Legendäres Derby zwischen VfB und KSC
Maik Franz über Mario Gomez: „Er war ein Weichei, ganz einfach ein Weichei“
Fast 20 Jahre ist es her, als Maik Franz Mario Gomez auf dem Platz so richtig bearbeitete und Gomez sich im Interview danach seinen Frust von der Seele redete. Nun hat sich Franz zu der damaligen Zeit geäußert.
© imago sportfotodienst
Ging nicht gerade zimperlich mit Mario Gomez um: KSC-Verteidiger Maik Franz.
Von Matthias Kapaun
Richtige VfB-Fans wissen: Im Südwesten gibt es nur ein wahres Derby, und zwar die Spiele gegen den Karlsruher Sportclub. Dass es bei diesen Derbys meist heiß hergeht, ist beileibe auch kein Geheimnis. Doch ein Duell sticht dabei immer noch hervor: die legendären Zweikämpfe zwischen dem damaligen VfB-„Torero“ Mario Gomez und dem beinharten KSC-Verteidiger Maik Franz, der nicht umsonst den Beinamen „Iron Maik“ trug.
Den Höhepunkt dieser Duelle markierte ein Interview des VfB-Stürmers, das er direkt nach dem 3:1-Sieg der Stuttgarter gegen den KSC im Februar 2008 gab, bei dem er zwar den zwischenzeitlichen Treffer zum 1:0 erzielte, aber auch während seiner knapp 80 Minuten auf dem Platz massiv vom Karlsruher Verteidiger in die Mangel genommen wurde – doch sehen Sie selbst:
Knapp 20 Jahre später hat sich nun Maik Franz im Podcast „Der Fußball, mein Leben und ich“ des Magazins 11Freunde zu eben jenen Duellen geäußert, und Mario Gomez kommt dabei – wie könnte man es auch anders erwarten – nicht gerade gut weg.
Maik Franz wurde zum „meistgehassten Spieler“ der Liga
Angesprochen auf besagtes Spiel und gefragt, ob Gomez anders gestrickt war, antwortet Franz kurz und knapp: „Er war ein Weichei, ganz einfach ein Weichei.“ Und dass der Stuttgarter Stürmer ihn als Arschloch bezeichnete, sei im Nachhinein eher positiv für ihn gewesen. So kam Franz danach bei einer Abstimmung der „Bild“ über den „meistgehassten Spieler der Bundesliga“ auf Platz 1. „Meistgehasster Spieler der Liga, was geht denn mehr? Den Ausschnitt hab ich noch zu Hause“, kommentiert der heute 45-Jährige – und stellt klar, wie er die Rolle des Verteidigers interpretiert: „Das Schlimmste, was die Gegner sagen können, ist ‚Oh, das ist ein netter Typ‘.“
Und bei weiteren Aufeinandertreffen der beiden (Gomez wechselte 2009 zum FC Bayern, Franz ebenfalls 2009 zur Eintracht und 2011 zur Hertha)? „Ja gut, der hat danach bei Bayern gespielt, da hat er sich anders gewehrt, die haben uns halt auseinandergeschraubt“, fügt Franz lachend hinzu.
