Fußball

Infantino strebt Wiederwahl als FIFA-Präsident an

Gianni Infantino will die FIFA weiter als Präsident anführen. Beim Kongress kündigt er seine erneute Kandidatur an.

Gianni Infantino kündigt seine erneute Kandidatur als FIFA-Präsident an.

© Darryl Dyck/The Canadian Press/AP/dpa

Gianni Infantino kündigt seine erneute Kandidatur als FIFA-Präsident an.

Von dpa

Vancouver - Gianni Infantino stellt sich im kommenden Jahr zum dritten Mal zur Wiederwahl als FIFA-Präsident. Der 56-Jährige kündigte seine Kandidatur für eine weitere Amtszeit beim Kongress des Weltverbands in Vancouver an. "Ich will bestätigen, dass ich im kommenden Jahr Kandidat für die Wahl des FIFA-Präsidenten sein werde", sagte Infantino an die Vertreter der Mitgliedsverbände gerichtet.

Infantino war 2016 auf Joseph Blatter gefolgt und zweimal jeweils ohne Gegenkandidaten im Amt bestätigt worden. Laut Statuten darf ein FIFA-Präsident maximal drei Amtszeiten absolvieren. Da Infantinos erste knapp dreieinhalb Jahre als FIFA-Präsident jedoch nicht angerechnet werden, kann er 2027 erneut für vier Jahre dann bis 2031 in eine letzte Amtszeit gewählt werden.

Unterstützung aus Südamerika, Afrika und Asien 

Ein Gegenkandidat hat sich noch nicht erklärt, eine Opposition zu Infantino ist in der Fußballwelt derzeit nicht in Sicht. Vor drei Wochen hatte sich das Council des südamerikanischen Kontinentalverbands Conmebol einstimmig für eine Wiederwahl Infantinos ausgesprochen. Die afrikanischen und asiatischen Verbände kündigten kurz vor dem Kongress ihre uneingeschränkte Unterstützung an. Damit hätte Infantino bereits jetzt die erforderliche Mehrheit für eine Wiederwahl. 

Aus dem europäischen Fußball hatte es in der Vergangenheit mehrfach Kritik an der Amtsführung des Schweizers gegeben. Der Deutsche Fußball-Bund hatte ihm bei der letzten Wiederwahl die direkte Unterstützung versagt. Mittlerweile ist das Verhältnis wieder normalisiert, wie der Verband und Infantino selbst versicherten.

Nur wenig kritische Stimmen

Wegen des Umgangs Infantinos mit Donald Trump und der Nähe zum US-Präsidenten gab es zuletzt es nur noch vereinzelte kritische Stimmen. Der FIFA-Chef hatte Trump im vergangenen Dezember bei der Auslosung der WM in den USA, Kanada und Mexiko einen neu geschaffenen Friedenspreis des Weltverbands verliehen.

Am Dienstag hatte das FIFA-Council den offiziellen Zeitplan für die nächste Präsidentenkür beschlossen. Die Wahlperiode beginnt heute, bis zum 18. November können Kandidaten von den FIFA-Mitgliedsverbänden vorgeschlagen werden. Die Wahl findet beim FIFA-Kongress am 18. März 2027 im marokkanischen Rabat statt.

FIFA-Präsident Gianni Infantino (r) präsentiert mit Vizepräsident Victor Montagliani (l) und Kanadas Fußballchef Peter Augruso ein kanadisches Nationaltrikot mit seinem Namen.

© Darryl Dyck/The Canadian Press/AP/dpa

FIFA-Präsident Gianni Infantino (r) präsentiert mit Vizepräsident Victor Montagliani (l) und Kanadas Fußballchef Peter Augruso ein kanadisches Nationaltrikot mit seinem Namen.

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Erstellt:
30. April 2026, 22:34 Uhr

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