Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Boysen: „Wir werden unsere Chancen bekommen“

SG-Trainer weiß, dass auf seine Drittliga-Fußballer in Braunschweig eine schwere Aufgabe zukommt, will aber trotzdem punkten.

Jonas Behounek (unten) hatte mit Aspach gegen Münster zwar fast ständig den Ball am Fuß, ohne dass es zum Sieg reichte. Nun will die SG für Braunschweig eine zu hohe Hürde darstellen. Foto: A. Becher

© Alexander Becher

Jonas Behounek (unten) hatte mit Aspach gegen Münster zwar fast ständig den Ball am Fuß, ohne dass es zum Sieg reichte. Nun will die SG für Braunschweig eine zu hohe Hürde darstellen. Foto: A. Becher

Von Uwe Flegel

Mit den Leistungen seiner Mannschaft seit dem Wiedereinstieg nach der Coronapause ist Großaspachs Trainer Hans-Jürgen Boysen zufrieden. Die Ergebnisse passten für die Drittliga-Fußballer in drei der vier Partien allerdings nicht. Nun hofft der 63-Jährige, dass heute ab 14 Uhr beim Tabellendritten Eintracht Braunschweig die Leistung und die Punktausbeute des Vorletzten stimmt.

Im Kampf um den Drittliga-Verbleib tritt die Fautenhau-Elf auf der Stelle. Auf einen Nichtabstiegsplatz fehlen zehn Zähler. Hinzu kommen das klar schlechtere Torverhältnis und der Fakt, dass für die SG diese Runde nur noch sieben Partien anstehen. Fakten, die Aspachs Coach kennt und wegen denen er wohl immer noch den möglichen Siegen in Ingolstadt und im Kellerduell daheim gegen den Drittletzten Münster hinterhertrauert. Bei beiden Teilerfolgen fühlten sich die Schwaben von den Schiedsrichtern krass benachteiligt. „Diese zwei Fehlentscheidungen haben uns innerhalb weniger Tage vier Punkte gekostet“, erklärt Boysen und ärgert sich vor allem auch deshalb, da die Chancen auf ein weiteres Drittliga-Jahr nun gegen null tendieren.

Dabei hat seine Mannschaft in Ingolstadt bewiesen, dass sie sogar mit den Topteams mithalten kann. Zu Hause gegen den zuletzt kräftig punktenden Drittletzten Preußen Münster waren die Schwaben über fast die gesamte Begegnung überlegen. Boysen zeigt sich dann auch mit der Leistung zufrieden: „Wir sind super gestanden, haben so gut wie nichts auf unser Tor kommen lassen. In der Endphase müssen wir den Sieg dann auch einfahren. Das Einzige, was wir uns deshalb auch vorwerfen müssen, ist, dass wir das Tor nicht gemacht haben.“

Boysen: „Wir werden unsere Chancen bekommen“

Worüber Boysen nicht spricht, dass ist die Tatsache, dass ein Kniff des erfahrenen Coaches in die Trainertrickkiste seinen Anteil an den guten Vorstellungen haben. Denn im Prinzip geht die SG die fünf englischen Wochen in Folge mit zwei Mannschaften an. Spiel für Spiel ändert Boysen seine Startelf auf zehn Positionen. Seine Begründung dafür ist, dass wenn schon dem Verband die Gesundheit der Fußballer egal sei, wenigstens der Trainer die Spieler vor Überbelastung schützen müsse. Angenehmer Nebeneffekt ist, dass Aspach in den vergangenen beiden Partien in der Endphase mehr als der jeweilige Gegner zuzulegen hatte.

Nun hofft der ehemalige Erstliga-Verteidiger, dass seine Mannschaft heute Nachmittag beim Tabellendritten erneut davon profitiert, dass der Coach die Rotationsmaschine wieder kräftig wirbeln wird. Wobei Boysen auch weiß, dass auf den Vorletzten eine richtig schwere Aufgabe zukommt: „Uns erwartet eine ähnlich starke Mannschaft wie zuletzt Ingolstadt.“ Für ihn ist klar, dass sich der deutsche Meister von 1967 nicht zufällig auf Rang drei vorgeschoben hat. „Die Eintracht hofft aufgrund ihrer starken individuellen Qualität zu Recht auf den Aufstieg“, beurteilt der Coach die Niedersachsen. Für den gebürtigen Mannheimer sind aber weder die gegnerische Stärke noch die missliche Tabellensituation Gründe, die Flinte vorzeitig ins Korn zu werfen: „Wir werden auch in Braunschweig zu unseren Chancen kommen und ich bin mir sicher, dass wir diese dann auch nutzen werden, wenn wir wie zuletzt von Beginn mit Leidenschaft und Kampf dagegenhalten.“

Im Vergleich zum Mittwoch gegen Münster muss die SG auf Sebastian Bösel, Panagiotis Vlachodimos und Matthias Morys verzichten, die gegen die Preußen alle die fünfte Gelbe Karte sahen und ein Spiel gesperrt sind. Wobei von diesem Trio ohnehin nur Sebastian Bösel vermutlich ein Kandidat für die Anfangsformation gewesen wäre, angesichts der permanenten Rotation Boysens. Fehlen werden zudem die verletzten Michael Vitzthum (Hüfte), Timo Röttger (Knöchel), Jamil Dem und Eric Hottmann (beide Reha). Zudem ist der Einsatz von Dan-Patrick Poggenberg wegen seiner Rippenverletzung weiterhin fraglich.

Vertrag für Nachwuchsstürmer

Die SG Sonnenhof Großaspach hat Nachwuchsstürmer Flavio Santoro mit einem Vertrag is zum 30. Juni 2022 ausgestattet. Der Kontrakt erhält eine Option für ein weiteres Jahr. Der 18-Jährige hat in der laufenden Verbandsstaffel-Saison insgesamt 17 Treffer in 15 Saisonspielen erzielt und wird auch in der neuen Saison für die U 19 in der Oberliga auflaufen. Darüber hinaus wird Santoro Bestandteil des Profikaders sein und soll dort, wie bereits zuletzt, so oft wie möglich mittrainieren. Der Angreifer zählte diese Saison bereits beim 1:1 in Ingolstadt zum Großaspacher Kader.

Damit die SG-Fans heute in Braunschweig stets aktuell am Ball sein können, gibt es unter www.bkz.de/sport/sg-sonnenhof ab 14 Uhr einen Internetliveticker von unserer Zeitung. Später kommt dort noch ein kommentiertes Video mit allen Toren, den besten Szenen und Stimmen zum Duell des Vorletzten mit dem Tabellendritten dazu.

Zum Artikel

Erstellt:
13. Juni 2020, 06:00 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Lesen Sie jetzt!

SG Sonnenhof

Die nächste Klatsche für die SG Sonnenhof Großaspach

Fußball-Regionalligist aus dem Fautenhau verliert gegen den neuen Spitzenreiter SC Freiburg II mit 0:5. Torhüter Oliver Schnitzler sieht bereits nach 14 Minuten nach einer Notbremse Rot. Schwaben werden von Südbadenern in der Schlussphase noch förmlich auseinandergenommen.

SG Sonnenhof

SG sucht nach dem Weg zum Erfolg

Nach der klaren Niederlage gegen den TSV Steinbach Haiger erwarten Aspachs bislang kaum überzeugende Regionalliga-Fußballer mit der Bundesliga-Reserve des SC Freiburg das nächste Topteam. Trainer Boysen fordert eine Steigerung und Wiedergutmachung.

SG Sonnenhof

SG Sonnenhof Großaspach träumt, Steinbach Haiger trifft

Fußball-Regionalligist aus dem Fautenhau verliert gegen den neuen Spitzenreiter aus Hessen klar mit 0:4. Schwaben verschlafen die Anfangsphase komplett und liegen schon nach vier Minuten mit 0:2 zurück.