Bares für Rares

Mutter-Sohn-Duo aus Gomaringen bei ZDF-Kultshow

Kiki und Tom Gaiser aus Gomaringen waren in der ZDF‑Sendung, um eine Rarität zu verkaufen, die sie auf Großmutters Dachboden gefunden hatten. Die brachte mehr Geld ein als gedacht.

Kiki und Tom Gaiser aus Gomaringen waren bei „Bares für Rares“. 100 Euro hatten sie sich für ihr Fundstück gewüscht, bekommen haben sie letztlich 400 Euro.

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Kiki und Tom Gaiser aus Gomaringen waren bei „Bares für Rares“. 100 Euro hatten sie sich für ihr Fundstück gewüscht, bekommen haben sie letztlich 400 Euro.

Von Lotta Bürker

400 Euro für etwas, das beinahe im Müll gelandet wäre – und für das selbst der Experte nicht einmal einen dreistelligen Betrag erwartet hätte. Für Kirsten „Kiki“ und Tom Gaiser aus Gomaringen hat sich der Ausflug zur ZDF-Kultshow „Bares für Rares“ gelohnt. Das Mutter-Sohn-Duo verließ den Händlerraum mit ein paar Scheinen mehr in der Tasche als gedacht.

Aber von vorn: Zunächst bat Moderator Horst Lichter die beiden, sich vorzustellen. „Wir kommen aus Gomaringen, das ist ein superschöner Ort zwischen Reutlingen und Tübingen, südlich von Stuttgart“, nutzte Kauffrau Kiki Gaiser ihren Auftritt gleich, um ein wenig Werbung für die Steinlachgemeinde zu machen. Ihr Sohn Tom arbeitet als Tontechniker. Eine Steilvorlage für die Mutter: „Mein Sohn sorgt immer für den richtigen Ton – auch zu Hause.“

Mitgebracht hatten die Gaisers zwei Boxen Zigarren-Banderolen und ein Musterbuch für Zigarren-Banderolen. Experte Sven Deutschmanek erklärte es genauer: „Das sind Musterstreifen von lithografischen Anstalten.“ Damit seien Vertriebler einst rausgefahren und hätten bei den Zigarrenunternehmern Werbung gemacht. Die Banderolen waren am oberen Teil der Zigarren angebracht oder wurden zum Verschluss einzelner Zigarrenschachteln verwendet. Bis heute halte sich laut Deutschmanek der Mythos, die Banderolen an Zigarren seien eingeführt worden, weil König Leopold der Zweite von Belgien gesagt hätte, da müsse was hin, damit seine Handschuhe nicht dreckig würden beim Rauchen. „Völliger Quatsch“, so Deutschmanek. Eingeführt habe man die Banderolen eigentlich, um Markenwerbung zu betreiben.

Die Banderolen stammen wohl aus den 20er-Jahren

Aber wie kamen die Gaisers jetzt an die Ware? Die hatten sie beim Aufräumen des Dachbodens von der Oma in einer großen Kiste gefunden, wie sie erzählen. Erst haben sie den Fund wegschmeißen wollen: „Oma sagte auch: ‚Weg damit‘“, so die Gomaringerin. Als sie dann doch einen Blick hineingeworfen hatten, haben sie sich daran erinnert, das schon einmal in ihrer Kindheit gesehen zu haben. Sie vermutete in der Sendung, das Konvolut habe ihrem Großvater gehört.

Deutschmaneks Kennerblick datierte die Banderolen in die 1920er-Jahre. Trotz des guten Zustands blieb seine Schätzung verhalten: 50 bis 80 Euro. Tom Gaiser hatte sich immerhin 100 Euro erhofft. Doch Horst Lichter machte den beiden Mut: „Wenn ihr das jetzt richtig rüberbringt drüben, wer weiß, was da abgeht.“ Er sollte recht behalten.

Denn die Händler fuhren auf die Ware ab. Schon das Startgebot lag mit 80 Euro am oberen Ende der Expertenschätzung. Dann ging es Schlag auf Schlag: 100, 120, 150 Euro – und munter weiter. Am Ende standen tatsächlich 400 Euro im Raum. Die Gaisers mussten nicht lange überlegen und nahmen das Angebot an. Auch Käufer David Suppes war zufrieden: „Ich liebe so alte, einmalige Dinge.“

Das Mutter-Sohn-Duo hatte ein eine alte Zigarrenkiste mit Zigarren-Banderolen aus den 20er Jahren im Gepäck.

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Das Mutter-Sohn-Duo hatte ein eine alte Zigarrenkiste mit Zigarren-Banderolen aus den 20er Jahren im Gepäck.

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Erstellt:
23. September 2026, 11:28 Uhr

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