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Trainersuche läuft auf Hochtouren

Großaspachs Sportdirektor Joannis Koukoutrigas hat zwei, drei Kandidaten im Blick, nennt aber keinen Namen

Auf den Jubel folgt viel Arbeit für Großaspachs Sportdirektor Joannis Koukoutrigas. Während die Fußballer des Drittligisten den Klassenverbleib erst auf Mallorca und nun in ihrem Sommerurlaub weiter feiern können, stehen für den 44-Jährigen viele Vertragsgespräche an. Nicht nur mit Spielern, vor allem gilt es, einen neuen Cheftrainer zu finden.

Während der Saison von den Gegenspielern und nun von Aspach kaum zu halten: Flügelflitzer Makana Baku (rotes Trikot). Der 21-Jährige steht im Fokus von Erst- und Zweitligisten. Foto: A. Becher

© Sportfotografie Alexander Becher

Während der Saison von den Gegenspielern und nun von Aspach kaum zu halten: Flügelflitzer Makana Baku (rotes Trikot). Der 21-Jährige steht im Fokus von Erst- und Zweitligisten. Foto: A. Becher

Von Uwe Flegel

„Das Wichtigste ist jetzt, möglichst rasch einen neuen Trainer zu haben“, weiß Joannis Koukoutrigas. Im Blick hat er zwei, drei Kandidaten, mit denen er schnell Kontakt aufnehmen und Gespräche führen will. Wer als Nachfolger des entlassenen Florian Schnorrenberg und des Interims-Trainerteams Markus Lang/Joannis Koukoutrigas infrage kommt? Darauf gibt es keine Antwort. Auch nicht, ob überraschend jemand wie Ramon Gehrmann darunter sein könnte, der sich vom Oberligisten Freiberg bekanntlich am Ende der Saison verabschiedet. Fest steht, dass Eile geboten ist. Denn „von der Trainerfrage hängt sehr viel ab“.

Zum Beispiel die endgültige Kaderplanung. Zwar haben Torwart Maximilian Reule, die Verteidiger Julian Leist, Kai Gehring, Korbinian Burger, Niklas Sommer und Patrick Choroba, die Mittelfeldspieler Sebastian Bösel, Nicolas Jüllich, Marco Hingerl, Jamil Dem, Philipp Hercher, Makana Baku und Joel Gerezgiher sowie die Angreifer Timo Röttger, Dominik Martinovic, Stephane Mvibudulu und Jonas Meiser allesamt noch einen Vertrag, doch dazu bedarf es noch der einen oder anderen Verstärkung. Qualitativ und quantitativ. Zumal auch noch nicht klar ist, ob beim Trainingsauftakt am Mittwoch, 13. Juni, alle auf dem Platz stehen, die eigentlich für die neue Runde noch unter Vertrag stehen. Das gilt vor allem für Makana Baku und den vielseitigen Sebastian Bösel. Zu Baku sagt der in der Szene gut vernetzte Koukoutrigas: „Ich gehe davon aus, dass in den nächsten Tagen von dem einen oder anderen Erst- und Zweitligisten eine Anfrage kommt.“ Klar ist, dass Darmstadt 98 schon länger Interesse bekundet und auch Holstein Kiel mal angeklopft hatte. Mittlerweile soll der 21-jährige Flügelflitzer auch bei Neu-Zweitligist Karlsruher SC in den Fokus gerückt sein.

Bei Baku und bei Bösel hat Aspach aber dank des noch bestehenden Vertrags den Finger drauf. Bedeutet: Stimmt die Ablöse, dann gibt es eine Freigabe. Zu verschenken haben die Schwaben nichts, oder wie Koukoutrigas diplomatisch sagt: „Wir würden uns selbstverständlich freuen, wenn Rudi und Basti auch nächste Runde noch bei uns sind.“

Auf der anderen Seite gibt es unter den 17 Spielern auch Akteure, die noch einen Vertrag, aber nicht mehr unbedingt eine Zukunft im Fautenhau haben. Das gilt ganz besonders für Stephane Mvibudulu, der schon im Winter zum Nordost-Regionalligisten Erfurt ausgeliehen wurde. Im Fautenhau läuft der Kontrakt des Angreifers noch bis Juni 2020. Bei Rechtsverteidiger Patrick Choroba, der nach dem Münster-Spiel trotz Abstiegskampf suspendiert wurde, entscheidet wohl der neue Trainer mit, ob der 23-Jährige noch eine Chance erhält. Und: Der neue Chef benötigt schon sehr gute Argumente, wenn er den zweikampfstarken Choroba im Kader behalten will.

Von den elf Spielern, deren Verträge auslaufen, ist klar, dass Kevin Broll weg ist. Ein herber Verlust, zählte der 23-Jährige doch zu den besten Torhütern der Liga. Wohin es den Schlussmann zieht, ist offiziell immer noch nicht bekannt. Aber in Aspach gehen die Verantwortlichen davon aus, dass Broll in der neuen Saison beim Zweitligisten Dynamo Dresden zwischen den Pfosten steht.

Von den anderen zehn Kickern, die nicht mehr gebunden sind, wird die SG nicht alle halten wollen. Wer bleiben soll und wer nicht, sagt der Sportchef nicht. Außer bei Dominik Pelivan, der in der Endphase der Saison nicht nur wegen seiner drei Tore in den letzten zwei Saisonspielen ein Aktivposten war. „Er und sein Berater wissen Bescheid und ich hoffe, dass Dominik den Weg mit uns noch wenigstens ein Jahr weitergeht“, erklärt Koukoutrigas und fügt an: „Die Spieler sind jetzt im Urlaub und es gab kaum Gelegenheit, mit ihnen zu sprechen. Wir haben aber fast alle Berater der Jungs informiert, wie die Tendenz bei uns aussieht.“ Bedeutet, dass eine weitere Zusammenarbeit mit Michael Vitzthum gut vorstellbar ist, dass Akteure wie Zlatko Janjic, Jannes Hoffmann, SG-Urgestein Shqipirim Binakaj und Verteidiger Dan-Patrick Poggenberg durchaus noch ein Thema sind und Stürmer Kai Brünker ebenfalls nicht abgeschrieben ist. Der Badener soll jedoch auch auf der Wunschliste des Oberliga-Meisters und künftigen Regionalligisten Bahlinger SC stehen. Das hat Aspachs Sportchef selbstverständlich bereits mitbekommen: „Dass Bahlingen auf ihn aufmerksam geworden ist, überrascht mich nicht.“

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Erstellt:
24. Mai 2019, 11:30 Uhr

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