Einsatz in Ulm

Frau bricht beim Wäscheaufhängen durch Balkon

In der Ulmer Einsteinstraße ist eine Frau verletzt worden, als der Boden ihres Balkons unter ihr nachgab. Dabei hätte sie diesen gar nicht betreten dürfen.

An diesem Balkon in der Ulmer Einsteinstraße ist am Montagmittag eine Frau verletzt worden. Die Polizei ermittelt.

© Simone Dürmuth

An diesem Balkon in der Ulmer Einsteinstraße ist am Montagmittag eine Frau verletzt worden. Die Polizei ermittelt.

Von Kerstin Auernhammer, Simone Dürmuth

Alarm in der Ulmer Einsteinstraße: Dorthin sind am Montagmittag zahlreiche Einsatzkräfte ausgerückt. Ersten Informationen zufolge ist der Balkon eines Mehrfamilienhauses eingebrochen.

Die Ulmer Polizei bestätigte, dass ersten Erkenntnissen zufolge eine Frau mittleren Alters verletzt wurde. Sie habe kurz nach 13 Uhr auf einem Holzbalkon gestanden, als dieser einbrach. Die Trümmer und die Frau seien auf dem darunterliegenden Balkon gelandet. Die Rettungsarbeiten laufen noch, auch Rettungsdienst und Feuerwehr sind im Einsatz.

Schreck beim Wäschewaschen

Bilder unserer Reporterin vor Ort zeigen, dass es sich bei dem Balkon um einen nachträglichen Anbau handelt. Sie erfuhr, dass die Bewohnerin der betreffenden Wohnung gerade Wäsche auf dem Balkon aufhängen wollte, als der Boden unter ihr nachgab. Die Frau sei auf dem darunterliegenden Balkon gelandet, von dem sich ebenfalls Teile lösten, der aber nicht durchbrach. Die allein lebende Bewohnerin sei leicht verletzt worden, sie habe unter anderem Schürfwunden erlitten.

„Es gab ein schriftliches Betretungsverbot für diesen Balkon“, erklärt Frank Pinsler, Geschäftsführer der Ulmer Wohnungs- und Siedlungsgesellschaft UWS, zu der die Gebäude gehören. „Gott sei Dank ist nichts Schlimmeres passiert.“ Man habe bereits vor einiger Zeit Risse festgestellt und die Instandsetzung sei vorbereitet gewesen.

Jetzt sollen möglichst zeitnah alle Balkone angeschaut und geprüft werden, ob sie gesperrt werden müssen. Die Balkone seien vor vielen Jahren von einer Fachfirma nachträglich angebracht worden und bei allen Gebäuden in dem Ensemble baugleich.

„Ich habe einen Knall und Hilferufe gehört und bin sofort nach draußen gegangen“, berichtet eine Anwohnerin, die im selben Gebäude im Hochparterre lebt, vom Moment des Unglücks. Sie habe dann die verletzte Frau gesehen, aber eine andere Nachbarin habe bereits den Notruf gewählt. „Ich hoffe wirklich sehr, dass die Balkone jetzt nicht gesperrt werden“, erzählt sie. Es sei für sie sehr wichtig, nach draußen gehen zu können. Unsicher fühle sie sich jetzt nicht auf ihrem Balkon. „Aber man muss schon bedenken, dass das die Wetterseite ist. Der obere Balkon hat kein Dach. Der ist Sonne und Regen ausgesetzt“, erklärt sie. Zwei andere Nachbarinnen, die in einem der umliegenden Mehrfamilienhäuser leben, berichten wiederum, dass sie nun große Sorge hätten, auf den Balkon zu gehen.

Spezialisten aus der Abteilung Gewerbe und Umwelt bei der Polizei ermitteln nun, wie es zu dem Vorfall kommen konnte.

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Erstellt:
31. August 2026, 16:00 Uhr

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