter erbeutet 129.000 Euro per Anruf
Am Telefon gibt er sich als Bankmitarbeiter aus, wenig später fehlen rund 129.000 Euro: Wie ein Betrüger im Landkreis Günzburg an mehrere Konten seines Opfers kam.
© Rolf Vennenbernd/dpa
Ein Trickbetrüger hat von einem Opfer in Günzburg am Telefon rund 129.000 Euro erbeutet. (Symbolbild)
Im Landkreis Günzburg ist ein unbekannter Betrüger mit einem raffinierten Telefonanruf zu rund 129.000 Euro gekommen. Wie die Polizei mitteilte, erlangte der Täter durch die Masche Zugriff auf mehrere Konten seines Opfers und verursachte damit den sechsstelligen Schaden.
Die Vorgehensweise des Betrügers folgte einem bewährten Schema: Der Anrufer gab sich als Mitarbeiter der Bank aus und behauptete, eine fehlerhafte Abbuchung korrigieren zu müssen. Mit dieser Begründung brachte er sein Opfer dazu, mehrere Transaktionen in der Banking-App zu bestätigen. Der Geschädigte ahnte nicht, dass er damit tatsächlich Überweisungen freigab und dem Betrüger Zugriff auf seine Konten ermöglichte. Die Polizei sperrte die betroffenen Konten daraufhin vorläufig.
Bankmitarbeiter-Methode der Telefonbetrüger
Dieses Vorgehen ist bei Telefonbetrügern keine Ausnahme, sondern Methode. Die Kriminellen geben sich regelmäßig als Bankangestellte aus, um ihre Opfer in die Falle zu locken. Sie behaupten, verdächtige Kontobewegungen oder Fehlbuchungen feststellen zu können, und fordern die Angerufenen auf, bestimmte Vorgänge in der Banking-App freizugeben. Was die Opfer nicht wissen: Mit dieser Bestätigung autorisieren sie tatsächlich Überweisungen oder ermöglichen den Tätern direkten Kontozugriff.
Besonders perfide ist dabei die Arbeitsweise der Betrüger. Sie verfügen häufig bereits über einzelne Kontodaten ihrer Opfer und setzen diese zusätzlich unter Zeitdruck. Das schafft eine Situation, in der Betroffene oft nicht mehr klar denken und daher schnell unüberlegt handeln – genau das, was die Kriminellen benötigen, um erfolgreich zu sein.
