Meppen bestraft die SG-Fehler eiskalt

Nach der 1:2-Niederlage im Emsland bleiben die Großaspacher Drittliga-Fußballer auf einem Abstiegsrang stehen

Für die Fußballer der SG Sonnenhof Großaspach wird die Lage im Kampf um den Verbleib in der Dritten Liga nach der 1:2-Niederlage beim SV Meppen bedrohlicher. Starke 20 Minuten reichten den Emsländern, um nach Aspachs 1:0-Führung durch Makana Baku die Partie zu drehen. Dabei war Meppens Doppeltorschütze Nick Proschwitz nicht zu stoppen.

Großaspachs Dominik Pelivan (Mitte) und seine Kollegen konnten den zweifachen Torschützen Nick Proschwitz (links) kaum stoppen.Foto: Osnapix

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Großaspachs Dominik Pelivan (Mitte) und seine Kollegen konnten den zweifachen Torschützen Nick Proschwitz (links) kaum stoppen.Foto: Osnapix

Von Heiko Schmidt

„Ich bin maßlos enttäuscht. Wir haben viele Torchancen gehabt und brauchen uns nicht beschweren, dass wir ohne Punkte dastehen. Das ist brutal ärgerlich“, sagte Großaspachs Trainer Florian Schnorrenberg. In der Tat ließ seine Mannschaft leichtfertig die drei Punkte im Emsland. Auf der einen Seite machten die Schwaben eine recht gute Partie, auf der anderen Seite patzten sie. „Unsere individuellen Fehler wurden bitterböse bestraft“, machte Schnorrenberg klar. Zunächst leistete sich Jamil Dem im Mittelfeld einen Ballverlust, den Nick Proschwitz zum Ausgleichstreffer nutzte. Anschließend verlor Makana Baku den Ball und erneut war der 32-jährige Meppener Stürmer zur Stelle und erzielte das 2:1. Diese 20 Minuten nach dem Seitenwechsel machten den ansonsten guten Eindruck der Großaspacher kaputt.

Der Dorfklub war nämlich von Anfang an gut im Spiel vor den 7208 Zuschauern in der Hänsch-Arena. Dabei hatte Schnorrenberg eine Veränderung in der Startelf gegenüber dem 2:1-Heimsieg gegen Würzburg vorgenommen. Philipp Hercher nahm aufgrund einer Verhärtung im Oberschenkelbereich zunächst auf der Bank Platz. Dafür rückte Kai Brünker in die Anfangsformation, er war die Großaspacher Sturmspitze. Timo Röttger rutschte dafür in die offensive Dreierkette dahinter. Diese Umstellung wirkte sich positiv aus. Der Sonnenhof machte die Räume eng und erarbeitete sich einige gute Möglichkeiten. Eine davon nutzte Baku in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit zur 1:0-Führung.

Auch nach dem 1:2-Rückstand waren die Großaspacher die feldüberlegene Mannschaft und hätten auf jeden Fall den Ausgleichstreffer verdient gehabt. So standen die Gäste am Ende mit leeren Händen da. Dementsprechend groß war der Frust bei den Großaspachern. „Wir haben uns selbst geschlagen. Ich kann nichts Positives aus dem Spiel mitnehmen“, äußerte sich Zlatko Janjic. Auf der Gegenseite jubelten die Meppener über den knappen Heimsieg. „Der Dreier tut richtig gut, weil er hart erkämpft war“, sagte SVM-Trainer Christian Neidhart. Sein Team verschaffte sich mit dem Erfolg etwas Luft im Kampf um den Ligaverbleib und schob sich mit 42 Punkten auf Rang neun vor. Hingegen blieb Großaspach mit 34 Zählern auf dem 17. Rang stehen, der am Saisonende den Abstieg aus der Dritten Liga bedeuten würde. Der Abstand zu den davor stehenden Mannschaften von Fortuna Köln, Eintracht Braunschweig und Sportfreunde Lotte, die alle punktgleich sind, beträgt zwei Zähler. Deshalb ist auch klar, dass Schnorrenberg wiederholt betont: „Es zählen für uns die Ergebnisse.“ Bei sieben noch ausstehenden Begegnungen hat der Sonnenhof allerdings noch genügend Möglichkeiten, um das Ziel Klassenerhalt zu erreichen. Doch die kommende Aufgabe wird nicht leichter. Denn am Montag, 8. April, um 19 Uhr stellt sich mit dem TSV 1860 München der Tabellensechste in der Mechatronik-Arena vor.

Die personelle Lage wird zudem bei der SG nicht besser. Timo Röttger hat in Meppen seine fünfte Gelbe Karte gesehen und muss somit das nächste Match zuschauen. Jamil Dem wurde in der 67. Minute mit Beschwerden am Knöchel ausgewechselt. Ob er in einer Woche spielen kann, ist momentan noch ungewiss. Deshalb kommt das Testspiel, das eingeschoben wurde, zum guten Zeitpunkt. Bei der Partie am kommenden Mittwoch um 19 Uhr beim Bezirksligisten TSV Nellmersbach werden mit Sicherheit auch die Akteure eingesetzt, die zuletzt eher wenig Spielpraxis hatten.

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Erstellt:
1. April 2019, 06:00 Uhr

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