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Erneut runderneuert zur neuerlichen Überraschung

Fußball-Drittligist Aspach will nach dem Auswärtssieg in Chemnitz nun auch beim Aufstiegsaspiranten Ingolstadt dreifach punkten.

Erneut runderneuert zur neuerlichen Überraschung

Von Uwe Flegel

Was sich bewährt hat, sollte man nicht ändern. Im Fall der SG Sonnenhof heißt das, dass Großaspachs Fußballer am Sonntag zum Auswärtsduell nach Ingolstadt erst am Spieltag fahren – so wie schon am Mittwoch nach Chemnitz. Eine in der Dritten Liga eher ungewöhnliche Maßnahme. Bei den Sechsen präsentierte sich die Elf aus dem Fautenhau dennoch ausgeruht und hellwach. Wiederholung morgen ab 17 Uhr erhofft.

Fünf Stunden dauerte die Fahrt von Aspach nach Chemnitz. Vom Fautenhau in den Ingolstadter Audi-Sportpark braucht das Kellerkind gerade mal die Hälfte der Zeit. Geht es um das Ergebnis, wäre es dem Vorletzten aber recht, wenn es beim Siebten zum zweiten Auswärtssieg in Folge reicht. Auch weil sich die Heimfahrt – egal ob nun fünf oder zweieinhalb Stunden – viel leichter ertragen lässt. Vor allem aber, da die SG mit einem erneuten Erfolg die Minimalchance im Abstiegskampf am Leben erhält.

Wobei sich sowohl Trainer Hans-Jürgen Boysen wie auch Kapitän Julian Leist nicht mit Rechenspielchen beschäftigen wollen. „Für uns war wichtig, dass wir uns mal wieder belohnen“, freute sich der Coach nach dem Sieg in Chemnitz mit und für seine Mannschaft, um dann nach vorne blickend zu urteilen: „Die Spieler brauchen für die restlichen Partien noch ein Stück weit mehr Selbstvertrauen und das haben sie sich mit dem 1:0 verdient.“ Abwehrchef Leist urteilte: „Diese Leistung müssen wir einfach weiter auf den Platz bringen, dann schauen wir mal, was dabei rauskommt.“

Klar ist, dass es angesichts der weiterhin überaus misslichen Lage auch in Ingolstadt einen Erfolg geben sollte. Einfach wird die Aufgabe angesichts der großen individuellen Klasse des Ex-Zweitligisten allerdings nicht. Hans-Jürgen Boysen weiß das: „Ingolstadt gehört zu Recht zu den Aufstiegsanwärtern. Es wird noch schwieriger als in Chemnitz.“ Wie hart die Nuss ist, das zeigte sich schon in der Vorrunde, als die SG trotz 1:0-Führung am Ende mit 1:5 unterging. Um von der damaligen Pleite dennoch unbelastet ins morgige Duell zu gehen, könnte der Aspacher Elf eventuell helfen, wenn sie erneut die Vorgabe befolgt, die der SG-Trainer ihr am Mittwochabend in Sachsen auf den Weg mitgegeben hat. Julian Leist erzählt: „Der Trainer hat gefordert, dass wir nach dem Spiel in den Spiegel gucken und uns sagen können, dass wir alles gegeben haben.“

Das alleine war aber nicht der Grund für den Sieg, der gleichzeitig die erste Chemnitzer Heimniederlage seit neun Monaten war. Boysen lobt seine Mannschaft: „Die Jungs haben das hervorragend gemacht.“ Dabei spricht der erfahrene Trainer aber nicht nur vom Ergebnis, sondern auch von „der Art und Weise, wie es zustande kam“. Sein Team sei taktisch gut gewesen, habe eine gute Spieleröffnung und die nötige Ruhe am Ball gehabt, urteilt der 63-Jährige. Hinzu kommt, dass sich seine Mannschaft gegen den bei Standardsituationen besonders starken CFC auch im Luftkampf super geschlagen und bis zur letzten Sekunde sehr diszipliniert verteidigt hat.

Das alles sind genug Gründe, um auf dieselbe Anfangsformation wie in Chemnitz zu bauen. Einerseits. Andererseits hat Boysen vor dem Wiedereinstieg nach der Coronapause angekündigt, dass er dem Stress mit elf Partien in fünf Wochen mit permanenten Änderungen in der Startelf begegnen will. Vor Chemnitz warf er deshalb die große Rotationsmaschine an und veränderte sein Team gegenüber dem Heimspiel gegen Unterhaching auf zehn von elf Positionen. In Ingolstadt dürfte es nun wohl nicht ganz so viele Neue geben. Wobei zumindest Dennis Slamar aufgrund seiner fünften Gelben Karte gesperrt ist. Zudem fehlen noch Timo Röttger (Knöchelverletzung), Michael Vitzthum (Hüftverletzung), Jamil Dem und Eric Hottmann (beide Reha). Der Rest des Kaders steht für die zweite Überraschung in Serie bereit.

SG auf www.bkz.de

Damit die SG-Fans morgen in Ingolstadt aktuell am Ball sein können, gibt es ab 17 Uhr unter www.bkz.de/sport/sg-sonnenhof im Internet einen Liveticker von unserer Zeitung. Später kommt dort auch noch ein kommentiertes Video mit allen Toren, den besten Szenen und Stimmen zum Vergleich des schwäbischen Vorletzten mit dem Tabellensiebten aus Bayern dazu.

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Erstellt:
6. Juni 2020, 11:30 Uhr

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