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Poggenberg bleibt, ein Quartett geht

Fußball-Drittligist Großaspach verlängert mit dem Linksverteidiger und lässt Owusu, Fehr, Hoffmann und Mvibudulu ziehen

Spielte bislang eher eine Nebenrolle, soll in der neuen Saison aber in eine Hauptrolle schlüpfen: Dan-Patrick Poggenberg (rechts). Foto: A. Becher

© Sportfotografie Alexander Becher

Spielte bislang eher eine Nebenrolle, soll in der neuen Saison aber in eine Hauptrolle schlüpfen: Dan-Patrick Poggenberg (rechts). Foto: A. Becher

Von Steffen Grün

Das Personalpuzzle der SG Sonnenhof für die nächste Drittliga-Saison nimmt langsam, aber sicher Formen an. Linksverteidiger Dan-Patrick Poggenberg bleibt den Fußballern aus dem Fautenhau mindestens bis 2020 erhalten. Dagegen haben Jannes Hoffmann, Mike Owusu, Jeff-Denis Fehr und Stephané Mvibudulu keine Zukunft in Großaspach. Mit weiteren Weichenstellungen ist in den kommenden Tagen zu rechnen.

Ein Sehnenriss im Oberschenkel kurz vor dem ersten Punktspiel, ein Innenbandriss im Knie und damit die vorzeitige Winterpause: Dan-Patrick Poggenberg zählte in der vergangenen Runde zu Aspachs Pechvögeln und brachte es deshalb nur auf 14 Drittliga-Einsätze, davon 8 über 90 Minuten. Zu wenig für einen wie ihn, der aus Duisburg kam und 16 Zweitliga-Spiele bestritten hat. Trotzdem, so Joannis Koukoutrigas, „sind wir voll von seinen Fähigkeiten überzeugt und uns sicher, dass er auch weiterhin eine Verstärkung für unser Team sein wird.“ Entsprechend froh zeigt sich der SG-Sportchef darüber, dass auch der 27-Jährige seine Zelte nicht schon nach einer Saison abbrechen wollte, sondern Ja zur Vertragsverlängerung bis zum 30. Juni 2020 sagte. Erreicht der Linksverteidiger eine bestimmte Zahl von Einsätzen, greift eine Option und das Arbeitspapier gilt zwölf weitere Monate.

Die Liste der Abgänge, auf der bislang alleine Keeper Kevin Broll (Dynamo Dresden) stand, hat sich derweil aber auch um ein Quartett vergrößert. Wie zu vermuten war, wurde der Vertrag von Stephané Mvibudulu, der eigentlich noch ein Jahr lief, in beidseitigem Einvernehmen vorzeitig aufgelöst. Der 26-jährige Stürmer war vor der Saison vom SV Wehen Wiesbaden gekommen, konnte die Erwartungen nie erfüllen und war in der Rückrunde bereits an den Regionalligisten Rot-Weiß Erfurt ausgeliehen. Wohin es ihn zieht, ist unbekannt.

So ist es auch bei den drei Spielern, deren auslaufende Verträge nicht verlängert wurden. Jeff-Denis Fehr, im Januar 2018 aus Rostock in den Fautenhau gewechselt, brachte es als linker Verteidiger sowie im linken Mittelfeld auf 18 Spiele für die SG, ohne sich als echte Stammkraft zu etablieren. Ähnlich war’s bei Mike Owusu, der im vergangenen Sommer ebenfalls von Hansa geholt wurde und nach 13 Partien in der Hinserie 2019 gar nicht mehr mitmischte. Zwei volle Spielzeiten in Aspachs Diensten hat Jannes Hoffmann hinter sich, der stets sein Talent andeutete, den richtigen Durchbruch jedoch nicht packte. 30 Drittliga-Partien und ein Treffer (das wichtige 2:1-Siegtor im März gegen Würzburg) stehen für den 23-Jährigen zu Buche.

Fünf Abgänge und mit Adis Omerbasic (24), dem Rechtsverteidiger vom Regionalligisten aus Bonn, ein Zugang (wir berichteten) – dabei wird es mit Sicherheit nicht bleiben, zumal der Sportchef ankündigt, den Kader verkleinern und dennoch einige Verstärkungen an Land ziehen zu wollen. „Wir arbeiten derzeit alle Personalien ab, das wird aber durch die Urlaubszeit etwas erschwert“, sagt Joannis Koukoutrigas zur Situation, dass auch noch die Verträge von Michael Vitzthum, Dominik Pelivan, Shqiprim Binakaj, Zlatko Janjic, Kai Brünker und Yannick Thermann zum 30. Juni enden. „Mit Michael Vitzthum sind die Gespräche weit vorangeschritten und es sieht gut aus“, verrät der 44-Jährige, zudem liege im Fall von Dominik Pelivan „der Ball beim Spieler und beim Berater“.

Insgesamt werde man wohl nicht mehr als fünf weitere Zugänge neben Omerbasic verpflichten, rechnet Großaspachs Macher vor, auf der Wunschliste stehen ein Torhüter, ein Innenverteidiger und Sechser in Personalunion, ein Linksverteidiger und ein Stürmer. Sollte Flügelflitzer Makana Baku dem Lockruf eines höherklassigen Vereins folgen, müsste ein Ersatz für ihn her, „aber mein Wunsch ist, dass er bleibt.“ Der vor einigen Wochen aus disziplinarischen Gründen suspendierte Patrick Choroba darf sich einen neuen Verein suchen, hat allerdings für ein Jahr einen Vertrag.

Insgesamt ist Joannis Koukoutrigas mit dem Stand der Dinge bei der Kaderplanung für Anfang Juni mehr als zufrieden. „Ich kann mich nicht erinnern, dass wir in dieser Phase schon einmal so weit waren“, freut sich der SG-Sportdirektor.

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Erstellt:
5. Juni 2019, 02:00 Uhr

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