Nach Wahlschlappe der CDU

Sepp Müller will neuer Landeschef in Sachsen-Anhalt werden

Nach dem schlechten Abschneiden bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zieht die CDU erste Konsequenzen. Sven Schulze kündigt eine Neuwahl des Landesvorstands an.

Sepp Müller will als Landesvorsitzender der CDU in Sachsen-Anhalt kandidieren.

© Kay Nietfeld/dpa

Sepp Müller will als Landesvorsitzender der CDU in Sachsen-Anhalt kandidieren.

Der Bundestagsabgeordnete Sepp Müller will nach der Wahlschlappe seiner Partei neuer CDU-Landeschef in Sachsen-Anhalt werden. „Ich kandidiere als Landesvorsitzender“, sagte der 37-Jährige nach einer Sitzung des CDU-Landesvorstands in Magdeburg.

Nach dem Absturz der CDU bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat Ministerpräsident Sven Schulze angekündigt, dass es im Herbst eine Neuwahl des Landesvorstands geben wird. Dieser solle Ende November oder Anfang Dezember stattfinden, sagte Schulze nach einer Sitzung des CDU-Landesvorstands in Magdeburg.

Schulze hatte die Christdemokraten als Spitzenkandidat in die Landtagswahl geführt. Seine Partei stürzte bei der Wahl von 37,1 im Jahr 2021 auf 17,2 Prozent ab. Die CDU-Landtagsfraktion schrumpfte von 40 auf 15 Abgeordnete.

Bereits wenige Stunden zuvor hatte Schulze in Berlin Konsequenzen angekündigt. „Ich bin dort als Spitzenkandidat angetreten und werde daraus natürlich auch entsprechende Konsequenzen ziehen“, sagte der 47-Jährige nach Sitzungen der Spitzengremien seiner Partei am Mittag in Berlin. „Wir haben als CDU keinen Regierungsauftrag mehr, wir sind Opposition. Der Regierungsauftrag liegt jetzt bei der AfD.“

Zum Artikel

Erstellt:
7. September 2026, 20:38 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen