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Mit hoher Konzentration und ohne Druck

Rückkehrer Matthias Morys weiß um die Schwere der Aufgabe für Aspachs Fußballer im Abstiegskampf der Dritten Liga

Er ist ein Hoffnungsträger des Aspacher Fußball-Drittligisten. Das weiß Matthias Morys genau. Unter Druck lässt sich der 32-jährige Rückkehrer davon aber nicht setzen. Er konzentriert sich voll und ganz auf den Auftakt nach der Winterpause heute beim 1. FC Kaiserslautern. Sein Ziel: mit dem Drittletzten eine Überraschung schaffen und ab 19 Uhr die Aufholjagd im Kampf um den Klassenverbleib starten.

Matthias Morys blickt zuversichtlich auf die zweite Saisonhälfte, weiß aber, dass die SG im Abstiegskampf nichts mehr verschenken darf. Foto: Imago

© imago images/Jan Huebner

Matthias Morys blickt zuversichtlich auf die zweite Saisonhälfte, weiß aber, dass die SG im Abstiegskampf nichts mehr verschenken darf. Foto: Imago

Von Uwe Flegel

Matthias Morys hat im Fußball schon einiges erlebt, seit er als 18-Jähriger die TSG Backnang verlassen und dem Oberligisten Normannia Gmünd angeschlossen hat. Von dort schaffte er den Sprung über die zweite Mannschaft des VfB in den Stuttgarter Profikader, stürmte zum damaligen Drittligisten Kickers Offenbach und weiter zum bulgarischen Erstligisten Burgas. Die Stationen danach hießen VfR Aalen, das erste Mal SG Sonnenhof Großaspach, RB Leipzig, erneut Großaspach und Aalen, zuletzt ein halbes Jahr der österreichische Zweitligist Austria Lustenau und nun wieder der Fautenhau. „Ich wollte einfach nach Hause“, sagt der im polnischen Gleiwitz geborene und in der Waiblinger Ecke aufgewachsene Stürmer zur überraschenden Rückkehr zur SG. Er erklärt: „Ich habe hier meine Familie.“ Lustenau ist zwar keine Weltreise, doch Vorarlberg kann weit weg sein, wenn im Remstal Frau Nadja, die sechsjährige Tochter Amelia und der eineinhalbjährige Milo warten. Und obwohl er als Fußballer rum gekommen ist, „habe ich fast meine halbe Karriere bei den Aktiven in Aspach, Aalen, beim VfB und damit hier in der Region verbracht“.

Das Heimweh war gut für den Verein aus dem Fautenhau, denn: „Ich hatte auch andere Möglichkeiten.“ Einerseits. Andererseits „ist die SG für mich eine Herzenssache. Ich will dem Verein nun das zurückgeben, was er mir schon gegeben hat. Aspach war für mich ein Sprungbrett.“ Der schnelle Angreifer, der vor allem auf seinen letzten Stationen auch als Torjäger in Erscheinung getreten ist, kennt die Schwere der Aufgabe. Erst vergangene Saison musste er mit dem VfR Aalen einen Abstieg verkraften. Dabei verfügte der Verein von der Ostalb über einen sehr guten Kader. Aber. „Der Faktor Glück macht schon viel aus. Wir hatten viele enge Spiele, bei denen wir Punkte liegen ließen“ Er erinnert sich an ein Duell in Rostock, in dem der VfR in der siebten Minute der Nachspielzeit noch das 1:1 kassierte. Wobei Matthias Morys auch sagt: „Wenn du absteigst, liegt das sicherlich nicht nur am Glück. Vielleicht waren wir auch nicht mehr die Einheit der vergangenen Jahre.“

Ein Fakt, den er im Fautenhau nicht sieht. „Wir haben einen guten Teamgeist und eine homogene Truppe“, erzählt der Routinier. Er gibt sich und seinen Mitstreitern durchaus Chancen, im Abstiegskampf fünf Punkte Rückstand auf den Fünftletzten Viktoria Köln aufzuholen und ein klar schlechteres Torverhältnis wettzumachen. Aber: „Einfach wird es nicht, das steht außer Frage. Wir benötigen eine fast perfekte Rückrunde.“

Wie die aussehen soll? „Wir sollten nicht viele Verletzungsprobleme haben und haben keine Zeit mehr, um von Spiel zu Spiel zu schauen. Wir müssen nun von Spiel zu Spiel punkten.“ Am besten bereits heute in Kaiserslautern, wo im Fritz-Walter-Stadion auf dem Betzenberg eine große Kulisse und ein Hexenkessel wartet. Wer Matthias Morys kennt, der weiß, dass er solche Spiele gerne hat, dass er gerade dann mit schnellen Vorstößen Nadelstiche zu setzen vermag. Motiviert dafür ist er jedenfalls. „Jetzt gelten keine Ausreden mehr“, blickt er auf die noch anstehenden 18 Partien und will sich ansonsten gar nicht so arg in den Mittelpunkt gestellt sehen, sondern „einfach nur schauen, dass wir das Ding hier noch retten.“ Der Hoffnungsträger weiß offenbar, was zu tun ist.

SG auf www.bkz.de Wer heute nicht selbst im Fritz-Walter-Stadion sein kann, ist dank unserer Zeitung dennoch stets am Ball. Im Internet gibt es unter www.bkz.de/sport/sg-sonnenhof ab 19 Uhr den gewohnten Liveticker. An selber Stelle kommt später noch ein kommentiertes Video vom Duell am Betzenberg dazu.
Mit hoher Konzentration und ohne Druck

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Erstellt:
27. Januar 2020, 06:00 Uhr

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