Mordermittlung nach Unfall
Frontalcrash in Reutlingen vorsätzlich verursacht?
Nach dem Unfall mit mehreren Schwerverletzten auf der B464 ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft. Versuchter Mord steht im Raum. Der 42-jährige Unfallverursacher sitzt in U‑Haft.
© Dimitri Drofitsch
Ein heftiger Unfall hat sich auf der B 464 auf Höhe Reutlingen-Altenburg am Montagmorgen ereignet.
Nach der Kollision dreier Autos mit mehreren Schwerverletzten am Montagmorgen auf der B 464 auf Höhe von Reutlingen-Altenburg ermitteln die Staatsanwaltschaft Tübingen und das Kriminalkommissariat Reutlingen gegen den 42-jährigen Verursacher zwischenzeitlich wegen des Verdachts des versuchten Mordes.
Dem Mann wird zur Last gelegt, sein Fahrzeug bewusst in den Gegenverkehr gelenkt und dadurch den Tod anderer Menschen zumindest billigend in Kauf genommen zu haben. Er befindet sich aktuell in Untersuchungshaft.
Wie bereits berichtet, war der BYD des 42 Jahre alten Mannes gegen 8.45 Uhr zunächst seitlich mit dem entgegenkommenden Audi eines 60-Jährigen und anschließend frontal mit dem Audi eines 38-Jährigen kollidiert. Alle drei Fahrer hatten dabei schwere Verletzungen erlitten.
Den bislang vorliegenden Ermittlungsergebnissen zufolge wird davon ausgegangen, dass der 42-jährige Deutsche den BYD auf der geraden und übersichtlichen Strecke absichtlich in den Gegenverkehr lenkte. Für die Annahme sprechen unter anderem die Aufnahmen auf der Dashcam eines Zeugen, auf der das Geschehen aufgezeichnet wurde. Damit soll der Mann den Tod der ihm entgegenkommenden Personen zumindest billigend in Kauf genommen haben.
Haftbefehl wegen Verdachts auf versuchten Mord
Die Staatsanwaltschaft Tübingen erwirkte in der Folge einen richterlichen Haftbefehl wegen des Verdachts des versuchten Mordes gegen den Tatverdächtigen. Die Haftrichterin beim Amtsgericht Tübingen setzte diesen am Donnerstag in Vollzug.
Die Ermittlungen des Kriminalkommissariats Reutlingen in Zusammenarbeit mit der Verkehrspolizeiinspektion Tübingen dauern an.
