Nach Ausschreitungen in Frankreich

Macron hält Ansprache am Abend

Der landesweite Protesttag gegen hohe Lebenshaltungskosten und Missstände im Bildungssystem ist von massiver Gewalt überschattet worden. Nun will sich Macron in einer Rede an die Bevölkerung wenden.

Der französische Präsident Emmanuel Macron bei einer Rede im Élysée-Palast.

© Christophe Petit Tesson/EPA POOL/AP/dpa

Der französische Präsident Emmanuel Macron bei einer Rede im Élysée-Palast.

Nach den schweren Ausschreitungen bei den landesweiten Protesten in Frankreich will sich Präsident Emmanuel Macron am Sonntagabend mit einer Ansprache an seine Landsleute wenden. Die Fernsehansprache sei für 20.00 Uhr geplant, teilte der Elysée-Palast mit. Zuvor werde Macron mit Premierminister Sébastien Lecornu und den zuständigen Ministern über die Lage beraten.

Bei den Ausschreitungen am Rande der Massenproteste gegen die hohen Lebenshaltungskosten wurden in der Nacht zum Sonntag nach Angaben des Innenministeriums mehr als 1800 Menschen festgenommen und mehr als 500 Polizisten und Feuerwehrleute verletzt. Vielerorts setzten Randalierer Autos und Gebäude in Brand und plünderten Geschäfte. Lecornu sprach von einem „extremen Ausmaß an Gewalt“.

An den Protesten haben Hunderttausende teilgenommen

Die sogenannte Gelbwesten-Bewegung, Gewerkschaften, Schüler, Studierende, Landwirte und andere Organisationen hatten zu dem Protesttag gegen hohe Lebenshaltungskosten und Missstände im Bildungssystem aufgerufen. An den Protesten nahmen landesweit nach Regierungsangaben rund 550.000 Menschen teil, die Organisatoren sprachen von rund 800.000 Demonstranten.

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Erstellt:
18. Oktober 2026, 13:56 Uhr

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