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Trotz Personalsorgen in Zugzwang

Fußball-Drittligist Großaspach gastiert beim heim- und kampfstarken SV Meppen – Timo Röttger kehrt ins Aufgebot zurück

Nach der Länderspielpause wird es für Fußball-Drittligist Großaspach morgen wieder ernst. Ab 14 Uhr gastiert der Drittletzte beim Tabellenzehnten SV Meppen (Hänsch-Arena). Ein dicker Brocken. Erstens weil die Niedersachsen als heim- und kampfstark gelten. Zweitens weil die SG Sonnenhof personell weiterhin auf dem Zahnfleisch daherkommt. Trotzdem brauchen die Schwaben im Abstiegskampf dringend Punkte.

Stürmer Timo Röttger (links) hat seine Adduktorenprobleme überwunden und greift morgen für Aspach wieder ins Geschehen ein. Foto: A. Becher

© Sportfotografie Alexander Becher

Stürmer Timo Röttger (links) hat seine Adduktorenprobleme überwunden und greift morgen für Aspach wieder ins Geschehen ein. Foto: A. Becher

Von Uwe Flegel

Die Meinung von Großaspachs Trainer Oliver Zapel zu Spiel und Gegner: „Wir haben die Länderspielpause sinnvoll genutzt, hatten viel aufzuarbeiten und die Möglichkeit, den Kopf freizubekommen. Das hat uns gutgetan. In Meppen zählt nun zuallererst einmal wieder, dass wir eine gute Mannschaftsleistung abliefern. Nicht nur eine situativ gute Leistung von einzelnen Spielern, sondern vor allem eine geschlossene Mannschaftsleistung. Denn ohne diese Geschlossenheit werden wir große Probleme haben. Daher ist es wichtig, dass wir zusammenhalten und gemeinsam unseren Plan verfolgen. Diesen Prozess wieder zu verinnerlichen, war auch die Kernaufgabe in den letzten zwei Wochen. Unser kommender Gegner hat zwar auch seine Anfälligkeiten, allerdings auch eine unglaubliche Qualität, die allerkleinste Möglichkeit zu nutzen, um in ein vermeintlich schon verloren geglaubtes Spiel nochmals zurückzukommen. Meppen gibt sich niemals auf und man darf sich zu keinem Zeitpunkt sicher sein, dass man gegen dieses Team schon irgendwas erreicht hat. Wir müssen daher in jeder Phase des Spiels hellwach sein, wissen um unsere Chancen, kennen aber auch die Risiken.“

Die Tabellensituationen und bisherigen Duelle: Die SG Sonnenhof weist nach 15 von 38 Saisonpartien erst 15 Punkte auf und ist Drittletzter. Auf den ersten Nichtabstiegsplatz (Rang 16, Kaiserslautern) fehlt nur ein Zähler. Auf Platz 15 (Uerdingen) sind es allerdings schon vier Punkte. Schlecht für Großaspach ist, dass es in der Tordifferenz mit minus 16 Treffern klar schlechter ist als die Konkurrenz. Nur Schlusslicht Jena weist mit minus 17 Toren eine noch schwächere Torbilanz auf. Gegner SV Meppen nimmt mit 20 Zählern (30:23 Tore) den zehnten Rang ein. In bisher vier Duellen mit Meppen gab’s für Aspach einen Sieg, ein Unentschieden und zwei Niederlagen.

Die Personallage: Sieht bei dem Kellerkind aus dem Fautenhau ähnlich wie vor der 0:3-Heimniederlage gegen Waldhof Mannheim aus. Von der langen Verletztenliste kehren nur Angreifer Timo Röttger und der zentrale Mittelfeldspieler Nico Jüllich zurück, doch dafür ist mit Sebastian Bösel nach der Roten Karte gegen Mannheim nun ein anderer Akteur aus der Mittelfeldzentrale gegen Meppen und im folgenden Heimspiel gegen Magdeburg gesperrt. Weiterhin fehlen werden Jonas Meiser (Knie-OP), Korbinian Burger (Adduktorenprobleme), Michael Vitzthum (Hüftverletzung), Jamil Dem (Oberschenkelverletzung) und Dan-Patrick Poggenberg, Charmaine Häusl sowie Joel Gerezgiher (alle im Aufbautraining). Bei Meppen fallen die Routiniers Markus Piossek (Adduktorenabriss), David Vrzogic (nach Meniskusschaden) und der angeschlagene Max Kremer aus.

Die Stimmung in Team und Umfeld: Von Krisenstimmung im Fautenhau zu reden, das wäre sicherlich übertrieben. Bedenkliche Mienen finden sich allerdings immer öfter. Das gilt vor allem für die Fans, jedoch auch für Spieler, Trainerstab und Verantwortliche. Dass die Lage angesichts des bislang mageren Abschneidens nicht völlig entspannt ist, zeigte sich zuletzt bei der Trennung von Co-Trainer Zlatko Blaskic. Wobei die mit der sportlichen Situation nur bedingt was zu tun zu haben scheint. Das Vertrauensverhältnis zwischen den Beteiligten habe nicht mehr gestimmt, lautet die offizielle Version. Offenbar ist das in der Form richtig. Es ist allerdings auch ein Zeichen dafür, dass der Abstiegskampf Nerven kostet.

Die restlichen SG-Aufgaben bis Weihnachten: Meppen ist Aspachs vorletztes Auswärtsspiel vor der Winterpause. Nach Meppen müssen die Schwaben am Samstag, 7. Dezember, noch zum TSV 1860 München. Außerdem warten bis Weihnachten noch die Heimspiele gegen Magdeburg (Samstag, 30. November), den Tabellenletzten Jena (Sonntag, 15. Dezember, 13 Uhr) und drei Tage vor Heilig Abend gegen den momentanen Spitzenreiter MSV Duisburg (Samstag, 21. Dezember). Die letzte Partie ist allerdings bereits das erste Rückrundenspiel.

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Erstellt:
22. November 2019, 06:00 Uhr

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