VfB in der Champions League

Athen, Como, Stavanger – alle 36 Teams der Ligaphase

Es geht los: An diesem Donnerstag steigt die Auslosung der Königsklasse. Die wichtigsten Informationen zum Wettbewerb – und alle möglichen Gegner des VfB Stuttgart.

Sebastian Hoeneß und der VfB blicken gespannt nach Monaco.

© Pressefoto Baumann

Sebastian Hoeneß und der VfB blicken gespannt nach Monaco.

Von David Scheu

Der VfB Stuttgart ist zurück auf der größten europäischen Fußballbühne. Die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß geht zum zweiten Mal innerhalb von drei Jahren in der Champions League an den Start – und das mit viel Vorfreude und ohne Angst vor großen Namen. Die wichtigsten Informationen zum prestigeträchtigen Wettbewerb, in dem sich auch diese Saison wieder viel Geld verdienen lässt.

Der Modus 36 Mannschaften spielen in der Ligaphase ums Weiterkommen, wobei jedes Team acht Partien gegen acht unterschiedliche Gegner bestreitet – vier vor heimischem Publikum, vier auswärts. Am Ende entscheidet eine große Gesamttabelle über das Weiterkommen. Die Plätze eins bis acht bedeuten den direkten Einzug ins Achtelfinale, die Mannschaften auf den Rängen neun bis 24 spielen in Play-offs die weiteren Teilnehmer aus. Wer auf Platz 25 oder schlechter landet, scheidet aus – einen Wechsel in die Europa League gibt es nicht mehr.

Platz 24 ist also der entscheidende für das Weiterkommen in die K.o.-Phase. Wie viele Punkte hierfür nötig sind? Das schwankt in Abhängigkeit von den Ergebnissen der Konkurrenz. In der Saison 2025/26 reichten Benfica Lissabon neun Punkte und ein Torverhältnis von 10:12, in der Spielzeit 2024/25 waren dagegen elf Zähler nötig – zum Leidwesen der Stuttgarter, die damals mit zehn Punkten knapp ausschieden.

Die Auslosung An diesem Donnerstag erfährt der VfB seine Gegner, wenn in Monaco ab 18 Uhr die Auslosung der Ligaphase steigt. Kugeln wie früher werden dort nicht mehr gezogen, da im 2024 neu eingeführten Modus jede Mannschaft einen individuellen Spielplan erhält. Diesen ermittelt ein Computer, wobei einiges im Vorfeld feststeht: Mannschaften aus demselben Land können in der Ligaphase nicht aufeinandertreffen, zudem bekommt jedes Team zwei Gegner aus jedem Lostopf zugewiesen – auch aus dem eigenen. Dass der VfB auf Grundlage des Uefa-Koeffizienten im vierten und niedrigsten Topf eingruppiert ist, spielt daher keine große Rolle.

Bei der Frage nach dem Wunschgegner fiel zuletzt immer wieder ein Name. Der FC Barcelona würde für leuchtende Augen sorgen – bei Stürmer Deniz Undav, Linksverteidiger Maximilian Mittelstädt und auch dem Trainer. „Ich mache keinen Hehl daraus: Barcelona hört sich gut an“, sagte Sebastian Hoeneß bei der Saison-Eröffnung: „Natürlich möchte man gegen die Besten spielen. Wir sind in diesem Wettbewerb, um uns mit diesen Teams zu messen.“ Auch wenn es nicht der amtierende spanische Meister mit seinem deutschen Trainer Hansi Flick werden sollte, können sich die Stuttgarter auf Partien gegen absolute Schwergewichte einstellen.

  • Lostopf 1: FC Bayern, Real Madrid, Paris Saint-Germain, FC Liverpool, Inter Mailand, Manchester City, FC Arsenal, FC Barcelona, Atletico Madrid.
  • Lostopf 2 Borussia Dortmund, AS Rom, Sporting Lissabon, Aston Villa, FC Porto, Manchester United, Club Brügge, Betis Sevilla, PSV Eindhoven.
  • Lostopf 3 Feyenoord Rotterdam, OSC Lille, FK Bodo/Glimt, SSC Neapel, RB Leipzig, FC Villarreal, Fenerbahce Istanbul, Schachtar Donezk, Galatasaray Istanbul.
  • Lostopf 4 Slavia Prag, Slovan Bratislava, VfB Stuttgart, AEK Athen, Linzer ASK, Como 1907, RC Lens, Sabah FK, Viking Stavanger.

Die Termine Der Startschuss fällt bereits knapp zwei Wochen nach der Auslosung, wenn vom 8. September (Dienstag) bis zum 10. September (Donnerstag) der erste Spieltag über die Bühne geht. Die Spieltage zwei bis sieben finden dienstags und mittwochs statt – am 13. und 14. Oktober, am 20. und 21. Oktober, am 3. und 4. November, am 24. und 25. November, am 8. und 9. Dezember sowie am 19. und 20. Januar. Am achten und letzten Spieltag werden am 27. Januar zur Wahrung der Chancengleichheit alle 18 Spiele gleichzeitig angepfiffen.

Die genauen Ansetzungen legt der europäische Fußballverband Uefa nach der Auslosung fest, wobei als Anstoßzeiten 18.45 Uhr und 21 Uhr vorgesehen sind. Nach der Ligaphase schließen sich im Februar 2027 die Play-offs an, ehe es im März mit dem Achtelfinale weitergeht. Das Endspiel steigt am 5. Juni im Estadio Metropolitano, der Heimspielstätte von Atletico Madrid.

Die Einnahmen Noch hat die Uefa die Prämien für die kommende Saison nicht veröffentlicht – da sich die Summen aber in den vergangenen Jahren auf einem konstanten Niveau bewegten und teils sogar stiegen, bilden die Zahlen der Vorsaison eine realistische Grundlage. Sie zeigen: Die Königsklasse ist überaus lukrativ. Alleine für die Teilnahme an der Ligaphase gab es zuletzt 18,6 Millionen Euro, hinzu kamen erfolgsabhängige Prämien: 2,1 Millionen Euro für einen Sieg in der Ligaphase sowie 700.000 Euro für ein Unentschieden. Der Vergleich mit der Europa League macht die Dimensionen besonders deutlich. Hier gab es in puncto Startgeld (4,3 Millionen Euro) und Siegprämie (450.000 Euro) jeweils weniger als ein Viertel der Champions-League-Beträge.

Ebenfalls relevant sind in der Königsklasse die Zahlungen für die Abschlussplatzierung in der Ligaphase, wobei zuletzt in der Saison 2025/26 jeder einzelne Platz 275.000 Euro brachte. Das bedeutet: Der kasachische Club FK Almaty erhielt für Platz 36 eben diese Summe, der FC Villarreal schon 550.000 Euro für Platz 35 – und so weiter. Der FC Arsenal erspielte als Erster der Ligaphase eine Tabellen-Prämie von 9,9 Millionen Euro. Und: Sollte der VfB dieses Mal anders als vor zwei Jahren die K.o.-Runde erreichen, würde der Wettbewerb mit jeder Runde lukrativer werden. Alleine für den Einzug ins Achtelfinale schüttete die Uefa zuletzt elf Millionen Euro an jede Mannschaft aus.

Nicht zu vergessen neben all den Prämien sind die Einnahmen aus den Ticket-Verkäufen. Der VfB kann in seinen vier Heimspielen in der Ligaphase jeweils mit einem ausverkauften Stadion rechnen – und das bei Preisen oberhalb des Bundesliga-Niveaus. Wie bei den Champions-League-Partien 2024/25 kostet auch dieses Mal der günstigste reguläre Sitzplatz 55 Euro, der teuerste 125 Euro. Hinzu kommen die gut 4000 hochpreisigen VIP-Tickets, für die mehrere hundert Euro fällig sind. In Summe ergibt sich dadurch ein niedriger bis mittlerer einstelliger Millionenbetrag an Ticket-Einnahmen pro Heimspiel in der Königsklasse.

Achraf Hakimi (links) gegen Enzo Millot: In seinem bislang letzten Spiel in der Champions League unterlag der VfB im Januar 2025 Paris Saint-Germain mit 1:4.

© Pressefoto Baumann

Achraf Hakimi (links) gegen Enzo Millot: In seinem bislang letzten Spiel in der Champions League unterlag der VfB im Januar 2025 Paris Saint-Germain mit 1:4.

Auch Deniz Undav würde sich über ein Duell mit dem FC Barcelona freuen.

© Julia Rahn

Auch Deniz Undav würde sich über ein Duell mit dem FC Barcelona freuen.

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Erstellt:
27. August 2026, 06:02 Uhr

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