Taifun Champi

Karte zeigt, wohin der Wirbelsturm zieht

Der Supertaifun Champi zieht mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 Kilometern pro Stunde über den westlichen Pazifik.

Die Karte zeigt, wohin sich der Wirbelsturm bewegt (Symbolbild).

© Richard Vogel/AP/dpa

Die Karte zeigt, wohin sich der Wirbelsturm bewegt (Symbolbild).

Von Lukas Böhl

Supertaifun Champi hält die Wetterdienste in Ostasien in Atem. Nachdem der Wirbelsturm an der Pazifikinsel Guam vorbeigezogen ist, bewegt er sich weiter in Richtung Nordwesten. Mit anhaltenden Windgeschwindigkeiten von rund 250 Kilometern pro Stunde zählt Champi zu den stärksten tropischen Wirbelstürmen des Jahres.

Nach Angaben des Wetterdienstes von Hongkong befand sich das Zentrum des Taifuns am Mittwochmorgen (Ortszeit) bei 17,5 Grad nördlicher Breite und 131,5 Grad östlicher Länge. Damit lag Champi über dem offenen Pazifik, weit östlich der Philippinen.

Taifun Champi: Interaktive Karte zeigt aktuelle Zugbahn

Wohin bewegt sich der Taifun und welche Regionen könnten in den kommenden Tagen betroffen sein? Die interaktive Sturmkarte zeigt den bisherigen Verlauf von Champi und die berechnete weitere Zugbahn. Da sich Wetterprognosen mit neuen Messdaten ändern können, sind auch Abweichungen vom vorhergesagten Kurs möglich.

Wohin zieht Taifun Champi?

Nach der aktuellen Prognose des Wetterdienstes von Hongkong bewegt sich Champi zunächst weiter nach Nordwesten. Bis Donnerstag, 22. Oktober, soll sich das Zentrum dem Seegebiet südöstlich von Taiwan nähern.

Am Freitag, 23. Oktober, könnte der Taifun östlich der Philippinen weiter nach Norden ziehen. Für Samstag, 24. Oktober, rechnen die Meteorologen damit, dass Champi die Gewässer östlich beziehungsweise nordöstlich von Taiwan erreicht.

Anschließend könnte der Wirbelsturm seinen Kurs ändern. Die Prognosen deuten darauf hin, dass Champi in Richtung Norden und später Nordosten abdreht. Damit könnte sich sein Zentrum in Richtung der südlichen japanischen Inseln verlagern.

Ob und in welchem Ausmaß Taiwan, die südlichen japanischen Inseln oder andere Küstenregionen betroffen sein werden, lässt sich derzeit noch nicht abschließend beurteilen. Entscheidend sind neben der genauen Zugbahn auch die Ausdehnung des Sturmfeldes und die weitere Entwicklung seiner Intensität.

Champi erreicht Windgeschwindigkeiten von 250 km/h

Champi hat sich über dem warmen Wasser des westlichen Pazifiks zu einem extrem kräftigen tropischen Wirbelsturm entwickelt. Nach Angaben des Wetterdienstes von Hongkong erreichten die anhaltenden Windgeschwindigkeiten nahe dem Sturmzentrum am Mittwochmorgen etwa 250 Kilometer pro Stunde.

Damit bewegt sich Champi in einer Größenordnung, in der tropische Wirbelstürme erhebliche Schäden an Gebäuden und Infrastruktur verursachen können. Besonders gefährlich sind neben den extremen Windgeschwindigkeiten die starken Niederschläge, hohen Wellen und möglichen Sturmfluten in Küstennähe.

Allerdings dürfte Champi nicht während seiner gesamten weiteren Zugbahn diese Stärke behalten. Die Prognosen der Wetterdienste deuten darauf hin, dass sich der Taifun auf seinem Weg nach Norden allmählich abschwächt.

Für den 24. Oktober erwartet der Wetterdienst von Hongkong beispielsweise noch anhaltende Windgeschwindigkeiten von rund 155 Kilometern pro Stunde im Sturmzentrum. Am 25. Oktober könnten diese auf etwa 120 Kilometer pro Stunde zurückgehen.

Guam bereits von Taifun Champi betroffen

Schon vor seiner weiteren Verstärkung hatte Champi die Inselregion um Guam und die Nördlichen Marianen bedroht. Dort führten die Behörden Schutzmaßnahmen ein. Flughäfen, Häfen und einzelne Gesundheitseinrichtungen mussten zeitweise schließen.

Für Guam wurde eine Notstandserklärung der US-Regierung genehmigt, um Hilfsmaßnahmen zu ermöglichen. Der Taifun zog anschließend weiter nach Westen und intensivierte sich über dem offenen Meer erheblich.

Wie gefährlich Champi für die nächsten Regionen auf seiner Zugbahn wird, hängt insbesondere davon ab, wie nahe sein Zentrum an bewohnte Inseln und Küstengebiete herankommt.

Wie zuverlässig ist die Zugbahn-Prognose?

Die Vorhersage tropischer Wirbelstürme basiert auf Satellitendaten, meteorologischen Messungen und computergestützten Wettermodellen. Diese berechnen sowohl die mögliche Bewegung des Sturms als auch seine weitere Intensität.

Dabei gilt: Je weiter eine Prognose in die Zukunft reicht, desto größer wird die Unsicherheit. Schon vergleichsweise kleine Veränderungen der Zugbahn können darüber entscheiden, ob ein Sturm eine Küste direkt trifft oder über dem Meer vorbeizieht.

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Erstellt:
21. Oktober 2026, 07:44 Uhr
Aktualisiert:
21. Oktober 2026, 08:02 Uhr

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