SG versucht sich als Löwenbändiger

Aspachs Fußball-Drittligist empfängt heute Abend den TSV 1860 München und steht dabei im Abstiegskampf unter Zugzwang

Florian Schnorrenberg redet gar nicht erst um den heißen Brei herum: „Das ist nicht nur ein besonderes, sondern auch ein ganz wichtiges Spiel, weil wir aus Meppen nichts mitgebracht haben.“ Großaspachs Trainer spricht vom Drittliga-Heimspiel der SG Sonnenhof heute ab 19 Uhr, wenn es im Abstiegskampf gegen den TSV 1860 München geht.

Stehen sich heute in Aspach gegenüber: Die SG Sonnenhof mit Trainer Florian Schnorrenberg und der TSV 1860 München mit Trainer Daniel Bierofka. Ein Vergleich zwischen zwei Drittligisten, die in der Tabelle durch elf Plätze, in einigen anderen Dingen allerdings durch Welten getrennt sind. Hier der Dorfklub, dort der ehemalige deutsche Meister und Pokalsieger aus der Millionenmetropole.

Stehen sich heute in Aspach gegenüber: Die SG Sonnenhof mit Trainer Florian Schnorrenberg und der TSV 1860 München mit Trainer Daniel Bierofka. Ein Vergleich zwischen zwei Drittligisten, die in der Tabelle durch elf Plätze, in einigen anderen Dingen allerdings durch Welten getrennt sind. Hier der Dorfklub, dort der ehemalige deutsche Meister und Pokalsieger aus der Millionenmetropole.

Von Uwe Flegel

Es waren keine Traumergebnisse für Aspach, die die Konkurrenz aus der unteren Region am 32. Drittliga-Spieltag lieferte. Schnorrenberg sagt zum kleinen Aufstand der Kellerkinder aber nur: „Wir sind nicht beim Wunschkonzert.“ Richtig. Ebenfalls nicht falsch ist, dass der SG-Coach mit seiner Elf heute in Sachen Überraschungen nachziehen und möglichst alle drei Punkte holen will.

Erst recht, weil die Schwaben aus Meppen mit leeren Händen zurückgekehrt sind, obwohl im Emsland deutlich mehr drin gewesen wäre. „Das 1:2 hat uns diese Woche noch zwei, drei Tage gekostet“, berichtet Schnorrenberg von Aufarbeitung mit Qualen. Schließlich hatte die SG im Westen Niedersachsens zwischenzeitlich alle Trümpfe in der Hand und gab sie wieder aus der Hand. „Ein Pass auf zwei, drei Meter muss klappen, dafür sind wir Profis“, nennt Aspachs Trainer beispielhaft die Szene, als Makana Baku im Überzahlspiel alleine auf Meppens Torhüter Erik Domaschke zulief, und die Chance verdaddelte. Ebenso ärgerlich aber waren die Ballverluste von Jamil Dem und Baku vor den beiden Gegentreffern.

Nun gilt die Konzentration dem Heimspiel heute Abend, in der sich Aspach als Löwenbändiger versuchen will. „Ein guter Gegner, der spielstark ist und in jüngster Vergangenheit regelmäßig gepunktet hat“, urteilt Schnorrenberg. Gleichzeitig erinnert er sich aber auch an die Vorrunde, als sein Team im Stadion an der Grünwalder Straße mindestens ebenbürtig war und kurz vor Schluss noch 2:1 führte, ehe 1860 noch ausglich. Einer, der beim Gegner damals nachhaltig Eindruck hinterließ: Sascha Mölders, 34-jähriger Angreifer mit eingebauter Torgarantie und Schütze beider Treffer.

Fakten, die Scnorrenberg kennt. Er sieht seine Elf gut vorbereitet aufs wichtige Duell: „Die Jungs wissen um die Bedeutung der Partie.“ Ein Versprechen auf einen Sieg ist das nicht, der Trainer fordert aber: „Jeder im Stadion muss das Gefühl haben, dass wir alles versuchen.“ Nicht mithelfen können dabei allerdings Angreifer Timo Röttger (fünfte Gelbe Karte) und Mittelfeldmann Jamil Dem (Verletzung im Sprunggelenk).

SG versucht sich als Löwenbändiger

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Erstellt:
8. April 2019, 06:00 Uhr

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