Nächtliches Gewitter wütet in der Region

Mitarbeitende der Gemeinden in Aspach, Oppenweiler und Sulzbach an der Murr sind aktuell mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Die Feuerwehren waren in den Morgenstunden im Einsatz.

Auf dem Gelände von Holzwarth Weine in Aspach hat der Sturm mehrere Gipssilos mit Dünger umgeworfen. Foto: Dietmar van der Linden

© Dietmar van der Linden

Auf dem Gelände von Holzwarth Weine in Aspach hat der Sturm mehrere Gipssilos mit Dünger umgeworfen. Foto: Dietmar van der Linden

Rems-Murr. Ausgerissene Bäume, überflutete Straßen, weggewehte Dachziegel: Am Freitagmorgen hat ein Sturm über der Region gewütet. Mit am meisten getroffen hat das Gewitter die Gemeinde Aspach. Seit 6.30 Uhr sind sieben Mitarbeiter des Bauhofs damit beschäftigt, die Schäden zu beseitigen und die Straßen aufzuräumen. „Bäume sind ausgerissen, Schächte verstopft, auf einigen Dächern fehlen Dachziegel“, berichtet ein Mitarbeiter des Bauhofs. Besonders Kleinaspach und die Kirchbergerstraße seien von dem Gewitter betroffen gewesen. Das kann auch Matthias Holzwarth von Holzwarth Weine bestätigen. „Gegen 6 Uhr ist innerhalb von drei bis vier Minuten ein tornadoartiger Sturm durch Kleinaspach gezogen“, berichtet er. Mitgebracht habe dieser starke Sturmböen, die mehrere Bäume ausgerissen hätten, sowie Hagel und Regen. „Wie stark der Hagel unsere Weinreben getroffen hat, kann ich aktuell noch nicht sagen“, sagt Holzwarth. Erst bei Sonnenschein würden die Schäden sichtbar werden. Der Sturm habe außerdem seine Gipssilos mit Dünger umgeworfen. „So etwas habe ich noch nicht gesehen.“

Bis zum Mittag ist die Bauhofkolonne noch mit den Aufräumarbeiten beschäftigt. Außergewöhnlich seien die Schäden allerdings nicht. „So sieht es nach Stürmen öfter aus“, sagt der Mitarbeiter. Die Feuerwehr Aspach musste nach aktuellem Stand nicht ausrücken.

Die Polizei berichtet von geringfügigen Schäden

In Oppenweiler sind ebenfalls teilweise große Äste auf Straßen und sogar auf ein Firmengebäude gefallen, Personen seien jedoch nicht zu Schaden gekommen, berichtet Feuerwehrkommandant Steffen Kolleth. Kurz vor 7 Uhr ist er mit seinen Kameraden zu drei Einsätzen ausgerückt. Eine Fremdfirma räume die größeren Äste weg, berichtet Kolleth.

Auch in Sulzbach an der Murr hat der Sturm Äste abgerissen, ein Radweg bei der Kläranlage sei versperrt, berichtet Werner Joos vom Bauamt. Auf dem Friedhof räumen Mitarbeitende des Bauhofs herumliegende Äste weg. Revierförster Axel Kalmbach bewertet nun, ob die Bäume noch sicher stehen bleiben können. Nach und nach kümmere man sich um die gemeldeten Schäden. Zudem muss eine Kehrmaschine große Mengen heruntergefallenes Laub beseitigen, das die Wege verschmutze. Die Aufräumarbeiten können noch bis in die kommende Woche andauern, berichtet Joos. Personen sind nach den Informationen der Gemeinde und der Polizei nicht wegen des nächtlichen Unwetters zu Schaden gekommen. Werner Joos vermutet, dass eine Windhose das Tal in Sulzbach entlanggezogen ist. Steinheim und den Landkreis Ludwigsburg sollen nach seinen Infos sogar vom Hagel getroffen worden sein. In Murrhardt hingegen habe es keine Schäden oder Einsätze gegeben, berichtet der stellvertretende Feuerwehrkommandant Marc Schmid.

Backnang blieb dieses Mal glücklicherweise komplett verschont, vermeldet der stellvertretende Feuerwehrkommandant Marcel Schäfer. Die Polizei berichtet von eher geringfügigen Schäden in der Region. Zwar hätten vereinzelt Äste auf den Straßen gelegen und es seien Bäume umgestürzt, darüber hinaus sei jedoch nicht viel passiert.

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Erstellt:
28. August 2026, 11:22 Uhr

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