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1:3 gegen Kaiserslautern: Großaspach geht zu Hause leer aus

Fußball-Drittligist steht nach zwei Partien ohne Punkte da

Der Fehlstart in die neue Drittliga-Saison ist perfekt: Nach dem 1:4 im Auftaktspiel beim MSV Duisburg kassierten die Fußballer der SG Sonnenhof Großaspach auch im ersten Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern eine Niederlage – 1:3. Dass die Truppe von Trainer Oliver Zapel erneut leer ausgehen könnte, hatte sich frühzeitig angedeutet. Der Anschlusstreffer und die anschließende Schlussoffensive kamen in Unterzahl zu spät, ein Konter der Gäste brachte die endgültige Entscheidung.

Erwies seinem Team mit der unnötigen Ampelkarte kurz vor der Pause einen Bärendienst: SG-Spieler Dominik Martinovic.Foto: A. Becher

© Alexander Becher

Erwies seinem Team mit der unnötigen Ampelkarte kurz vor der Pause einen Bärendienst: SG-Spieler Dominik Martinovic.Foto: A. Becher

Im Fautenhau waren gerade einmal fünf Minuten gespielt, als die Hausherren in Rückstand gerieten. Von Christian Kühlwetter mit einem starken Diagonalball bedient, zog der pfeilschnelle FCK-Spieler Florian Pick von der linken Seite in die Mitte und drang in den Strafraum ein, dabei leistete Jonas Behounek nur Begleitschutz. Picks Flachschuss sauste zum 1:0 für Kaiserslautern ins lange Eck. Damit nicht genug: Nur 180 Sekunden später klingelte es zum zweiten Mal in dem von Maximilian Reule gehüteten SG-Tor. Die Gäste überbrückten mit zwei schnellen Pässen das Mittelfeld und hebelten zugleich die schlecht gestaffelte Aspacher Viererkette aus. Dominik Schad bewahrte im Strafraum den Überblick und spielte die Kugel zu dem in der Mitte lauernden Timmy Thiele. Der Rest war Formsache, 2:0. „Die ersten zehn Minuten waren ein Totalausfall“, schimpfte SG-Trainer Zapel nach dem Spiel und versprach: „Eine solche Leistung darf und wird es nicht mehr geben.“

Das Problem: Mit diesem Zweitorerückstand waren die Hausherren bereits auf die Verliererstraße eingebogen, obwohl das Duell mit dem Traditionsverein vom Betzenberg vor 6 534 Zuschauern in der Mechatronik-Arena gerade erst begonnen hatte. Als sie sich dann langsam fingen und ab der 30. Minute weitgehend ebenbürtig waren, schwächten sie sich kurz vor dem Pausenpfiff selbst. Der bereits verwarnte Dominik Martinovic leistete sich in der gegnerischen Hälfte ein unnötiges Foul im Luftkampf und sah die Gelb-Rote-Karte. „Die hat er sich nur selbst zuzuschreiben“, urteilte Zapel, der mit dem Referee in einigen anderen Situationen aber überhaupt nicht einverstanden war. Das galt vor allem für das böse Foul von Kaiserslauterns Janik Bachmann an Eric Hottmann in der 59. Minute, das der schon 31 Mal im deutschen Oberhaus eingesetzte Benjamin Cortus lediglich mit einer Gelben und nicht mit der durchaus möglichen Roten Karte ahndete. Und auch für die Ampelkarte für Aspachs Abwehrspieler Kai Gehring in der 88. Minute, denn „ich habe mir die Szene jetzt dreimal angeschaut und habe dreimal nichts erkannt“. Trotzdem musste die SG die Partie zu neunt beenden und kassierte nach einem Konter das entscheidende 1:3, es war der zweite Treffer für FCK-Akteur Pick.

Immerhin noch mit zehn Mann hatten die Einheimischen in der 81. Minute noch einmal Hoffnung geschöpft, als Dimitry Imbongo einen weiten Einwurf von Julian Leist mit dem Kopf verlängerte und der kurz darauf vom Platz gestellte Gehring mit einem Volleyschuss auf 1:2 verkürzte. „Ein 2:2 wäre aufgrund unserer moralischen Leistung nicht unverdient gewesen“, befand Zapel, stattdessen endete die Begegnung mit der 1:3-Niederlage.

Zwei Spiele, null Punkte und 2:7 Tore – so sieht ein Fehlstart aus, keine Frage. Und nun geht es schon am Dienstag (19 Uhr) bei den Würzburger Kickers abermals um Punkte – auch das eine harte Nuss, denn der Rivale startete mit einem 3:1 gegen Bayern München II und zog heute in Unterhaching nur knapp mit 4:5 den Kürzeren. Zusätzlich erschwert wird die Aufgabe durch die Sperren von Martinovic und Gehring.

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Erstellt:
27. Juli 2019, 18:10 Uhr

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