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Außenseiter Großaspach ist in Zugzwang

Drittliga-Kellerkind aus dem Fautenhau muss bei Preußen Münster ran – Personelle Situation hat sich weiter verschärft

Das fünftletzte Endspiel der Saison steht am Samstag für Großaspachs Drittliga-Fußballer auf dem Plan. Ab 14 Uhr muss die Elf aus dem Fautenhau beim Tabellensiebten Preußen Münster ran. „Für uns ist das eine ganz wichtige Partie“, weiß SG-Trainer Florian Schnorrenberg und hofft im Kampf um den Klassenverbleib auf die nächsten Punkte.

Zwar wieder im Training, aber noch nicht ganz fit: Großaspachs Sebastian Bösel. Er zog sich gegen 1860 München einen Muskelfaserriss zu, der ihm noch leichte Probleme bereitet. Deshalb steht hinter seinem Einsatz in Münster noch ein dickes Fragezeichen. Foto: A. Becher

© Alexander Becher

Zwar wieder im Training, aber noch nicht ganz fit: Großaspachs Sebastian Bösel. Er zog sich gegen 1860 München einen Muskelfaserriss zu, der ihm noch leichte Probleme bereitet. Deshalb steht hinter seinem Einsatz in Münster noch ein dickes Fragezeichen. Foto: A. Becher

Von Uwe Flegel

Die Big-Points in Braunschweig hat die SG nicht geholt. Ein Zähler ist es im Duell der Kellerkinder aber geworden. Entsprechend war der Gemütszustand der Aspacher Fußballer nach der Begegnung. „Die Enttäuschung war riesengroß, aufgrund des Zeitpunkts, zu dem wir das 1:1 kassiert haben“, beschreibt Schnorrenberg die erste Minute nach dem Spiel. Fakt ist aber auch, dass sich die Eintracht den Ausgleich in der Nachspielzeit irgendwie verdient hatte. „Der Druck auf uns wurde immer größer“, erinnert der SG-Coach an eine Endphase, in der die Gastgeber mächtig Gas gaben. Zuvor hatten die Schwaben verpasst, das 2:0 nachzulegen. Vor allem die Chance von Kai Brünker kurz vor dem 1:1 hätte das Spiel bereits entscheiden können.

So aber wurde der Befreiungsschlag zwar verpasst, ein Teilerfolg jedoch erkämpft. Zweiteres ist nun auch für Ostersamstag das Mindestziel. „Wir fahren da hin, um etwas mitzunehmen“, macht Schnorrenberg klar. Dabei weiß er, dass seine Elf in Westfalen nicht die Favoritenrolle einnimmt. Zumal Münster spielstark und mit robusten Spielern ausgestattet sei, wie Aspachs Trainer über den Kontrahenten urteilt, Schnorrenberg ist sich sicher: „Wir brauchen eine absolute Topleistung, um dort was zu holen.“

Vielleicht erfüllt die Mannschaft ja die Erwartungen des Coaches und macht ihm ein leicht verspätetes Geschenk zum 42. Geburtstag, den der Fußballlehrer am Dienstag feierte. Drei Punkte im fünftletzten Saisonspiele wären allerdings nicht nur eine nette Geste gegenüber Florian Schnorrenberg, sondern fürs Punktekonto noch viel wichtiger. Nur ein Punkt und das bessere Torverhältnis trennen die SG Sonnenhof vom viertletzten Fortuna Köln und damit von einem Rang, der den Abstieg bedeuten würde.

Personell sieht es bei der SG für den Vergleich mit dem Gründungsmitglied der Fußball-Bundesliga nicht gut aus. „Ich kann noch nicht sagen wie die Aufstellung aussieht“, erklärt Aspachs Trainer. Zwar stehen ihm die zuletzt gelbgesperrten Philipp Hercher und Patrick Choroba wieder zur Verfügung, doch dafür fällt Jamil Dem mit einer schweren Muskelverletzung für den Rest der Runde vollends aus. Hinzu kommt, dass sich der junge Lukas Meiser erneut am Knie verletzte und Zlatko Janjic nach seinem Muskelfaserriss, den er gegen die Münchner Löwen erlitt, noch nicht fit ist. Bei Sebastian Bösel (ebenfalls Muskelfaserriss) sieht es zwar ein wenig besser aus, aber sein Einsatz in der westfälischen Universitätsstadt ist alles andere als sicher. Zudem plagen sich Stürmer Kai Brünker sowie Mittelfeldspieler Jannes Hoffmann mit grippalen Infekten rum und Linksverteidiger Korbinian Burger kämpft mit Adduktorenproblemen. Fazit: Die vor Braunschweig schon schwierige personelle Situation der SG ist eher noch ein wenig schlimmer geworden.

Am Ziel ändert das jedoch nichts. Im Abstiegskampf müssen irgendwie Punkte her. Mut macht Aspachs Trainer, dass seine Mannschaft beim 1:1 in Braunschweig zwar nicht alles perfekt, „viele Dinge aber sehr gut gemacht hat.“ Das will die Elf aus dem Fautenhau beim Wiedersehen mit Tobias Rühle schaffen und dem Ex-Mitspieler möglichst seine Abschiedstour bei den Preußen vermiesen. Denn während die SG noch gegen den Abstieg kämpft, weiß der Torjäger des Aspacher Aufstiegsteams vom Sommer 2014 bereits, wo sein Zukunft liegt. Tobias Rühle bleibt in Liga drei, ist dort künftig aber für Uerdingen am Ball. Beim KFC hat er einen bis zum Sommer 2021 laufenden Vertrag unterschrieben.

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Erstellt:
18. April 2019, 06:00 Uhr

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