Iran-Krieg
Revolutionsgarden: Öltanker in Straße von Hormus explodiert
Der Iran hat Teile der wirtschaftlich bedeutenden Meerenge vermint. Jetzt soll ein Tanker auf der südlichen Route auf eine Mine gefahren und in Flammen aufgegangen sein.
© -/The Visible Earth/NASA/dpa
Der Persische Golf, die Straße von Hormus und der Golf von Oman in einer undatierten, von der NASA zur Verfügung gestellten, Satellitenaufnahme. (zu dpa: «Revolutionsgarden: Öltanker in Straße von Hormus explodiert»)
In der Straße von Hormus ist nach Angaben der iranischen Revolutionsgarden ein Öltanker auf eine Seemine gefahren und explodiert. Der Tanker „El Gaia“ sei auf der vom Iran verminten südlichen Route durch die Meerenge unterwegs gewesen, berichtete der staatliche Rundfunk Irib unter Berufung auf die Revolutionsgarden. Das gesamte Schiff sei nach der Detonation der Mine in Flammen aufgegangen.
„Die Straße von Hormus ist geschlossen und bleibt unter unserer Kontrolle“, teilte demnach die Marine-Führung der Revolutionsgarden mit. Sie habe zuvor vor dem Befahren der südlichen Route gewarnt. Die Marine hat die südliche Passage vermint, lediglich eine nördliche Route entlang der iranischen Küste für sicher erklärt und verlangt Gebühren für die Durchfahrt.
Die Straße von Hormus ist im Iran-Krieg zum zentralen Streitpunkt zwischen Teheran und Washington geworden. Vor dem Krieg lief rund ein Fünftel der weltweiten Ölversorgung durch die Meerenge. Auch Flüssiggas und Dünger aus den Golfstaaten werden über die Route exportiert. Ein für diesen Montag geplantes Außenministertreffen der Staaten am Persischen Golf über die Straße von Hormus wurde kurzfristig abgesagt.
