Rubik´s Cube

Sechsjährige Chinesin bricht Zauberwürfel-Weltrekord der Frauen

Der „Rubik’s Cube“ – Zauberwürfel – erfreute sich insbesondere Anfang der 1980er Jahre großer Beliebtheit. Seit den 2000er Jahren wächst die Speedcubing-Community stetig. Eine sechsjährige Chinesin hat jetzt in nur etwas mehr als vier Sekunden einen neuen Rekord aufgestellt.

Rubik's Cube (3x3x3x)

© Imago/Depositphotos

Rubik's Cube (3x3x3x)

Von Markus Brauer

Eine sechsjährige Chinesin hat mit einem klassischen Zauberwürfel (3x3x3x) in nur etwas mehr als vier Sekunden einen neuen Rekord aufgestellt. Lian Yunzhi drehte den Zauberwürfel bei zwei Wettbewerben in Wuhan und Guangzhou in diesem Monat in zwischen 4,52 und 4,27 Sekunden in die richtige Position und brach damit zweimal den bisherigen Weltrekord der Frauen, wie das chinesische Staatsfernsehen berichtet.

Lian sei die erste „Speedcuberin“, die unter 4,5 Sekunden blieb, heißt es weiter. Ein vom Staatsfernsehen veröffentlichtes Video zeigt die Kleine mit rotkarierter Haarschleife auf dem Kopf, wie sie den auch als Rubik's Cube bekannten Zauberwürfel in Windeseile hin- und herdreht, bevor sie ihn auf einen Tisch legt, in die Hände klatscht und triumphierend die Faust reckt.

Ihre Tochter habe schon früh mit dem Zauberwürfel angefangen - neben Hobbys wie Tanzen und Musik, sagt Lians Mutter Lin Yangxi. Mit der Zeit habe sie dann bemerkt, dass Zauberwürfel-Lösen „ein hervorragendes Mittel ist, um die Fähigkeiten eines Kindes umfassend zu entwickeln“. Inzwischen beherrsche Lian - Spitzname „Zhizhi“ - mehr als 1300 verschiedene Algorithmen zur Lösung des Zauberwürfel-Problems und übe täglich zwischen zwei und drei Stunden lang.

„Speedcuber“ jagen Rekorden nach

Der Zauberwürfel „Rubik’s Cube“ bringt viele zur Verzweiflung. Die Meister unter den Kombinierern lösen die Aufgabe, alle Seiten einfarbig hinzudrehen, in deutlich unter zehn Sekunden. Der 1974 von dem ungarischen Architekten Ernö Rubik erfundene Würfel kam 1980 in großer Stückzahl auf den Markt. Seitdem wurden Hunderte Millionen Würfel verkauft.

Im Prinzip geht es darum, die 26 willkürlich durcheinandergemischten Farbflächen des Kunststoffwürfels durch Drehungen der Würfelreihen so zu ordnen, dass einfarbige Seiten entstehen. In den 1980er Jahren war dieser „Rubik’s Cube“ Kult und bis heute versuchen Enthusiasten, diesen Würfel möglichst schnell zu lösen.

Im Idealfall sind nur etwa 20 Drehungen nötig, um das bunte Durcheinander farblich zu zähmen. Unter „Speedcubern“ gibt es Fans, die den Würfel mit seinen 26 bunten Elementen 1000 Mal am Tag drehen. Dabei sind 43 Trillionen Ausgangspositionen möglich. Bei Meisterschaften ringen die Experten – oft Mathematiker und Informatiker – in diversen Kategorien (einhändig, mit verbundenen Augen, mit den Füßen) um den Sieg.

Der männliche Single-Rekord

Der aktuelle offizielle Weltrekord für das schnellste Lösen des klassischen Zauberwürfels beträgt  2,76 Sekunden. Aufgestellt wurde dieser historische männliche Single-Rekord von dem neunjährigen polnischen Speedcubing-Wunderkind Teodor Zajder am 8. Februar 2026 beim WCA-Turnier GLS Big Cubes Gdańsk.

Der Roboter-Rekord

Menschliche Hände sind zwar extrem flink, aber Maschinen sind noch schneller. Der ungeschlagene Rekord für einen Roboter liegt bei weit unter einer Sekunde.

Ein von Ingenieuren des japanischen Technikkonzerns Mitsubishi Electric entwickelter Roboter hatte im Jahr 2024 den Zauberwürfel in sagenhaften 0,305 Sekunden gelöst. Damit schaffte es der „TOKUI Fast Accurate Synchronized motion Testing Robot“ (TOKUFASTbot) in das „Guinness Buch der Weltrekorde“ geschafft. Zum Vergleich: Der zuvor schnellste Roboter benötigte 0,38 Sekunden.

In dem hier gezeigten YouTube-Video war der TOKUFASTbot sogar noch schneller als in seinem offiziellen „Guinness“-Weltrekord: Er brauchte nur 15 Züge in insgesamt 0,204 Sekunden, wie Mitsubishi berichtet. Allerdings entsprachen die Bedingungen bei dieser Lösung nicht dem Reglement des Guinness Buchs der Weltrekorde. Daher wurde dies nicht als Rekord anerkannt, so das Unternehmen. (mit AFP-/dpa-Agenturmaterial)

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Erstellt:
22. September 2026, 13:10 Uhr
Aktualisiert:
22. September 2026, 13:15 Uhr

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