STEC/EHEC-Bakterien

Salami-Rückruf – Durchfall, Darmblutung, Nierenversagen

Die Norderstedter Fleisch- und Wurstwaren Peter Faden GmbH & Co. KG ruft diverse Rindfleisch-Salamiprodukte  bundesweit zurück.

Etliche Produktvarianten sind betroffen.

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Etliche Produktvarianten sind betroffen.

Von Michael Maier

Die Norderstedter Fleisch- und Wurstwaren Peter Faden GmbH & Co KG hat einen umfassenden Rückruf für diverse Rindfleischsalami-Produkte veranlasst. Grund für die Maßnahme ist der Nachweis von Shigatoxinbildenden Escherichia coli (STEC/EHEC) im Rahmen einer Einzeluntersuchung. Der Vertrieb der betroffenen Waren erstreckt sich bundesweit über nahezu alle Bundesländer.

Betroffen ist eine Vielzahl an unterschiedlichen Varianten, Kalibern und Verpackungsgrößen aus dem Sortiment des Herstellers:

Rückruf von Rindfleischsalami

  • Rinder-Peperonisalami halal (1000g)
  • Rindfleischsalami halal (Kaliber 60 in 1000g, 500g sowie 2 × 500 g; Kaliber 80 in 1000g, 500g, 2x500g sowie als Vakuumvariante)
  • Rindfleischsalami rein Rind (Kaliber 80 in 1000g, 500g sowie halal Vakuum)
  • Rindfleischsalami Kappen halal
  • Rindfleischsalami-Scheiben halal
  • Pizza Rindfleischsalami halal (Kaliber 60 in 1000g und 500g).

Produktbezeichnungen

  • • Hersteller/Inverkehrbringer: Norderstedter Fleisch- und Wurstwaren Peter Faden GmbH & Co. KG, Kösliner Weg 14, 22850 Norderstedt.
  • Chargennummern und Mindesthaltbarkeitsdaten (MHD): Der Rückruf umfasst eine breite Palette an Chargen mit MHD-Daten im Zeitraum vom 23.10.2026 bis zum 22.12.2026 (unter anderem Chargen beginnend ab 260904 bis 261103).

Salami-Rückruf – betroffene Bundesländer

  • Baden-Württemberg
  • Bayern
  • Berlin
  • Brandenburg
  • Bremen
  • Hamburg
  • Hessen
  • Mecklenburg-Vorpommern
  • Niedersachsen
  • Nordrhein-Westfalen
  • Rheinland-Pfalz
  • Sachsen
  • Sachsen-Anhalt
  • Schleswig-Holstein
  • Thüringen

STEC/EHEC in der Salami

In den überprüften Produkten wurden Shigatoxinbildende Escherichia coli (STEC/EHEC) nachgewiesen. Diese Krankheitserreger können innerhalb von zwei bis sieben Tagen nach dem Verzehr zu teils schweren, fieberhaften Magen-Darm-Erkrankungen führen, die gelegentlich mit Blutungen einhergehen. Besonders gefährdet sind schutzbedürftige Gruppen wie Kleinkinder, ältere Menschen, Schwangere sowie Personen mit geschwächtem Immunsystem, bei denen ernsthafte gesundheitliche Komplikationen drohen – unter Umständen bis hin zu Hirnblutungen und Nierenversagen.

Nach Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung handelt es sich um ein starkes Zellgift, das beim Menschen blutigen Durchfall und das hämolytisch-urämische Syndrom (HUS) hervorrufen kann, das zu Nierenversagen führen kann. STEC werden den Angaben zufolge häufig als enterohämorrhagische E. coli (EHEC) bezeichnet.

Salami keinesfalls verzehren

Verbraucherinnen und Verbraucher, die eines der betroffenen Produkte zu Hause haben, sollten diese keinesfalls mehr verzehren oder verarbeiten. Die Ware kann auch ohne Vorlage des Kassenbons direkt an der jeweiligen Verkaufsstelle gegen Erstattung des vollen Kaufpreises zurückgegeben werden. Wer die Wurst bereits konsumiert hat und Krankheitssymptome verspürt, sollte umgehend einen Arzt aufsuchen.

STEC-Bakterien sind hitzeempfindlich und werden nach Angaben des Unternehmens bei ausreichender Erhitzung, beispielsweise bei der Verwendung als Pizza-Belag, abgetötet.

Anfragen beantwortet der Kundenservice des Unternehmens unter Tel. +49 40 5239061 oder per E-Mail an info@peterfaden.com.

Achtung, Lebensmittelwarnung!

© Sina Schuldt/dpa

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Erstellt:
6. November 2026, 13:14 Uhr

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