Nach Warnung Selenskyjs

Tote bei russischem Großangriff auf Kiew

Russische Raketen und Marschflugkörper treffen Kiew und andere ukrainische Städte. Es ist der 74. Geburtstag von Kremlchef Wladimir Putin, der den Krieg befohlen hat.

Ein Wachmann betrachtet einen Krater vor einem Novus-Logistikzentrum, das bei einem russischen Angriff auf Kiew beschädigt wurde (Archivbild).

© Evgeniy Maloletka/AP/dpa

Ein Wachmann betrachtet einen Krater vor einem Novus-Logistikzentrum, das bei einem russischen Angriff auf Kiew beschädigt wurde (Archivbild).

Bei einem russischen Großangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew sind nach Behördenangaben Menschen getötet und schwere Schäden angerichtet worden. Bürgermeister Vitali Klitschko berichtete morgens von mindestens zwei Toten. Sie seien in den Trümmern von Garagen im östlichen Stadtteil Darnyzja gefunden worden. Zwei weitere Menschen seien dort lebend geborgen worden.

Die russischen Streitkräfte setzten nach Angaben ukrainischer Militärblogs bei dem Angriff eine Vielzahl von ballistischen Raketen, Marschflugkörpern und Drohnen ein. Auch die Industriestädte Dnipro und Krementschuk wurden demnach massiv beschossen. In der nordukrainischen Stadt Pryluki trafen Raketen einen mehrstöckigen Wohnblock. Es gebe Tote und Verletzte, berichtete die Polizei des Gebiets Tschernihiw. Eine Zahl wurde nicht genannt.

Der Angriff fiel zusammen mit dem 74. Geburtstag des russischen Staatschefs Wladimir Putin, der den Angriffskrieg gegen die Ukraine führt. Allerdings waren die Ukrainer auf die Attacke eingestellt. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte am Vorabend eindringlich davor gewarnt.

Viele Explosionen in Kiew

In Kiew waren in den frühen Morgenstunden zahlreiche Explosionen zu hören, berichteten Reporter des Portals „Kyiv Independent“. „Die Raketen schlagen eine nach der anderen ein. Soweit ich zählen kann, sind es mindestens zehn bis zwölf Explosionen. In der Innenstadt ist es ziemlich laut“, wurde ein Reporter zitiert.

Klitschko berichtete von einem Angriff auf Gebäude im Bezirk Obolon, die nicht zu Wohnzwecken genutzt werden. Im Bezirk Podil seien Lagerhallen getroffen wurden. Solche Angaben werden immer bewusst vage gehalten. Das russische Militär berichtete in Moskau von gezielten Angriffen auf Produktionsstätten des Raketen- und Drohnenproduzenten Fire Point in Kiew und anderen Städten. 

Am Abend zuvor war es bereits zu einem Drohnenangriff in der nordostukrainischen Großstadt Sumy gekommen. Die Nachrichtenagentur RBK Ukraine berichtete unter Berufung auf den Bürgermeister von einem Toten und mehreren Verletzten. Die Ukraine wehrt sich seit über viereinhalb Jahren gegen eine Invasion der russischen Streitkräfte.

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Erstellt:
7. Oktober 2026, 08:22 Uhr

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