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SG macht Riesenschritt zum Ligaverbleib

Nach dem fulminanten 5:2-Heimsieg gegen Zwickau haben es Aspachs Drittligafußballer nun beim letzten Spiel selbst in der Hand

Riesenjubel bei den Fußballern der SG Sonnenhof Großaspach: Mit einem fulminanten 5:2-Heimsieg im letzten Saisonheimspiel gegen den FSV Zwickau hat der Dorfklub nun alle Trümpfe, im Kampf um den Verbleib in der Dritten Liga, selbst in der Hand. Dank einer starken Leistung, sowohl kämpferisch als auch spielerisch, hat sich der Sonnenhof den finalen Matchball erarbeitet.

Der überragende Timo Röttger macht mit seinem knallharten und für Zwickaus Torhüter Johannes Brinkies unhaltbaren Schuss den 5:2-Heimerfolg der SG Sonnenhof perfekt. Foto: A. Becher

© Sportfotografie Alexander Becher

Der überragende Timo Röttger macht mit seinem knallharten und für Zwickaus Torhüter Johannes Brinkies unhaltbaren Schuss den 5:2-Heimerfolg der SG Sonnenhof perfekt. Foto: A. Becher

Von Heiko Schmidt

Die Großaspacher Spieler ließen sich nach dem letzten Saisonheimspiel von ihren Fans feiern. Doch waren es gerade die treuen Anhänger des Dorfklubs, die ihre Mannschaft auf die Wichtigkeit dieser letzten Heimpartie der Runde gegen den FSV Zwickau aufmerksam machten. An der Außenwand der Umkleidekabine hingen Plakate mit der Aufschrift: „11 Freunde müssen wir sein. 11 + 1 = Klassenerhalt. Gemeinsam ans Ziel.“ Damit aber nicht genug. Vor der Treppe, die in den Innenraum der Mechatronik-Arena führt, stand: „Glaubt an euch.“ Und beim Einlaufen ins Stadion sahen die SG-Akteure ein großes Plakat „Gemeinsam zum Klassenerhalt“. Außerdem war im Großaspacher Fanblock zu lesen: „Ein Team, ein Block, ein Ziel“. Darunter hingen elf Trikots von Großaspacher Akteuren.

Dieses Gefühl der Gemeinsamkeit war auch auf dem Platz bei den SG-Spielern zu spüren. Die Gastgeber präsentierten sich von ihrer besten Seite. Mit viel Einsatz und Mut boten sie eines ihrer besten Saisonspiele. Dabei hatte das neue Trainergespann mit Markus Lang und Joannis Koukoutrigas, das nach der Entlassung von Florian Schnorrenberg die Verantwortung übernahm, zwei Veränderungen in der Startelf gegenüber der 1:2-Niederlage in Karlsruhe vorgenommen. Der zuletzt verletzte Kapitän Julian Leist spielte für Dan-Patrick Poggenberg in der Vierer-Abwehrkette. Dominik Martinovic befand sich ebenfalls neu in der Anfangsformation, dafür blieb Michael Vitzthum draußen. Zudem stellte die SG die Grundordnung um. Statt meist dem 4-2-3-1 unter Schnorrenberg spielten die Schwaben nun im 4-4-2.

All diese Veränderungen hatten am Ende ihren Erfolg. Hinzu kam der frühe Führungstreffer nach zwölf Minuten von Makana Baku. Auch durch den Ausgleichstreffer Zwickaus Ronny König (33.) ließen sich die Schwaben nicht aus dem Tritt bringen. Sie kämpften weiter und wurden bis zur Pause mit weiteren Toren von Dominik Pelivan (34.) und Timo Röttger (45.) belohnt – 3:1. Auch eine knifflige Phase nach dem 2:3-Anschlusstreffer durch Zwickaus Kapitän Toni Wachsmuth (58.) meisterten die Großaspacher mit Bravour. Spätestens nach dem 4:2 durch Pelivan (72.) war die Begegnung entschieden. Der überragende Röttger (78.) setzte den Schlusspunkt.

„Wir haben eine leidenschaftliche und mutige Mannschaft gesehen“, lobte SG-Coach Markus Lang. Er schob auch gleich nach: „Der Sieg war absolut verdient. Ein Riesenkompliment an meine Mannschaft.“ Lang hob besonders den Gedanken hervor, den die Fans mit ihren Plakaten deutlich machten: „Wir sind ein Team und haben gemeinsam gewonnen.“ Da nahm er gerne die Glückwünsche von Zwickaus Trainer Joe Enochs entgegen. Diese sagte: „Großaspach war besser, wir haben heute verdient verloren.“

Für den Erfolg des Sonnenhofs zeichneten sich besonders zwei Spieler aus: Dominik Pelivan und Timo Röttger. Pelivan bot im defensiven Mittelfeld eine starke Partie und zeigte sich bei den beiden Strafstößen nervenstark. „Er hat ein wahnsinnig gutes Spiel gemacht. Es gehört schon viel Mut dazu, in einem solchen Spiel zwei Elfmeter zu verwandeln“, lobte Trainer Lang. Pelivan verriet: „Wir haben vor dem Spiel festgelegt, wer einen Elfmeter schießt.“ Und daran hielt er sich auch. Der 22-Jährige empfand die Stimmung in der Mechatronik-Arena so: „Es war supergeil, bei dieser Kulisse und Unterstützung zu spielen.“ Dies saugte auch Röttger auf. Der Routinier bewies, wie wichtig er für seine Mannschaft ist. Mit zwei Toren und zwei Vorlagen war der 33-Jährige der überragende Akteur im letzten Saisonheimmatch der Großaspacher. Er freute sich: „Heute hat es sehr gut geklappt. Wir haben alle an einem Strang gezogen.“ Röttger machte auch klar, dass gerade die gestandenen Spieler im Team wie er selbst vorangehen sollen, um den angestrebten Ligaverbleib schaffen zu können. Und mit dem fulminanten 5:2-Heimsieg gegen Zwickau, dass der Dorfklub als ein gewonnenes Halbfinale tituliert, gelang ein ganz wichtiger Schritt dafür.

„Wir freuen uns, gewonnen zu haben. Wir haben aber noch nichts erreicht. Beim kommenden Finale in Köln wollen wir den Klassenerhalt perfekt machen“, erklärt Röttger selbstbewusst. Das sieht auch Coach Lang so: „Der Sieg setzt zusätzliche Prozente frei. Nun müssen wir den letzten Schritt auch noch machen.“ Lang weist aber explizit darauf hin, dass er von seinem Vorgänger Schnorrenberg „eine intakte Mannschaft“ übernommen hat. „Wir haben nur an einigen kleinen Stellschrauben gedreht“, erklärte Lang. Uns vielleicht sagt er wieder ein fast richtiges Ergebnis auch für die Partie bei Fortuna Köln voraus. Denn: „Ich habe gemutmaßt, dass wir gegen Zwickau mit 5:4 gewinnen.“ Mit dem Heimsieg behielt er recht, aber ganz so knapp wurde es gegen die Mannschaft aus der viertgrößten Stadt in Sachsen nicht.

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Erstellt:
13. Mai 2019, 06:00 Uhr

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