Falscher Arzt in Konstanz vor Gericht
Rettungssanitäter soll 470 Patientinnen als Beauty-Arzt behandelt haben
Mit gefälschten Urkunden soll sich ein 28-Jähriger als Arzt ausgegeben und Hunderte Frauen ästhetisch behandelt haben. Nun steht er in Konstanz vor Gericht. Ihm werden unter anderem gefährliche Körperverletzung und Betrug vorgeworfen.
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Landgericht Konstanz
Von Michael Scheifele
Ein 28‑Jähriger steht ab heute in Konstanz vor Gericht, weil er sich mit gefälschten Papieren als Arzt ausgegeben haben soll. Wie das Landgericht Konstanz bekannt gibt, soll er zwischen März und April dieses Jahres an 470 Patientinnen ästhetische Gesichtsbehandlungen durchgeführt haben. Laut Medienberichten ist er einschlägig vorbestraft.
Vorwurf lautet gefährliche Körperverletzung
Der Angeklagte habe sich mit einer falschen Prüfungsbescheinigung und einer gefälschten Approbationsurkunde beim Unternehmen beworben. Tatsächlich soll der Angeklagte im Jahr 2018 lediglich eine Prüfung als Rettungssanitäter abgelegt haben.
Der 28-Jährige muss sich vor dem Landgericht Konstanz wegen Urkundenfälschung, Betrug, gefährlicher Körperverletzung, Missbrauch von Berufsbezeichnungen und unerlaubter Ausübung der Heilkunde verantworten. Der Angeklagte befindet sich seit April in Untersuchungshaft.
19 Zeugen sagen aus
Insgesamt sollen im Verfahren 19 Zeugen und ein Sachverständiger vernommen werden. Der Prozess am Montag um 9 Uhr im Schwurgerichtssaal 1.60 in Konstanz. Ein Urteil könnte am 28. Oktober fallen.
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In 470 Fällen soll der „falsche Arzt“ Gesichtsbehandlungen durchgeführt haben.
