Royals

So unterschiedlich sind die Töchter von Prinzessin Märtha Louise

Künstlerin, Influencerin und Springreiterin: Die drei Töchter von Prinzessin Märtha Louise könnten unterschiedlicher kaum sein.

Die Töchter von Prinzessin Märtha Louise, Maud Angelica Behn, Emma Tallulah Behn und Leah Isadora Behn winken nach der Hochzeit von Prinzessin Märtha Louise und Durek Verrett.

© Cornelius Poppe/NTB/dpa

Die Töchter von Prinzessin Märtha Louise, Maud Angelica Behn, Emma Tallulah Behn und Leah Isadora Behn winken nach der Hochzeit von Prinzessin Märtha Louise und Durek Verrett.

Von Katrin Jokic

Eine ist Künstlerin, eine andere Influencerin und die jüngste erfolgreiche Springreiterin: Die drei Töchter von Norwegens Prinzessin Märtha Louise (55) gehen ganz unterschiedliche Wege. Während Maud Angelica mit ihrer Kunst und ihrem Engagement für psychische Gesundheit auf sich aufmerksam macht, erobert Leah Isadora die Social-Media-Welt und das Fernsehen. Emma Tallulah hingegen verfolgt ehrgeizige sportliche Ziele. Doch die Schwestern verbindet weit mehr als ihre royale Herkunft.

Als Töchter von Prinzessin Märtha Louise und dem 2019 verstorbenen Schriftsteller Ari Behn (†47) sind Maud Angelica (23), Leah Isadora (21) und Emma Tallulah (18) mit dem norwegischen Königshaus verbunden. Dennoch führen die drei jungen Frauen ein Leben abseits klassischer royaler Verpflichtungen. Statt offizieller Termine stehen bei ihnen Kunst, Mode, Social Media und Sport im Mittelpunkt.

Ihre Mutter, die seit August 2024 mit dem US-Amerikaner Durek Verrett verheiratet ist, hat sich ebenfalls von traditionellen royalen Aufgaben zurückgezogen. Ihre Töchter scheinen ihren eigenen Weg in der Öffentlichkeit gefunden zu haben – jede auf ihre Weise.

Maud Angelica Behn: Die kreative Künstlerin mit einer wichtigen Botschaft

Mit ihren auffälligen Haarfarben, ausgefallenen Outfits und ihrer Liebe zu kreativen Ausdrucksformen fällt Maud Angelica Behn sofort ins Auge. Die älteste Tochter von Prinzessin Märtha Louise hat sich als Künstlerin und Autorin einen eigenen Namen gemacht. Dabei geht es ihr nicht nur um Ästhetik: In ihren Arbeiten und öffentlichen Auftritten beschäftigt sie sich immer wieder mit schwierigen Themen wie Trauer, Einsamkeit und psychischer Gesundheit.

Besonders prägend war für Maud der Verlust ihres Vaters. Ari Behn nahm sich am 25. Dezember 2019 das Leben. Nur wenige Tage später berührte seine damals 16-jährige Tochter bei der Trauerfeier mit einer persönlichen Rede zahlreiche Menschen. Seither engagiert sie sich dafür, dass psychische Erkrankungen und Suizidgedanken kein Tabuthema bleiben.

2021 veröffentlichte sie ihr erstes Buch „Tråder av tårer“ (dt.: „Fäden aus Tränen“), in dem sie den Tod ihres Vaters verarbeitete und das sie selbst illustrierte. Vier Jahre später folgte mit „Plutselig“ (deutsch: „Plötzlich“) ein weiteres Werk. Gemeinsam mit Helena Stålnacke, die ebenfalls früh ein Elternteil verloren hatte, erzählt sie darin von der Trauer junger Menschen und davon, wie sie nach einem schweren Verlust wieder Halt finden können.

Auch äußerlich unterstreicht Maud ihre Individualität. Mal trägt sie ihre Haare in leuchtendem Pink, mal kombiniert sie auffälliges Make-up mit ungewöhnlichen Accessoires. Ihr Stil ist ebenso kreativ wie ihre berufliche Ausrichtung. Statt auf den klassischen Glamour des Königshauses setzt sie auf künstlerische Selbstverwirklichung und persönliche Botschaften.

Leah Isadora Behn: Die glamouröse Influencerin erobert die Tanzfläche

Ganz anders präsentiert sich ihre jüngere Schwester Leah Isadora Behn. Die 21-Jährige hat sich in Norwegen längst als Influencerin etabliert. Auf Instagram und TikTok zeigt sie ihre Vorliebe für Mode, Beauty und glamouröse Looks. Elegante Kleider, aufwendige Make-up-Looks und Kooperationen mit Marken gehören zu ihrem Alltag.

Schon früh feierte Leah Erfolge in der norwegischen Influencer-Szene. Bereits 2021 wurde sie bei den Vixen Awards als beste Beauty-Influencerin ausgezeichnet, 2022 gewann sie erneut in dieser Kategorie. Inzwischen ist sie nicht nur als Content-Creatorin, sondern auch als Unternehmerin aktiv.

2026 wagt die Prinzessinnentochter außerdem einen Ausflug ins Fernsehen: Sie nimmt an der norwegischen Ausgabe von „Let's Dance“, „Skal vi danse“, teil. Gemeinsam mit Profitänzer Andreas Hiim stellt sie sich der Herausforderung auf dem Tanzparkett. Noch Anfang November gehört Leah zu den verbliebenen Kandidaten der Show.

Doch hinter ihrem glamourösen Social-Media-Auftritt steckt auch eine ernste Seite. Wie ihre ältere Schwester Maud setzt sich Leah für psychische Gesundheit ein und erinnert regelmäßig an ihren verstorbenen Vater.

Erst zum Welttag der psychischen Gesundheit am 10. Oktober 2026 wandte sie sich mit emotionalen Worten an ihre Follower. Sie berichtete erneut vom Verlust ihres Vaters durch Depressionen und ermutigte Menschen in psychischen Krisen, sich Unterstützung zu suchen.

Eine besonders persönliche Erinnerung an ihren Vater trägt sie sogar auf der Haut: 2024 ließ sich Leah die Worte „Elsker deg“ – norwegisch für „Ich liebe dich“ – in seiner Handschrift tätowieren. Die Vorlage soll aus der letzten Geburtstagskarte stammen, die Ari Behn ihr geschrieben hatte.

Emma Tallulah Behn: Die ehrgeizige Springreiterin bleibt lieber im Hintergrund

Während ihre beiden älteren Schwestern mit Kunst und Social Media auf sich aufmerksam machen, verfolgt Emma Tallulah Behn eine ganz andere Leidenschaft: den Reitsport. Die jüngste Tochter von Prinzessin Märtha Louise ist erfolgreiche Springreiterin und verbringt einen großen Teil ihrer Zeit im Sattel.

Im Gegensatz zu Maud und Leah ist die 18-Jährige bislang deutlich weniger in der Öffentlichkeit präsent. Statt durch Influencer-Kooperationen oder Fernsehauftritte macht sie vor allem durch ihre sportlichen Leistungen von sich reden.

Und diese können sich sehen lassen: Emma tritt bereits seit mehreren Jahren bei internationalen Springreitturnieren an. 2024 erreichte sie bei den Nordisch-Baltischen Meisterschaften im dänischen Hjallerup mit ihrem Pferd Power Girl vd Heffinck den zweiten Platz in der Mannschaftswertung.

Im Sommer 2026 stand für die junge Norwegerin ein weiterer wichtiger Karriereschritt bevor. Der norwegische Reitsportverband nominierte sie Ende Juni für die Europameisterschaft der Nachwuchsspringreiter im deutschen Hagen am Teutoburger Wald. Dort sollte Emma mit ihrem Pferd Porsche V antreten. Doch daraus wurde nichts: Kurz vor dem Turnier brach sie sich die Hand und musste ihre Teilnahme absagen.

Für die ehrgeizige Reiterin war das ein bitterer Rückschlag. Wie ernst sie ihre sportliche Karriere nimmt, zeigen allerdings ihre zahlreichen Turnierteilnahmen. Im Juni 2026 ging sie beispielsweise noch bei internationalen Springprüfungen in Hagen an den Start und belegte bei einer Prüfung über 1,40 Meter den dritten Platz.

Obwohl Emma als Mitglied der norwegischen Königsfamilie von Geburt an im öffentlichen Interesse steht, scheint sie bislang vor allem durch ihre sportlichen Ambitionen bekannt werden zu wollen.

Drei unterschiedliche Wege – und ein gemeinsamer Schicksalsschlag

So unterschiedlich Maud Angelica, Leah Isadora und Emma Tallulah Behn auch sind, ihre Familiengeschichte verbindet die drei Schwestern. Besonders der Tod ihres Vaters Ari Behn im Dezember 2019 hat ihr Leben geprägt.

Dabei gehen sie mit ihrem Verlust auf unterschiedliche Weise um. Während Maud ihre Erfahrungen in Büchern, Kunstwerken und öffentlichen Reden verarbeitet, spricht Leah vor allem über ihre Social-Media-Kanäle darüber. Emma hingegen hält ihr Privatleben weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus.

Die drei Töchter von Prinzessin Märtha Louise zeigen damit, wie unterschiedlich junge Frauen mit royalen Wurzeln ihren eigenen Weg finden können. Die eine verwirklicht sich in der Kunst, die andere in der digitalen Welt, die jüngste im Leistungssport. Und obwohl ihre Interessen kaum unterschiedlicher sein könnten, haben alle drei längst begonnen, sich eine eigene Identität jenseits des norwegischen Königshauses aufzubauen.

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Erstellt:
6. November 2026, 11:10 Uhr

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