Nach nur einer Woche

Trumps Pressesprecherin Zacharia muss gehen

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Pressesprecherin des Weißen Hauses Zacharia soll ihren Posten schon wieder aufgeben.

© Alex Brandon/AP/dpa

Pressesprecherin des Weißen Hauses Zacharia soll ihren Posten schon wieder aufgeben.

PR-Debakel für US-Präsident Donald Trump kurz vor den Kongresswahlen: Seine neue Pressesprecherin Katie Zacharia muss nach weniger als einer Woche gehen. Trump sagte am Freitag in Washington, er habe Zacharia geraten, ihren Verbleib auf dem Posten zu „überdenken“. Ein Mitarbeiter des Weißen Haus bestätigte danach auf AFP-Anfrage ihr Ausscheiden. Die studierte Juristin war wegen Lügen über ihren Lebenslauf unter Druck geraten.

Den Ausschlag gab wohl ein Interview Zacharias mit Trumps Lieblingssender Fox News: Sie räumte darin ein, dass sie nach ihrem Jurastudium in Kalifornien durch die Anwaltsprüfung gefallen war. Dennoch bezeichnete sich die studierte Juristin jahrelang als Rechtsanwältin. Der Auftritt war umso peinlicher, weil sie in der Vergangenheit selbst bei Fox News als rechtsgerichtete Kommentatorin aufgetreten war.

Trump gibt den Medien Schuld an dem Debakel

Zacharia scheidet nach nur fünf Tagen als Trump-Sprecherin aus. Damit bricht sie den Rekord, den der frühere Kommunikationsdirektor Anthony Scaramucci in Trumps erster Amtszeit aufgestellt hatte: Er musste 2017 nach noch nicht einmal elf Tagen gehen. „Rekorde sind da, um gebrochen zu werden“, kommentierte Scaramucci die Entlassung der Sprecherin süffisant im Onlinedienst X.

Trump gab derweil den Medien die Schuld an dem Debakel: Sie seien „sehr schlecht“ mit seiner neuen Sprecherin umgegangen, sagte er. Dabei sei die 41-Jährige ein „sehr netter Mensch“.

Trump hatte Zacharia erst vergangene Woche Freitag zur Nachfolgerin von Karoline Leavitt ernannt, die Mitte August aus familiären Gründen ihren Rücktritt angekündigt hatte. Offiziell trat die neue Sprecherin den Posten am Montag an.

Schon Zacharias erster Auftritt von Journalisten war unglücklich

Zacharia fiel dann aber gleich am Dienstag bei ihrem ersten Auftritt vor Journalisten im Weißen Haus negativ auf. Sie verlas auffallend langsam eine lange Liste der Errungenschaften Trumps. Lacher erntete die vierfache Mutter, als sie ihren Ehemann den „Präsidenten“ nannte. Zudem wirkte sie schlecht vorbereitet. Das Pressebriefing dauerte lediglich 14 Minuten.

Internet-Nutzer verbreiteten daraufhin zahlreiche Video-Parodien von Zacharia. Auch der Late-Night-Moderator Jimmy Kimmel überzog sie mit beißendem Spott und sagte, sie habe wie ein überfordertes Kind am ersten Tag im Kindergarten gewirkt.

Trump hatte Zacharia bei ihrer Ernennung vor einer Woche noch als „loyale und brillante Unterstützerin“ gepriesen. Bevor sie Sprecherin des Weißen Hauses wurde, arbeitete Zacharia als Kommunikationsberaterin bei Trumps Medienunternehmen, das die Präsidenten-Plattform Truth Social betreibt.

Bei den Kongresswahlen droht den Republikanern eine Niederlage

Der Präsident ließ Fox News wissen, er sei nicht in Eile, eine neue Sprecherin zu ernennen. Weitere Kommunikationspannen kann sich der 80-Jährige nicht leisten: Zur Mitte seiner Amtszeit ist er mit abstürzenden Umfragewerten konfrontiert. Bei den Kongresswahlen am 3. November droht seinen Republikanern eine empfindliche Niederlage. Hauptgrund ist die Unzufriedenheit vieler Bürgerinnen und Bürger über deutlich gestiegene Treibstoff- und Lebensmittelpreise im Iran-Krieg.

„Komplett falsch“ nannte Trump indes einen Bericht von „Politico“, es gebe in seinem Umfeld auch Zweifel an seiner Stabschefin Susie Wiles. „Susie ist hier, und sie wird es noch eine lange Zeit bleiben“, sagte Trump.

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Erstellt:
17. Oktober 2026, 09:38 Uhr

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