Harte Arbeit im sonnigen Andalusien

Beste Bedingungen für Großaspachs Drittliga-Fußballer im morgen zu Ende gehenden Trainingslager im Süden Spaniens

Starke Schneefälle und von Dauerregen begleitetes Tauwetter in der Heimat, strahlender Sonnenschein und frühlingshafte Temperaturen an Andalusiens Küste in der Nähe von Huelva. „Wir sind total glücklich, dass wir hier sind“, sagt Trainer Florian Schnorrenberg zum Trainingslager des Fußball-Drittligisten SG Sonnenhof Großaspach im Süden Spaniens. Einziger Wermutstropfen: Timo Röttger, Sebastian Bösel und Maximilian Reule können derzeit nur individuell trainieren.

Sonne und Palmen, aber von Urlaub keine Spur: Die SG-Fußballer um Zugang Kai Brünker schuften für den Abstiegskampf. Foto: M. Mummert

Sonne und Palmen, aber von Urlaub keine Spur: Die SG-Fußballer um Zugang Kai Brünker schuften für den Abstiegskampf. Foto: M. Mummert

Von Steffen Grün

Seit dem vergangenen und noch bis zum morgigen Dienstag ist das Hotel Islantilla etwa 50 Kilometer westlich von Huelva die vorübergehende Heimat der Abordnung aus dem Fautenhau. Eine hervorragende Wahl, betont Florian Schnorrenberg: Zum einen wegen der Ruhe in der Unterkunft, in der neben dem SG-Team derzeit vor allem Freunde des Golfsports logieren, zum anderen wegen den idealen Trainingsbedingungen. „Morgens ist es noch etwas frisch“, erzählt der Aspacher Trainer, meint damit aber immer noch etwa sechs, sieben Grad. Am Mittag klettert das Thermometer auf 15 Grad, viel bessere äußere Bedingungen sind kaum denkbar. „Wir haben einen sehr guten Rasenplatz und können unser Pensum fast wie geplant durchziehen“, so Schnorrenberg.

Das übliche Tagesprogramm sieht das Frühstück um 8 Uhr, das erste Training um 10 Uhr, die zweite Einheit um 16 Uhr und das Abendessen um 19 Uhr vor. Nur am Samstag stand lediglich ein Training auf dem Plan, stattdessen gab’s eine „Videoanalyse in drei Blöcken: Torhüter, Defensive, Offensive“. Der Coach stellt seinen Schützlingen ein gutes Zeugnis aus. „Alle ziehen hervorragend mit, die Stimmung ist gut.“ Der eine oder andere sei mittlerweile zwar etwas müde. „Aber das ist normal.“ Anders ausgedrückt: Es wäre komisch, wenn es nicht so wäre. In Andalusien soll der Grundstein gelegt werden, um im Abstiegskampf bestehen zu können und im Sommer eine sechste Drittliga-Saison in Angriff nehmen zu dürfen.

Drei Sorgenkinder gibt es im Aspacher Kader derzeit allerdings auch. Allen voran Timo Röttger: Den routinierten Stürmer, der bei seinen 16 Einsätzen in dieser Runde viermal getroffen hat, plagen wieder einmal muskuläre Probleme. Als Ursache wird inzwischen ein Beckenschiefstand vermutet, dies soll nun abgeklärt werden. Der 33-Jährige fliegt schon heute nach Dresden, um Termine beim Spezialisten wahrzunehmen. „Er ist sehr wichtig für uns“, sagt Schnorrenberg und hofft auf Röttgers rasche Rückkehr. Seit Freitag trainiert auch Mittelfeldspieler Sebastian Bösel individuell, da er Schmerzen in der Kniekehle hat. Ersatzkeeper Maximilian Reule zog sich bereits beim Lauftraining in der kurzen Weihnachtspause einen Bänderriss im Sprunggelenk zu, könnte jedoch möglicherweise bereits diese Woche ins Teamtraining einsteigen.

Der vom englischen Drittligisten Bradford geholte Kai Brünker bekam die eine oder andere kurze Auszeit verordnet, weil er auf der Insel keinerlei Pause hatte und mit den Kräften daher haushalten muss. Alleine auf ihm und Dominik Martinovic, dem zweiten neuen Stürmer im SG-Kader, ruhen die Hoffnungen auf ein Ende der bisherigen Torarmut allerdings nicht. „Wir wollen als Mannschaft insgesamt torgefährlicher werden“, kündigt Schnorrenberg an und denkt dabei auch an die Standards oder Schüsse aus zweiter Reihe. Die beiden neuen Angreifer sowie Rechtsverteidiger Niklas Sommer (VfB Stuttgart II) sind bereits gut integriert.

Morgen geht es zurück in die Heimat. Am Donnerstag gegen den Zweitligisten Regensburg und am kommenden Sonntag gegen den Regionalligisten Elversberg stehen noch zwei Testspiele an. Sie dienen vor allem dazu, die Startformation für das Punktspiel in Kaiserslautern am Samstag, 26. Januar, 14 Uhr zu finden.

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Erstellt:
14. Januar 2019, 06:00 Uhr

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