Eine gute Generalprobe und zwei Neue

Fußball-Drittligist Aspach gewinnt Test gegen Regionalligist Aalen 4:0 – Marin Sverko und Kamer Krasniqi als Zugänge präsentiert

Aspachs Fußball-Drittligist war gestern in Fahrt. Auf dem Platz im Fautenhau, wo die SG mit dem 4:0 im Test gegen den Regionalligisten VfR Aalen eine gelungene Generalprobe für den Wiederbeginn nach der Winterpause feierte. Neben dem Feld, wo mit Verteidiger Marin Sverko und Mittelfeldmann Kamer Krasniqi die Winterzugänge zwei und drei präsentiert wurden.

Zufrieden mit der Aspacher Leistung beim 4:0 in der Generalprobe für den Wiederbeginn nach der Winterpause: Das neue SG-Trainerduo Heiner Backhaus (links) und Mike Sadlo sowie Routinier Timo Röttger, der gegen Aalen zwei der vier Tore vorbereitete. Foto: A. Becher

© Alexander Becher

Zufrieden mit der Aspacher Leistung beim 4:0 in der Generalprobe für den Wiederbeginn nach der Winterpause: Das neue SG-Trainerduo Heiner Backhaus (links) und Mike Sadlo sowie Routinier Timo Röttger, der gegen Aalen zwei der vier Tore vorbereitete. Foto: A. Becher

Von Uwe Flegel

Mike Sadlo hatte es nach dem Duell gegen Aalen eilig. Mit Heiner Backhaus fuhr er nach Kaiserslautern. Dort testete Aspachs erster Punktspielgegner im neuen Jahr gegen den Regionalligisten FK Pirmasens. Fürs SG-Trainerduo die Chance, das Team zu beobachten, bei dem die Elf aus dem Fautenhau am Montag (19 Uhr) in die zweite Saisonhälfte startet. 3:0 siegten die Pfälzer, für die der Ex-Aspacher Lucas Röser zweimal traf.

Die Schwaben selbst hatten zuvor gar 4:0 gewonnen. Sadlo lobte: „Wir haben ein gutes Spiel gemacht, haben das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten.“ Kritik gab es nur, weil „wir das eine oder andere Tor hätten mehr machen müssen“. Allerdings war die SG nicht mit voller Kapelle angetreten. So war Rückkehrer Matthias Morys leicht angeschlagen und wurde gegen seinen Ex-Verein vorsichtshalber geschont. Zudem fehlten Michael Vitzthum, Joel Gerezgiher, Jamil Dem, Jonas Meiser, Korbinian Burger, Orrin Mc Kinze Gaines, Sebastian Bösel, Eric Hottmann und Kai Brünker verletzt. Neben Morys sollen aber zumindest die drei Letztgenannten diese Woche ins Mannschaftstraining zurückkehren.

Von denen, die gegen den Regionalligisten spielten, meldeten einige Ansprüche an, in Kaiserslautern in der Startelf zu stehen. Dazu zählte neben dem zweifachen Torschützen Dominik Martinovic zum Beispiel Timo Röttger. Der Routinier bereitete die ersten beiden Tore vor und holte in der 13. Minute einen Elfmeter heraus, den Nico Jüllich aber vergab.

Treffsicherer erwies sich da einer, bei dem Aspachs Fans fragten: „Wer ist die Nummer 14?“ Erst recht, als der Mann aus dem zentralen Mittelfeld das 2:0 (22.) und das 3:0 (32.) erzielt hatte Die Auflösung gab es spätestens nach der Partie. Bei dem Doppeltorschützen handelte es sich um Kamer Krasniqi. Er war in den vergangenen sechs Monaten Stammkraft beim Nord-Regionalligisten BSV Rehden (21 Spiele, 5 Tore). Zuvor war er zehn Jahre beim VfL Osnabrück am Ball. Mit der Elf von der Bremer Brücke gelang dem 24-Jährigen im Sommer auch der Aufstieg in die Zweite Bundesliga, erhielt allerdings keinen neuen Vertrag. Nach 30 Drittligaspielen für Osnabrück ging’s zuerst nach Rehden und nun nach Aspach. Dort trifft der 1,85 Meter große Mittelfeldmann mit Heiner Backhaus den Coach wieder, den er zuvor schon in Rehden hatte. Denn nach der guten Leistung und den zwei Toren wurde aus dem Gastspieler Krasniqi prompt Aspachs dritter Winterzugang. Der Ex--U-21-Nationalspieler des Kosova erhielt einen Vertrag, der bis Saisonende läuft.

Der gebürtige Osnabrücker war gestern aber nicht der einzige Neue bei der SG. Bereits am Morgen war mit dem FSV Mainz 05 das Ausleihgeschäft für Marin Sverko klar gemacht worden. Der kroatische Junioren-Nationalspieler soll hinten links die Alternative zu Dan-Patrick Poggenberg sein, ist der derzeit doch der einzig nicht verletzte Linksfuß. Eine arg dünne Decke für einen Verein, der als Drittletzter in den restlichen 18 Spielen alles tun will, um den Abstieg noch zu verhindern. Mit dem 21-jährigen Sverko soll nun ein Verteidiger mithelfen, der in Pforzheim geboren, in der KSC-Jugend ausgebildet und dort bereits als 18-Jähriger zweimal in der Zweiten Bundesliga eingesetzt wurde. Danach folgte der Wechsel nach Mainz. Dort zählte Sverko teilweise zum Bundesligakader, spielte aber in der U 23. Unterbrochen wurde das Engagement vergangene Saison von einer einjährigen Ausleihe an den KSC, mit dem Sverko zwar den Aufstieg in die zweite Liga schaffte, an Stammverteidiger Damian Roßbach aber nicht vorbei kam. Deshalb kehrte er im Sommer nach Mainz und in die Regionalliga zurück, um nun in Aspach wieder eine Klasse höher den Versuch zu wagen.

SG Sonnenhof Großaspach: Reule (46. Frommann) – Sommer (60. Gipson), Leist (46. Gehring), Slamar (60. Behounek), Poggenberg (46. Sverko) – Ünlücifci, Krasniqi, Jüllich (46. Hingerl), Vlachodimos – Martinovic, Röttger (60. Häusl).

Tore: 1:0 (2.) Martinovic, 2:0 (22.), 3:0 (32.) Krasniqi, 4:0 (68.) Martinovic. – Schiedsrichter: Petersen (Stuttgart).

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Erstellt:
22. Januar 2020, 06:00 Uhr

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