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Nächster Nackenschlag für die SG Sonnenhof Großaspach

Nach dem 0:1 gegen Rostock gehen für den Fußball-Drittligisten im Keller langsam die Lichter aus

Zumindest in Sachen Ergebnis ist die Trendwende beim Fußball-Drittligisten SG Sonnenhof Großaspach auch nach dem erneuten Trainerwechsel ausgeblieben. Unter der Regie von Interimscoach Markus Lang verlor der Vorletzte zu Hause gegen einen keinesfalls übermächtigen FC Hansa Rostock mit 0:1. Kämpferisch war dem Team nichts vorzuwerfen, aber spielerisch und im Umgang mit den Torchancen haperte es gewaltig. Defizite, die sicher nicht zuletzt mit dem fehlenden Selbstvertrauen zu tun haben. Der Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz ist aufgrund der Resultate der Rivalen auf zehn Punkte angewachsen, die Lichter im Tabellenkeller gehen langsam aus.

Spielte kurz vor dem 0:1 einen Konter nicht sauber zu Ende und hätte später Pech, als er den linken Innenpfosten traf: Großaspachs Orrin McKinze Gaines (beim Schuss).Foto: A. Becher

© Alexander Becher

Spielte kurz vor dem 0:1 einen Konter nicht sauber zu Ende und hätte später Pech, als er den linken Innenpfosten traf: Großaspachs Orrin McKinze Gaines (beim Schuss).Foto: A. Becher

Neuer Trainer, neue Ideen: Großaspachs Interimscoach Markus Lang baute die Startelf im Vergleich zur 1:2-Niederlage beim KFC Uerdingen, bei dem noch das Kurzzeitduo Mike Sadlo/Heiner Backhaus das Sagen gehabt hatte, auf vier Positionen um. Kai Gehring, Orrin McKinze Gaines, Matthias Morys und Eric Hottmann begannen anstelle von Dennis Slamar, Kai Brünker, Timo Röttger (alle Bank) und Dominik Martinovic (nicht im Kader).

Die SG näherte sich dem Hansa-Kasten in der Anfangsphase zwar das eine oder andere Mal an, doch in der siebten Minute zappelte das Leder auf der anderen Seite im Netz. Erst nach einer Schrecksekunde wurde klar: Rostocks Sturmtank John Verhoek stand nach der Hereingabe von Aaron Opoku im Abseits. Es blieb also beim 0:0, doch die Hausherren hätten dies in der Folgezeit ändern können. Vor allem in der 21. Minute, als sich nach einem Hansa-Eckball und der Klärung in Form eines langen Balls ein Konter entwickelte. Ein SG-Trio marschierte alleine auf den Kasten der Gäste zu, über die rechte Seite trieb Orrin McKinze Gaines den Ball nach vorne. Dessen schlampige Hereingabe war für den ebenso wie Matthias Morys mitgelaufenen und vor dem Kasten lauernden Panagiotis Vlachodimos nicht ganz zu erreichen.

Es passt zur Situation, in der die Aspacher stecken, was dann passierte. Kaum hatten sie die klare Torchance versiebt, klingelte es auf der anderen Seite. Nico Neidhart bediente Opoku auf der rechten Seite, dessen Flanke verwandelte Verhoek zum 1:0 für Rostock. Eine bittere Pille für die Hausherren, die zumindest kämpferisch eine ordentliche Leistung ablieferten und in der 26. Minute auch noch Pech hatten. Der Schuss von McKinze Gaines prallte an den linken Innenpfosten. Danach war zwar Rostock am Drücker und hatte die eine oder andere kleinere Möglichkeit, doch mehr als der 0:1-Rückstand wäre zur Pause aus SG-Sicht auch ungerecht gewesen.

Beide Teams kehrten unverändert aus der Kabine zurück, die erste klare Chance gab es in der 53. Minute für Rostock. Von Lukas Scherff in Szene gesetzt, war es einmal mehr Verhoek, der vor dem Aspacher Tor für Alarmstimmung sorgte. Kai Gehring klärte in höchster Not zur Ecke. Nach einer Stunde meldete sich Großaspach mal wieder zu Wort. Nach einer Flanke von Kamer Krasniqi aus dem linken Halbfeld hatte Eric Hottmann viel Platz, köpfte die Kugel aber deutlich über den Kasten. In der 67. Minute zappelte die Kugel zum dritten Mal im Aspacher Netz, doch zum zweiten Mal hob der Schiedsrichterassistent die Fahne und der Treffer von Daniel Patrick Hanslik zählte nicht. Zwei Kollegen standen strafbar im Abseits, weil sie beim Schuss die Sicht von Torwart Reule behinderten.

Von einer starken Schlussoffensive der Hausherren konnte danach zwar nicht die Rede sein, doch eine gute Ausgleichschance hatten sie. In der 87. Minute spielte Marco Hingerl den Ball in die Gasse zu Vlachodimos, der mit seinem eigentlich starken linken Fuß aber recht kläglich vorbeischoss. Auch die Nachspielzeit von fünf Minuten reichte nicht mehr, um wenigstens noch einen Punkt zu retten oder das Blatt sogar noch zu wenden.

SG Sonnenhof Großaspach: Reule – Gipson, Leist, Gehring, Sverko – McKince Gaines (78. Röttger), Bösel, Krasniqi (78. Hingerl), Vlachodimos – Morys, Hottmann (73. Brünker).

FC Hansa Rostock: Kolke – Riedel, Sonnenberg, Reinthaler – Neidhart (74. Ahlschwede), Pepic, Butzen, Scherff – Opoku, Verhoek (69. Granatowski), Hanslik (80. Ulrich).

Tore: 0:1 (22.) Verhoek. – Gelbe Karten: Gehring / Neidhart. – Schiedsrichter: Thomsen (Kleve). – Zuschauer: 4 168.

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Erstellt:
15. Februar 2020, 17:24 Uhr

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