Herkulesaufgabe für das Kellerkind
Aspachs Fußball-Drittligist gastiert beim Tabellenzweiten KSC
Noch drei Spiele und damit noch drei Chancen für Aspachs Fußball-Drittligisten, Punkte für den Klassenverbleib zu sammeln. Morgen wartet auf die Elf aus dem Fautenhau dabei eine Herkulesaufgabe. Nicht unbedingt weil die Schwaben ab 14 Uhr in Baden gastieren, sondern vor allem weil der Viertletzte beim Tabellenzweiten Karlsruher SC antreten muss.
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Mit Aspach beim KSC gefordert: Kai Gehring (oben) und Julian Leist. Wobei die Schmerzen und Probleme bei Kapitän Leist so groß sind, dass noch unklar ist, ob er auch auflaufen kann. Foto: A. Becher
Von Uwe Flegel
Es ist bereits einige Wochen her, als SG-Trainer Florian Schnorrenberg zum Thema Abstiegskampf sagte: „Du musst die Nerven bewahren, denn der geht bis zum letzten Spiel.“ Der 42-Jährige bewies einen guten Riecher. Drei Spieltage vor Schluss steckt Aspach tief drin im Schlamassel. Dem Viertletzten (39 Zähler) fehlt derzeit ein Punkt auf Carl Zeiss Jena und damit auf den rettenden Rang 16. Dass die davor platzierten Teams aus Lotte (40) und Braunschweig (41) ebenfalls noch in Schlagdistanz liegen, vergrößert zwar die Großaspacher Chancen, noch einen Konkurrenten einzuholen, ändert aber nichts am derzeitigen Abstiegsrang 17. Erschwerend hinzu kommt, dass mit Cottbus und Fortuna Köln (beide 38) zwei Hintermänner der Großaspacher Elf ganz dicht im Genick sitzen.
Schnorrenberg weiß um die bedrohliche Situation: „In den nächsten zwei Wochen stehen unglaublich wichtige Spiele an und wir wollen genau da anknüpfen, wo wir gegen Halle aufgehört haben.“ Das heißt im Klartext, dass auf den Teilerfolg gegen den Tabellenvierten nun wenigstens ein Punkt beim Zweiten geholt werden soll. Kein leichtes Unterfangen. Auch weil der Ex-Bundesligist aus Baden gegen das Kellerkind aus Württemberg im heimischen Stadion seine Rückkehr in die Zweite Liga klarmachen will. Entsprechend motiviert und konzentriert wird der KSC die Partie angehen.
Aspachs Coach kennt diese Fakten nur zu gut. Und er weiß, dass „wir es mit einer sehr erfahrenen Mannschaft zu tun, bekommen“. Davon groß beeindrucken lassen will sich Schnorrenberg mit seiner Mannschaft nicht. Denn „in der Endphase der Liga geht es für alle Teams um jeden einzelnen Punkt.“ Klar ist allerdings, dass beim Team um Kapitän Julian Leist fast alles passen muss, wenn es nicht mit leeren Händen vom Gastspiel im Karlsruher Wildparkstadion zurückkehren möchte. Florian Schnorrenberg verspricht: „Wir werden alles geben, um eine Topleistung auf den Platz zu bringen und um am Ende für eine Überraschung zu sorgen.“ Der Trainer der SG Sonnenhof ist sich sicher, dass seine Mannschaft dazu in der Lage ist: „Wir haben gezeigt, dass wir es jedem Gegner in dieser Liga schwer machen können und wollen gegen den KSC punkten.“ Das auch, um die Ausgangsposition für die anschließende Heimpartie gegen den FSV Zwickau (Samstag, 11. Mai) sowie das letzte Saisonspiel bei Fortuna Köln (Samstag, 18. Mai) mindestens zu halten, am besten jedoch gar noch zu verbessern. Wobei es in Endspielen ohnehin eigentlich nur um eines geht: Siegen. Und dass Großaspach wie die Konkurrenz im Tabellenkeller nun drei solche Endspiele vor sich hat, steht völlig außer Zweifel.
Umso ärgerlicher für die SG Sonnenhof ist, dass sich die personelle Situation gegenüber der Halle-Partie kaum entspannt hat. Einzig Kapitän Julian Leist (Bänderanriss und Kapselverletzung im rechten Sprunggelenk) könnte eventuell zurückkehren. Sein Einsatz ist noch fraglich. Gleiches gilt im Fall von Kai Brünker (Probleme in der Kniekehle). Innenverteidiger Kai Gehring beißt trotz eines Außenbandrisses im Sprunggelenk auf die Zähne und ist mit an Bord.
