Stuttgarter Kickers in Trier

Coach Bachthaler muss Abwehr umbauen – wer ersetzt Trslic?

Abwehrchef Luca Trslic fehlt Regionalligist Stuttgarter Kickers wegen seiner fünften Gelben Karte im Spiel bei Eintracht Trier. Wer rückt für den 25-Jährigen ins Team?

Das Kopfballspiel gehört zu den großen Stärken von Kickers-Abwehrspieler Vincent Schwab – sehr gut möglich, dass er in Trier zum Einsatz kommt.

© IMAGO/Eibner

Das Kopfballspiel gehört zu den großen Stärken von Kickers-Abwehrspieler Vincent Schwab – sehr gut möglich, dass er in Trier zum Einsatz kommt.

Von Jürgen Frey

Luca Trslic und Elvir Zukaj  standen in allen bisherigen zwölf Regionalligaspielen  gemeinsam in der Startelf der Stuttgarter Kickers. Im Spiel bei Eintracht Trier (Samstag, 14 Uhr/Moselstadion) werden die beiden Abwehrstrategen erstmals in dieser Saison nicht das Herz der Hintermannschaft der Blauen bilden. Trslic fehlt wegen seiner fünften Gelben Karte. Immerhin sind nicht beide gleichzeitig gesperrt: Zukaj blieb beim 3:1 gegen Steinbach von einer Verwarnung verschont und steht weiterhin bei vier Gelben Karten.

Bleibt die Frage, wer Trslic ersetzt. Vor allem wenn Trainer Holger Bachthaler an der Dreierkette festhält, ist Vincent Schwab die wahrscheinlichste Option. Der zweikampf- und kopfballstarke Innenverteidiger bringt deutlich mehr Erfahrung als Maximilian Vogel oder Ardi Mulaj mit und kam in der vergangenen Saison auf 25 Einsätze, 17 Mal davon in der Startelf. In dieser Runde war der 22-Jährige jedoch bisher nur in einem Punktspiel von Beginn an am Ball: Beim 2:1 gegen Fulda, als der Coach nach dem 1:2 in Walldorf Nico Fundel aus dem Team genommen hatte und Schwab zwischen Trslic und Zukaj im Abwehrzentrum aufstellte. Mit einer Gelben Karte belastet, nahm ihn Bachthaler in der 57. Minute runter. Seitdem kam Schwab nur noch zwölf Minuten in der Partie beim FSV Frankfurt zum Einsatz.

„Wir müssen schauen, welche Grundordnung wir wählen, wir haben einen Kader, der uns  Flexibilität ermöglicht“, lässt sich Bachthaler nicht in die Karten blicken. Was er unabhängig von der Aufstellung sicher weiß: „Es gibt keinen Grund, dass wir nicht mit Selbstvertrauen in das Spiel in Trier gehen.“ Beim Gegner wird nach der Trennung von Thomas Klasen Interimscoach Daniel Wilde auch gegen die Blauen das Sagen haben. Danach wird entschieden, ob der gebürtige Kaiserslauterer möglicherweise zur Dauerlösung wird. „Trier geht mit neuem Schwung, anderer Emotionalität und Dynamik zur Sache“, schätzt Bachthaler nach dem jüngsten Auftritt der Eintracht. Da drehte der aktuelle Tabellenachte gegen den FSV Frankfurt einen 0:2-Rückstand und gewann mit 3:2.

„Für uns ist das aber alles nicht entscheidend. Wir müssen nach uns schauen und wieder an unsere Leistungsgrenze kommen, sonst wird jedes Spiel schwer“, meint der Kickers-Coach, der mit seinem Team bereits am Freitag die Reise an die Mosel antritt.

Das nächste Heimspiel am 31. Oktober um 14 Uhr gegen den derzeitigen Tabellenzweiten VfR Aalen (am Samstag beim SV Sandhausen zu Gast) interessiert ihn noch überhaupt nicht. Was nichts daran ändert, dass sein Team mit dem vierten Auswärtssieg kräftig Werbung für das ohnehin brisante württembergische Derby machen könnte.

Nichts Neues gibt es im Fall von Trainingsgast Mario Suver. Zu gegebener Zeit werde man eine Entscheidung treffen, so der Coach.

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Erstellt:
22. Oktober 2026, 10:00 Uhr

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