Unwetterwarnung für Italien

Karte zeigt betroffene Regionen

Für Dienstag, 20. Oktober, haben die italienischen Behörden Warnungen für mehrere Regionen herausgegeben.

Die Unwetter, die Mallorca heimgesucht haben, ziehen jetzt in Richtung Italien.

© Clara Margais/dpa

Die Unwetter, die Mallorca heimgesucht haben, ziehen jetzt in Richtung Italien.

Von Lukas Böhl

Nach den heftigen Regenfällen und Gewittern auf Mallorca richtet sich der Blick auf Italien. Eine atlantische Wetterstörung zieht vom westlichen Mittelmeer weiter nach Osten und erfasst am Dienstag, 20. Oktober, zunächst den Nordwesten des Landes. Im weiteren Verlauf werden Regenfälle und Gewitter auch in anderen Regionen Mittel- und Norditaliens erwartet.

Das italienische Bevölkerungsschutzministerium, die Protezione Civile, hat deshalb amtliche Unwetterwarnungen veröffentlicht. Neben kräftigen Niederschlägen werden örtlich auch Hagel, starke Windböen und intensive Gewitter erwartet. Besonders gefährdet sind Gebiete an der ligurischen Küste. Dort gilt die zweithöchste Warnstufe Orange.

Unwetter in Italien: Karte zeigt die betroffenen Gebiete

Die aktuelle Warnkarte macht deutlich, dass mehrere Regionen Italiens von der Wetterlage betroffen sind. Die Warnstufen unterscheiden sich allerdings erheblich.

Besonders auffällig ist der Küstenstreifen Liguriens am Golf von Genua. Dort sind Teile der Region rot beziehungsweise orange eingefärbt. Die rote Darstellung der Warnkarte signalisiert die höchste Gefahrenstufe, die orange Markierung eine erhöhte Gefahr. Nach dem amtlichen nationalen Warnbulletin gilt für die betroffenen Gebiete Liguriens am Dienstag Warnstufe Orange.

Auch in der Toskana, auf Sardinien und in weiteren Teilen Mittelitaliens zeigen die Karten Warngebiete. Dort rechnen die Behörden ebenfalls mit teils kräftigen Regenfällen und Gewittern.

Die italienische Protezione Civile hat für Dienstag folgende amtliche Warnstufen festgelegt:

  • Ligurien: Warnstufe Orange in westlichen und zentralen Teilen, Gelb in weiteren Gebieten.
  • Toskana: Warnstufe Gelb in mehreren Regionen, darunter Küstengebiete.
  • Sardinien: Warnstufe Gelb in Teilen der Insel.
  • Emilia-Romagna: Warnstufe Gelb in mehreren Gebieten.
  • Piemont: Warnstufe Gelb in einzelnen Regionen.
  • Latium: Warnstufe Gelb, auch in Gebieten rund um Rom.
  • Umbrien: Warnstufe Gelb.

Die Warnungen beziehen sich jeweils auf bestimmte Gebiete und Gefahrenarten, nicht zwangsläufig auf die gesamte Region.

Besonders kritische Lage in Ligurien

Die größten Sorgen bereitet den Behörden derzeit Ligurien. Die norditalienische Küstenregion rund um Genua gehört zu den Gebieten, in denen besonders kräftige Niederschläge erwartet werden.

Nach Angaben der italienischen Protezione Civile können ab den frühen Morgenstunden des Dienstags verbreitet Schauer und Gewitter auftreten. Die Regenfälle könnten örtlich intensiv ausfallen und über längere Zeit anhalten.

Der regionale Wetterdienst ARPAL warnt vor starken und organisierten Gewittern, insbesondere in den zentralen und westlichen Teilen Liguriens.

Dabei besteht die Gefahr, dass kleinere und mittlere Flüsse innerhalb kurzer Zeit stark anschwellen. Lokale Überschwemmungen sind möglich. Auch für größere Flusseinzugsgebiete können anhaltende Niederschläge problematisch werden.

Die orange Warnstufe beginnt in mehreren ligurischen Warnzonen am Dienstag um 6 Uhr. Reisende sollten deshalb aktuelle Verkehrsmeldungen und örtliche Sicherheitshinweise beachten.

Gewitter auch in der Toskana und auf Sardinien erwartet

Neben Ligurien trifft die Wetterfront weitere beliebte Urlaubsregionen Italiens.

In der Toskana werden vor allem in den nördlichen und westlichen Landesteilen kräftige Regenfälle erwartet. Auch Küstenabschnitte und Teile des Landesinneren können von Gewittern betroffen sein.

Auf Sardinien gilt ebenfalls in mehreren Regionen eine gelbe Wetterwarnung. Die italienischen Meteorologen rechnen mit teils kräftigen Schauern und Gewittern, insbesondere in zentralen und nördlichen Teilen der Insel.

In der Region Latium, zu der auch die italienische Hauptstadt Rom gehört, besteht in mehreren Gebieten ebenfalls eine gelbe Warnung. Hier können Gewitter und starke Niederschläge zu örtlichen Problemen führen.

Wann erreicht das Unwetter Italien?

Nach Angaben der italienischen Behörden bewegt sich die Wetterstörung über das westliche Mittelmeer ostwärts.

In der Nacht auf Dienstag soll die Front zunächst den Nordwesten Italiens erfassen. Von dort breiten sich Regen und Gewitter im Tagesverlauf über weitere Teile Nord- und Mittelitaliens aus.

Die Protezione Civile rechnet besonders in Piemont, Ligurien, Emilia-Romagna und der Toskana mit intensiveren Wettererscheinungen.

Neben Starkregen können die Gewitter von kräftigen Windböen, Hagel und zahlreichen Blitzen begleitet werden.

Wie lange die Niederschläge in einzelnen Regionen anhalten, hängt von der Zugrichtung und Geschwindigkeit der Gewitterzellen ab. Vor allem dort, wo sich größere Regengebiete nur langsam bewegen, steigt das Risiko lokaler Überschwemmungen.

Was müssen Italien-Urlauber jetzt beachten?

Wer sich am Dienstag in Nord- oder Mittelitalien aufhält, sollte die aktuelle Wetterlage aufmerksam verfolgen. Besonders in Ligurien ist wegen der erhöhten Warnstufe Vorsicht geboten.

Bei kräftigen Gewittern sollten Urlauber auf Bergwanderungen und Ausflüge in Schluchten verzichten. Auch Fahrten durch überflutete Unterführungen oder Straßen können gefährlich werden.

An der Küste sind zudem starke Windböen und eine unruhige See möglich. Bootsfahrten und andere Aktivitäten auf dem Wasser sollten deshalb nur unter Berücksichtigung der örtlichen Warnungen stattfinden.

Die Karte zeigt, für welche Regionen Italiens Unwetterwarnungen gelten.

© Meteoalarm / EUMETNET

Die Karte zeigt, für welche Regionen Italiens Unwetterwarnungen gelten.

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Erstellt:
20. Oktober 2026, 07:06 Uhr

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