Großbrand in Ulm

Frühere Magirus-Kantine in Flammen – starke Rauchentwicklung

In Ulm ist am Mittwochabend ein ehemaliges Magirus-Gebäude in der Weststadt in Brand geraten. Die Feuerwehr rückte zu einem Großeinsatz aus. Eine massive Rauchwolke stand über der Stadt, bis in die Innenstadt breitete sich starker Brandgeruch aus. Die Brandursache ist noch unklar.

Bei dem Großbrand wurde zum Glück niemand verletzt.

© Marius Bulling/onw-images/dpa

Bei dem Großbrand wurde zum Glück niemand verletzt.

Von Laura Mensch, Amelie Schröer, Magdi Aboul-Kheir

Großeinsatz in der Weststadt: Um 21.25 Uhr am Mittwochabend werden die Einsatzkräfte über die Rettungsleitstelle alarmiert. An der Magirusstraße unmittelbar neben dem Blautalcenter steht ein Gebäude in Flammen. Wie Reiner Buschow, der stellvertretende Kommandant der Feuerwehr Ulm, unserer Redaktion bestätigt, handelt es sich um das ehemalige Werk 2 der Firma Magirus – die frühere Kantine. Diese wird nicht mehr genutzt. Verletzt wurde laut Mitteilungen von Feuerwehr und Polizei am Donnerstagmorgen niemand.

Das Obergeschoss des Gebäudes brennt „in voller Ausdehnung“. Im unteren Bereich des Gebäudes sind nach Angaben der Feuerwehr Reifen gelagert, der obere Bereich ist leer.

Der Brand sorgt in der ganzen Stadt für Aufsehen. Bis in die Innenstadt und sogar im Neu-Ulmer Stadtteil Offenhausen ist der Brand sehr deutlich zu riechen. In der Weststadt und in Söflingen ist der Brandgeruch besonders massiv.

Brand in Ulm: die Fotos zum Einsatz

Die Warn-App Nina informiert die Anwohner im Umkreis über den Brand, weist auf Geruchsbelästigung und Rauchniederschlag hin. Gesundheitliche Beeinträchtigungen können nicht ausgeschlossen werden. Später am Abend wird die Warnung auf das Neu-Ulmer Stadtgebiet erweitert. Die Polizei hat den Bereich um den Brandort abgesperrt. Schon nach kurzer Zeit haben sich an den Absperrungen zahlreiche Schaulustige versammelt. Der Feuerschein in der Weststadt ist weithin zu sehen.

Die Feuerwehr muss an mehreren Stellen gleichzeitig löschen. Zwischenzeitlich scheint der Brand unter Kontrolle, dann entfachen Glutnester wieder neu. Auch ein Anbau neben der Lagerhalle hat Feuer gefangen. Mit drei Drehleitern kämpfen die Einsatzkräfte am späten Abend gegen die Flammen am Gebäude.

Löschwasser entnehmen sie direkt aus der Blau, die in unmittelbarer Nähe des Brandorts vorbeifließt. Allein durch die Wenderohre am Rettungskorb der Drehleitern werden jeweils bis zu 2500 Liter Wasser pro Minute gepumpt.

Nachlöscharbeiten werden den Tag über andauern

Wie die Feuerwehr am Donnerstagmorgen mitteilte, sei das Feuer gegen 22.20 Uhr unter Kontrolle gebracht worden. Ein Sprecher der Feuerwehr merkt jedoch an, dass die Nachlöscharbeiten noch den ganzen Tag andauern werden.

In der ersten Stunde waren 85 Einsatzkräfte von den Abteilungen Berufsfeuerwehr, Innenstadt, Söflingen, Wiblingen, Donaustetten und Führungsgruppe gleichzeitig im Einsatz. Zusätzlich war auf der Hauptfeuerwache die Abteilung Jungingen, die den Grundschutz für das restliche Stadtgebiet absicherte.

Zur Ursache und zu einer Schadenshöhe konnten noch keine Angaben gemacht werden. Die Polizei gibt an, dass diese sich jedoch im mittleren sechsstelligen Bereich befinden könnte. Im Laufe des Vormittags werden Spurensicherungsmaßnahmen durch die Kriminalpolizei durchgeführt. Die Ermittlungen werden auch in Richtung einer möglichen Brandstiftung geführt.

23.17 Uhr: Die Feuerwehr kämpft immer noch gegen die Flammen. Jetzt in einem Anbau neben der Halle, in der das Feuer ausgebrochen ist.

© Amelie Schröer

23.17 Uhr: Die Feuerwehr kämpft immer noch gegen die Flammen. Jetzt in einem Anbau neben der Halle, in der das Feuer ausgebrochen ist.

Die Löscharbeiten laufen: Ein ehemaliges Magirus-Gebäude steht in Flammen.

© Magdi Aboul-Kheir

Die Löscharbeiten laufen: Ein ehemaliges Magirus-Gebäude steht in Flammen.

Die Rauchentwicklung ist enorm.

© Magdi Aboul-Kheir

Die Rauchentwicklung ist enorm.

Das Obergeschoss des Gebäudes ist ziemlich ausgebrannt.

© Amelie Schröer

Das Obergeschoss des Gebäudes ist ziemlich ausgebrannt.

Das Löschwasser wird direkt aus der Blau entnommen.

© Magdi Aboul-Kheir

Das Löschwasser wird direkt aus der Blau entnommen.

Die Einsatzkräfte versuchen, den Brand zu löschen.

© Magdi Aboul-Kheir

Die Einsatzkräfte versuchen, den Brand zu löschen.

Die Flammen lodern sichtbar.

© privat

Die Flammen lodern sichtbar.

Blick von der Weststadt/Unterer Kuhberg.

© privat

Blick von der Weststadt/Unterer Kuhberg.

Eine NINA-Warnung wurde versendet.

© Screenshot

Eine NINA-Warnung wurde versendet.

Die Feuerwehr ist mit einem Großaufgebot vor Ort.

© Magdi Aboul-Kheir

Die Feuerwehr ist mit einem Großaufgebot vor Ort.

Der Fuß- und Radweg entlang der Blau ist gesperrt.

© Magdi Aboul-Kheir

Der Fuß- und Radweg entlang der Blau ist gesperrt.

Die Rauchentwicklung ist in der Weststadt zu sehen.

© Leonie Maschke

Die Rauchentwicklung ist in der Weststadt zu sehen.

Auch zwei Stunden nach Meldung des Brands kämpfen die Einsatzkräfte noch gegen Flammen und Rauch.

© Magdi Aboul-Kheir

Auch zwei Stunden nach Meldung des Brands kämpfen die Einsatzkräfte noch gegen Flammen und Rauch.

Zum Artikel

Erstellt:
3. September 2026, 06:18 Uhr
Aktualisiert:
3. September 2026, 07:31 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen