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Großaspach verpflichtet Marin Sverko und Kamer Krasniqi

Fußball-Drittligist aus dem Fautenhau leiht Linksverteidiger vom FSV Mainz 05 II aus und holt den zentralen Mittelfeldspieler vom Nord-Regionalligisten BSV Rehden - 4:0-Erfolg im Testspiel gegen den Regionalligisten VfR Aalen

Wenige Stunden vor dem 4:0 heute in der Generalprobe gegen den Regionalligisten VfR Aalen sowie direkt nach dem Erfolg hat Fußball-Drittligist SG Sonnenhof Großaspach den zweiten und den dritten Winterzugang nach Matthias Morys perfekt gemacht. Vom FSV Mainz 05 II kommt der 21-jährige Linksverteidiger Marin Sverko und vom Nord-Regionalligisten BSV Rehden wechselt mit Kamer Krasniqi ein 24-jähriger Mittelfeldspieler in den Fautenhau.

Bejubelte erst beim 4:0 im Testspiel zwei eigene Treffer und unterschrieb dann einen Vertrag bis zum Saisonende: Kamer Krasniqi (Mitte). Nach dem am Morgen verpflichteten Marin Sverko sowie Angreifer Matthias Morys ist der 24-Jährige der dritte Winterzugang der SG. Foto: A. Becher

© Alexander Becher

Bejubelte erst beim 4:0 im Testspiel zwei eigene Treffer und unterschrieb dann einen Vertrag bis zum Saisonende: Kamer Krasniqi (Mitte). Nach dem am Morgen verpflichteten Marin Sverko sowie Angreifer Matthias Morys ist der 24-Jährige der dritte Winterzugang der SG. Foto: A. Becher

Von Uwe Flegel

Sechs Tage vor dem Start in die zweite Saisonhälfte war beim Drittletzten der Dritten Liga ordentlich Betrieb. Nicht nur, weil die Elf aus dem Fautenhau im heimischen Stadion die Generalprobe für den Vergleich gegen den ehemaligen Deutschen Meister 1. FC Kaiserslautern recht problemlos mit 4:0 gewann. Denn nachdem schon am Morgen mit Marin Sverko ein neuer Linksverteidiger präsentiert worden war, gab es kurz nach dem Abpfiff einen weiteren Zugang. Der heißt Kamer Krasniqi, ist 24 Jahre alt und zeigte gegen die schwachen Aalener 90 Minuten lang eine gute Vorstellung. Und das nicht nur weil er als zentraler Mittelfeldspieler wie auch Dominik Martinovic gleich zwei Treffer zum 4:0-Erfolg beisteuerte. „Man sieht’s, dass er weiß wie es geht“, kommentierte Coach Mike Sadlo direkt nach dem Abpfiff die Leistung des Deutsch-Kosovaren, der im den vergangenen sechs Monaten für den Nord-Regionalligisten BSV Rehden spielte und dort eine wichtige Stammkraft war. Dabei brachte er es in 21 Partien auf fünf Tore und zwei Vorlagen. Für einen zentralen Mittelfelfdmann keine schlechten Werte. Vor seinem Engagement in Rehden war Krasniqi zehn Jahre lang für den VfL Osnabrück aktiv, durchlief dort einige Jugendmannschaften, war dann zunächst in der zweiten Mannschaft und dann 40 Mal auch im Drittligateam im Einsatz. Nach dem Osnabrücker Aufstieg in die zweite Liga wurde sein Vertrag allerdings nicht verlängert. Er wechselte nach Rehden und nun nach Aspach. Damit folgt der 24-Jährige seinem Trainer Heiner Backhaus, der Anfang des Jahres von Rehden zur SG gekommen war und dort mit Mike Sadlo als Trainerduo die Nachfolge von Coach Oliver Zapel angetreten hatte. Den hatte der Verein aus dem Fautenhau bekanntlich kurz vor Weihnachten freigestellt. „Kamer ist ein sehr zweikampfstarker und technisch versierter Mittelfeldspieler, der darüber hinaus auch immer wieder für Torgefahr sorgt, was er gegen den VfR Aalen direkt unter Beweis gestellt hat. Er wird uns noch viel Freude bereiten“, gibt es von Aspachs Sportdirektor Joannis Koukoutrigas auf jeden Fall schon mal Vorschusslorbeeren.

Viel hält Koukoutrigas allerdings auch vom zweiten Neuen, denn die SG bereits heute Morgen präsentiert hatte. „Mit Marin Sverko bekommen wir einen top ausgebildeten Linksfuß dazu, der unserer Defensive noch mehr Stabilität verleihen wird.“ Mit der Verpflichtung des kroatischen Junioren-Nationalspielers hat die SG eine Lücke geschlossen. Denn nachdem Michael Vitzthum (Hüftprobleme) in dieser Saison wohl nicht mehr spielen wird und Korbinian Burger (Adduktorenprobleme) wohl frühestens Ende Februar wieder ins Geschehen eingreifen kann, steht dem Verein aus dem Fautenhau mit Dan-Patrick Poggenberg gerade mal ein Linksverteidiger zur Verfügung. Nun gibt es eine weitere Alternative, die gegen Aalen in der zweiten Halbzeit bereits am Ball war.

Der gebürtige Pforzheimer Sverko stammt ursprünglich vom FC Kieselbronn, wurde danach in der Jugend des KSC ausgebildet und wechselte dann zum FSV Mainz 05. Dort zählte er zwar zum Erstligakader, spielte aber vor allem für die zweite Mannschaft in der Dritten und nach dem Abstieg in der Regionalliga. Vergangene Saison zählte der Deutsch-Kroate als Leihspieler zum Karlsruher Aufgebot, als die Badener in die Zweite Bundesliga aufstiegen. Allerdings hatte er Verletzungspech und kam als Linksverteidiger nicht an Damian Roßbach vorbei. Nach dem Aufstieg des KSC, für den Sverko bereits als Jugendspieler zwei Partien in der zweiten Liga machte, ging es deshalb wieder zurück nach Mainz. Dort bestritt der Defensivspieler, der sowohl als Links- und Innenverteidiger sowie im linken Mittelfeld eingesetzt werden kann, in der Vorrunde insgesamt 15 Spiele fürs Regionalligateam. Nun freut er sich „auf die spannende Aufgabe bei der SG Sonnenhof Großaspach“. Sein Ziel dort: „Ich werde von Beginn an alles geben, damit wir den Klassenverbleib in dieser starken Liga packen.“

Ähnliches gibt Kamer Krasniqi von sich: „Ich kenne die SG bereits aus meiner langen Zeit beim VfL und weiß, dass hier seit Jahren eine tolle Arbeit geleistet wird. Jetzt gilt es, dass ich mich schnell ins Team einbringe und wir anfangen, Punkte für das Saisonziel Ligaverbleib zu sammeln.“

Gegen Aalen nicht zum Einsatz kam mit Matthias Morys übrigens der dritte Winterzugang. „Ich habe einen Schlag abbekommen und wir wollten kein Risiko eingehen“, erklärte der 32-jährige Angreifer, weshalb er das Duell mit seinem Ex-Verein nur von der Tribüne aus beobachtete. Allerdings war Morys nicht der einzige, der nicht dabei war. Denn mit Michael Vitzthum, Korbinian Burger, Orrin McKinze Gaines, Joel Gerezgiher, Sebastian Bösel, Jamil Dem, Jonas Meiser und Kai Brünker waren acht weitere Spieler angeschlagen oder verletzt.

SG Sonnenhof Großaspach: Reule (46. Frommann) - Sommer (46. Gipson), Leist (46. Gehring), Slamar (60. Behounek), Poggenberg (46. Sverko) - Ünlücifci, Krasniqi, Jüllich (46. Hingerl), Vlachodimos - Martinovic, Röttger (60. Häusl). - Tore: 1:0 (2.) Martinovic, 2:0 (22.), 3:0 (32.) Krasniqi, 4:0 (68.) Martinovic. - Besondere Vorkommnisse: Nico Jüllich scheitert mit einem Foulelfmeter an Daniel Bernhardt (13.). - Schiedsrichter: Petersen (Stuttgart).

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Erstellt:
21. Januar 2020, 10:28 Uhr
Aktualisiert:
21. Januar 2020, 17:45 Uhr

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