VfB Stuttgart beim SC Paderborn

Die lang ersehnte Chance für Dennis Seimen im VfB-Tor

Sebastian Hoeneß legt sich fest: Der Trainer vertraut dem 20-jährigen Schlussmann. Dabei gibt es aber gleich eine Reihe von Besonderheiten.

Der junge Torhüter Dennis Seimen soll erstmals in der Bundesliga die Abwehr des VfB Stuttgart dirigieren.

© Baumann/Alexander Keppler

Der junge Torhüter Dennis Seimen soll erstmals in der Bundesliga die Abwehr des VfB Stuttgart dirigieren.

Von Carlos Ubina

Dennis Seimen steht vor seinem ersten Einsatz in der Fußball-Bundesliga. Nach Jahren der Ausbildung beim VfB Stuttgart und nach einer längeren Verletzungspause zuletzt. Doch nun soll es für den Torhüter so weit sein. Er steht im Profiteam der Weiß-Roten zwischen den Pfosten. Darauf hat sich der Cheftrainer Sebastian Hoeneß vor dem Spiel beim SC Paderborn am Samstag (15.30 Uhr) festgelegt. Für das Eigengewächs ist dieses Vertrauen dann in doppelter Hinsicht etwas Spezielles, da es nicht nur sein Erstligadebüt wäre, sondern es zusätzlich gegen den Club geht, mit dem er als Leihspieler in die Bundesliga aufgestiegen ist.

„Dennis Seimen ist unsere Nummer eins. Daran hat sich nichts geändert“, sagt Hoeneß, der dem 20-Jährigen vor dem Saisonstart diesen Status zuerkannt hatte. Ein Sehnenriss im Oberschenkel stoppte den Schlussmann jedoch schon früh in der Vorbereitungsphase. Seither wurde er von Fabian Bredlow vertreten – so stark, dass sich in der Öffentlichkeit teilweise die Frage nach einem neu entfachten Konkurrenzkampf stellte. Jedoch nicht für den Trainer.

„Fabian Bredlow hat einen großartigen Job gemacht und um ehrlich zu sein, haben mir seine guten Leistungen die Entscheidung extrem erleichtert“, sagt Hoeneß. Denn die Stuttgarter gerieten auf dem Posten zwischen den Pfosten nicht unter Druck, weder sportlich noch zeitlich. Jetzt hat Seimen gut trainiert und alle Tests bestanden, so dass die Ampel für einen Einsatz auf grün steht. Dennoch ist Bredlow nicht außen vor. „Er wird Spiele bekommen“, sagt Hoeneß, da bei Seimen die Belastung aufgrund der drei Wettbewerbe mit Bundesliga, Champions League und DFB-Pokal gesteuert werden soll. „Von Jobsharing will ich aber nicht sprechen“, sagt der Trainer.

Ansonsten ist der ebenfalls lange verletzte Abwehrspieler Luca Jaquez wieder ein Mann für den Spieltagskader in Paderborn, wo der VfB in die Erfolgsspur zurückfinden will. „Wir hatten ein knackiges Auftaktprogramm, trotzdem hätten wir uns gewünscht, mit mehr Punkten herauszukommen“, sagt Hoeneß. Nur drei Zähler aus vier Partien sind es bisher. Gegen den FC Bayern München, die TSG Hoffenheim und Borussia Dortmund setzte es Niederlagen. Nur gegen den 1. FC Köln wurde gewonnen. „Klar ist, dass wir jetzt loslegen und Gas geben wollen, um mit Schwung in die nächsten Wochen zu gehen“, betont der Chefcoach.

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Erstellt:
8. Oktober 2026, 14:06 Uhr

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