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Mit Glück, Reule und sehr viel Kampf

Fußball-Drittligist aus Großaspach trotzt dem 1. FC Kaiserslautern ein 0:0 ab – Coach Sadlo lobt Einsatzbereitschaft seiner Elf

„Das war ein 0:0 der besseren Art“, urteilte Aspachs Trainer Mike Sadlo und hatte damit Recht. Das Drittliga-Kellerkind aus dem Fautenhau präsentierte sich in der ersten Partie nach der Winterpause in guter Form. Der Teilerfolg beim 1. FC Kaiserslautern war deshalb auch nicht unverdient. Großen Anteil an dem Punktgewinn hatte Torhüter Maximilian Reule, der mehrfach glänzte.

Kämpften um jeden Ball und um jeden Zentimeter Boden: Aspachs Fußballer um Dan-Patrick Poggenberg (Nummer 30). Foto: F. Kleer

© Fabian Kleer

Kämpften um jeden Ball und um jeden Zentimeter Boden: Aspachs Fußballer um Dan-Patrick Poggenberg (Nummer 30). Foto: F. Kleer

Von Uwe Flegel

Von seinem Coach bekam der SG-Schlussmann dann auch prompt ein Sonderlob. „Wir hatten auch etwas Glück und Max Reule“, urteilte der 48-Jährige, der zuvor allerdings angemerkt hatte, dass sich seine Mannschaft das Unentschieden im wahrsten Sinne des Wortes erarbeitet hatte: „Ich glaube, mein Team hat jeden Grashalm kennengelernt.“ Vor allem nach der Halbzeit lieferten die Schwaben dem Ex-Bundesligisten aus der Pfalz phasenweise einen offenen Schlagabtausch. Dominik Martinovic und Julian Leist hatten sogar zweimal die Möglichkeit zum Lucky Punch, scheiterten aber in der Schlussphase jeweils an dem sehr gut reagierenden FCK-Torwart Lennart Grill.

Vielleicht wäre ein Aspacher Siegtreffer allerdings auch des Guten zu viel gewesen. Denn obwohl die Schwaben den Gastgebern in Sachen Einsatz keinen deut nachstanden, hatten doch die Hausherren mehr Möglichkeiten. Wobei das vor allem für die zweite Halbzeit gilt. Vor der Pause war Kaiserslautern überlegen, tat sich aber schwer, zu guten Offensivaktionen zu kommen. So richtig machten die roten Teufel der Elf aus dem Fautenhau die Hölle nicht heiß. Konzentriert und mit hoher Laufarbeit hielt die SG-Defensive den Gegner in Schach. Einzig ein Freistoß von Hendrick Zuck, den Reule über den Querbalken beförderte (29.), ein Lattenkopfball von Kevin Kraus (37.) sowie ein Schuss von Florian Pick kurz vor der Pause, den Reule gut parierte, sorgten für viel Gefahr. Auf der anderen Seite war es eine verunglückte Flanke von Dan-Patrick Poggenberg, die in der 31. Minute an die Latte klatschte.

Nach dem Seitenwechsel war es phasenweise ein offener Schlagabtausch. Eröffnet wurde der mit dem zweiten Lattentreffer des FCK. Diesmal von Christian Kühlwetter (48.). In der nun rasanten Partie bei strömendem Regen kamen jetzt allerdings auch die Gäste zu guten Offensivaktionen. So stockte Kaiserslauterns lautstarken Fans nach 51 Minuten kurz der Atem, als Verteidiger Andre Hainault eine Flanke von Timo Röttger abfälschte, Torwart Grill bereits herausgeeilt war und die Kugel nur knapp am Pfosten vorbei trudelte. Ähnlich eng war es in der 61. Minute, als Matthias Morys einen Rückpass von Timo Röttger nur um Zentimeter drüber setzte. „Wir haben Großaspach zwischen der 60. und der 80. Minute zum Toreschießen eingeladen“, kritisierte Lauterns Coach Boris Schommers und meinte ebensolche Schusschancen wie die von Morys sowie von Panagiotis Vlachodimos, der in der 73. und 77. Minute gleich zweimal nur um Zentimeter vorbei zielte. Die besten Möglichkeiten verzeichneten jedoch wie zuvor schon erwähnt Martinovic und Leist.

Auf der anderen Seite hatte Maximilian Reule allerdings noch mehr Szenen, in denen er sich auszeichnen konnte. Zum Beispiel in der 62. und 69. Minute, als er zuerst einen Kopfball von Hainault über die Latte lenkte und danach gegen den frei vor ihm auftauchenden Timmy Thiele (69.) rettete. Nach 74 Minuten war es dann Florian Pick, der aus acht Metern am sehr guten Aspacher Schlussmann scheiterte. Eine Phase, in der das Duell auf dem Betzenberg auf Messers Schneide stand. Beide Teams suchten die Entscheidung, beiden gelang sie nicht. Auch nicht den Hausherren, bei denen die beiden Ex-Aspacher Philipp Hercher und Simon Skarlatidis von Beginn an ran durften, während der frühere SG-Torjäger Lucas Röser 90 Minuten lang auf der Ersatzbank schmoren musste. Von dort erlebte er mit, wie seine Mitstreiter auch ihren letzten Pfeil, den sie noch im Köcher hatten, vorbei setzten. Und wieder hatte Reule seine Hände im Spiel, als er in der 88. Minute gegen den alleine auf ihn zulaufenden Thiele klasse parierte. Eine Aspacher Niederlage wäre zu dem Zeitpunkt aber auch ungerecht gewesen, wie selbst Kaiserslauterns Schommers fand, der dem Kellerkind bescheinigte: „Die SG hat aufopferungsvoll gekämpft.“

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Erstellt:
28. Januar 2020, 06:00 Uhr

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