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Außenseiter hofft auf eine Überraschung

Drittliga-Kellerkind muss beim Tabellendritten ran – Fußballer aus dem Fautenhau wollen endlich mal in Unterhaching siegen

Unterhaching war bisher kein gutes Pflaster für Fußball-Drittligist SG Sonnenhof. Gerade mal einen Punkt ergatterte Großaspach in den drei Auftritten beim ehemaligen Erstligisten aus der Münchner Ecke. Heute ab 14 Uhr soll mindestens ein weiterer Zähler dazukommen. Einfach wird aber selbst das nicht, gastiert der Drittletzte doch beim Tabellendritten.

Dominik Martinovic (links) erzielte gegen Bayern II nach seiner Einwechslung einen Treffer selbst und bereitete das 2:2 vor. Eventuell gibt es heute dafür die Belohnung und er nimmt heute in der Aspacher Startformation den Platz des bisher gesetzten Dimitriy Imbongo (rechts) ein. Foto: A. Becher

© Sportfotografie Alexander Becher

Dominik Martinovic (links) erzielte gegen Bayern II nach seiner Einwechslung einen Treffer selbst und bereitete das 2:2 vor. Eventuell gibt es heute dafür die Belohnung und er nimmt heute in der Aspacher Startformation den Platz des bisher gesetzten Dimitriy Imbongo (rechts) ein. Foto: A. Becher

Von Uwe Flegel

Aspachs Trainer Oliver Zapel weiß, dass sein Team eine ganz harte Nuss knacken muss, wenn es im Stadion am Sportpark nicht erneut mit leeren Händen dastehen will: „Uns erwartet eine Mannschaft, die aktuell vor Selbstvertrauen nur so strotzt und in einer super Verfassung ist.“ Was Wunder. In den ersten acht Spielen hat die Spvgg Unterhaching nur eine Niederlage kassiert (0:3 gegen Halle), nimmt mit 17 Punkten Rang drei ein und hat den ohnehin schon guten Kader zuletzt noch mit Darmstadts früherem Zweitliga-Torjäger Dominik Stroh-Engel verstärkt. Die Bayern haben die Rückkehr in die Bundesliga in Angriff genommen.

Die SG Sonnenhof geht die schwierige Aufgabe dennoch nicht ohne Zuversicht an. Linksverteidiger Dan-Patrick Poggenberg erinnert daran, dass der Satz „in dieser Liga kann jeder jeden schlagen“ nicht einfach so dahergesagt ist. Sein Coach verströmt ebenfalls Optimismus: „„Wir haben viel aus dem Spiel gegen den FC Bayern II gelernt. Vor allem, dass wir auch gegen spielstarke Mannschaften unser Spiel durchdrücken und konditionell in der zweiten Halbzeit noch einmal eine Schippe drauflegen können.“ Wobei Oliver Zapel auch anmerkt, dass sein Team nicht immer erst in Rückstand geraten muss, um danach seine Qualität zu beweisen. Gegen die Reserve des deutschen Rekordmeisters lag die Elf aus dem Fautenhau bekanntlich zur Halbzeit mit 0:2 hinten, um am Ende noch ein verdientes 2:2 zu schaffen.

Hottmann, Martinovic und Ünlücifci sind Alternativen, Röttgers Einsatz ist dagegen noch fraglich

Deshalb deutet auch viel darauf hin, dass Großaspachs Startformation heute ein anderes Gesicht hat als im Heimspiel gegen Bayern München II. Vor allem Offensivmann Eric Hottmann darf sich gute Chancen ausrechnen, diesmal von Beginn an dabei zu sein. Das gilt allerdings auch für den zur Halbzeit eingewechselten Dominik Martinovic sowie für Onur Ünlücifci, der 21 Minuten vor Schluss sein Punktspieldebüt für die SG feierte und dabei überzeugte. Beide zeigten jedenfalls, dass sie ebenso eine Alternative sind wie Routinier Timo Röttger, bei dem jedoch noch nicht ganz klar ist, inwieweit er seine Wadenverletzung auskuriert hat. Hinter dem Einsatz des 34-jährigen Angreifers steht deshalb ein kleines Fragezeichen. Noch viel ungewisser ist, ob Stürmer Kai Brünker (Prellung am Spann) rechtzeitig fit wird. Mittelfeldmann Jamil Dem (Oberschenkelprobleme), Joel Gerezgiher (Aufbautraining), Jonas Meiser (Knieverletzung) sowie der Ex-Unterhachinger Michael Vitzthum (Hüftverletzung) sind gar kein Thema.

Außenseiter hofft auf eine Überraschung

Das ist für Aspachs Trainer Oliver Zapel allerdings ein Sieg des Drittletzten beim Tabellendritten. Denn damit die Elf aus dem Fautenhau möglichst rasch die Abstiegszone verlassen kann, „benötigen wir jeden Punkt“. Deshalb, so der 51-Jährige, „fahren wir auch nach Unterhaching, um dort zu gewinnen“. Ein Vorhaben, das umso leichter fällt, wenn Aspachs Fußballer ihrem Trainer einen Wunsch erfüllen und sich in Sachen Chancenverwertung deutlich steigern. Gelingt das nicht, dann dürfte das Risiko sehr hoch sein, dass Unterhaching für den schwäbischen Drittligisten auch weiterhin kein gutes Pflaster sein wird.

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Erstellt:
21. September 2019, 06:00 Uhr

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