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SG bleibt im elften Spiel in Folge ohne Sieg

Drittliga-Fußballer aus Großaspach müssen im Kellerduell eine bittere 0:1-Niederlage beim FC Viktoria Köln hinnehmen

Die Fußballer der SG Sonnenhof Großaspach stecken weiterhin ganz tief im Tabellenkeller fest. Die Schwaben verloren gestern Abend mit 0:1 beim FC Viktoria Köln, der auf einen Nichtabstiegsrang sprang. Die SG blieb somit in der elften Partie hintereinander ohne Sieg. Ein Lichtblick war jedoch die starke Leistung in der zweiten Halbzeit.

Marco Hingerl (rechts im Zweikampf mit Kölns Marcel Gottschling) hat viel Schwung ins SG-Spiel gebracht. Foto: Fotostand/van der Velden

© Fotostand

Marco Hingerl (rechts im Zweikampf mit Kölns Marcel Gottschling) hat viel Schwung ins SG-Spiel gebracht. Foto: Fotostand/van der Velden

Von Heiko Schmidt

„Es wird schwierig, aus der Negativspirale herauszukommen“, stellte Großaspachs Trainer Markus Lang nach der Niederlage in Köln fest. Dabei hatte sich seine Mannschaft im Kellerduell so viel vorgenommen. Mit einer Veränderung in der Startelf gingen die Großaspacher in die Partie. Für den gesperrten Kai Gehring rückte Dennis Slamar in die Innenverteidigung. Ansonsten gab Coach Lang den gleichen Spielern in der 4:4:2-Grundordnung wie bei der 0:1-Heimniederlage gegen Rostock das Vertrauen. Und das hatten die Gäste zunächst in der Anfangsphase. Mit frühem Forechecking machte der Dorfklub den Kölnern das Leben schwer. Doch das klappte nur in den ersten acht Minuten, dann starteten die Gastgeber ihren ersten gefährlichen Angriff, der zur 1:0-Führung der Viktoria führte. Simon Handle lief auf der linken Seite durch und flankte nach innen. Dort stand Steven Lewerenz frei und drosch den Ball unhaltbar für SG-Schlussmann Maximilian Reule ins Netz.

Beim Gegentor wurde deutlich, woran es den Großaspachern im ersten Durchgang fehlte. Die Kölner waren zweikampfstärker und spielten zielstrebiger nach vorne. Folgerichtig stellte Gäste-Trainer Lang fest: „Wir waren in den ersten 30 Minuten zu schläfrig und zu passiv und sind nicht in die Zweikämpfe reingekommen.“ Dabei durfte der Sonnenhof froh sein, nicht im ersten Durchgang noch den zweiten Gegentreffer hinnehmen zu müssen. So verfehlte Kölns Mike Wunderlich in der 30. Minute aus elf Metern freistehend das angepeilte Ziel. Erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit hatten die Großaspacher den Schock des frühen Rückstands etwas verdaut. Sebastian Bösel gab in der 41. Minute den ersten Schuss der SG auf den Kölner Kasten ab. Zwei Minuten später wäre Panagiotis Vlachodimos fast der Ausgleich gelungen, doch aus spitzem Winkel scheiterte er am Viktoria-Schlussmann André Weis. Diese Chance war wie ein Weckruf für die Gäste.

Nach dem Seitenwechsel wirkten die Großaspacher wie umgewandelt. Sie waren gegen die nun stark nachlassenden Kölner das bessere Team. Zusätzlichen Schwung ins Spiel der SG brachte der eingewechselte Marco Hingerl. Der Mittelfeldmann war es, der in der 65. Minute mit einem abgefälschten 13-Meter-Schuss scheiterte. Vier Minuten zuvor besaß Matthias Morys die größte Großaspacher Gelegenheit, als sein Schlenzer aus zwölf Metern an die Latte klatschte. Ken Gipson (77.) aus 20 Metern und Panagiotis Vlachodimos (81.) mit einem Zwölf-Meter-Flachschuss hatten ebenfalls kein Glück. Auf der Gegenseite kamen die Kölner nur bei sporadischen Konterangriffen zu einer Möglichkeit. Doch SG-Keeper Maximilian Reule parierte einen Zehn-Meter-Knaller von Simon Handle (60.). Der Keeper gab damit seinen Mitspielern ein positives Zeichen. Dieses hätte es fast in der Nachspielzeit auch mit dem erlösenden Ausgleichstor gegeben. Aber Hingerl hob freistehend aus sieben Metern den Ball über den Viktoria-Kasten, sodass es bei der bitteren 0:1-Niederlage der Großaspacher blieb.

Bitter war es auch für SG-Trainer Lang. „Das Kölner Tor war wie vernagelt. Ich muss meiner Mannschaft aber ein Riesenkompliment für die zweite Halbzeit machen“, erklärte der 43-Jährige. Torhüter Maximilian Reule sah ebenfalls viel Positives von seinem Team im zweiten Durchgang. „Da haben wir es gezeigt, dass wir es können.“ Allerdings stellte er auch fest: „Wir haben die erste Halbzeit völlig verpennt und blöd das 0:1 bekommen.“ Trotz der Niederlage lautet seine Ansage für den Rest der Saison kämpferisch: „Wir geben niemals auf, so lange der Klassenverbleib rechnerisch möglich ist.“ Kräftig am Rechnen sind auch die Kölner, die mit dem knappen Heimerfolg auf einen Nichtabstiegsplatz springen. Trotzdem zeigte sich Viktoria-Trainer Pavel Dotchev nicht ganz zufrieden: „In der zweiten Halbzeit haben wir immer ängstlicher gespielt und das Spiel aus der Hand gegeben.“

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Erstellt:
22. Februar 2020, 06:00 Uhr

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