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Zapel auf der Suche nach stabiler Achse

Aspachs Trainer bastelt an der Startelf für das heutige Heimspiel

Neun Spiele, neun verschiedene Startformationen: Der Wechsel ist bislang die Konstante bei Großaspachs Drittliga-Fußballern. Auch im heutigen Heimspiel gegen Chemnitz (14 Uhr, Fautenhau) wird SG-Trainer Oliver Zapel im Vergleich zum 0:2 in Unterhaching wohl eher wieder etwas umbauen, aber „mein Anliegen ist es, möglichst schnell eine Achse auf den Platz zu bringen, die sich untereinander ergänzt und harmonisch das auf den Platz bringt, was wir vorhaben“.

Könnte wieder eine Option für die Startelf der SG Sonnenhof Großaspach sein: Stürmer Timo Röttger (links), der seit dieser Woche auch spielender Co-Trainer von Oliver Zapel ist. Foto: A. Becher

© Sportfotografie Alexander Becher

Könnte wieder eine Option für die Startelf der SG Sonnenhof Großaspach sein: Stürmer Timo Röttger (links), der seit dieser Woche auch spielender Co-Trainer von Oliver Zapel ist. Foto: A. Becher

Von Steffen Grün

Zu Beginn der Runde waren die Wechselspiele meistens noch recht überschaubar. Zweimal – nach dem 3:0-Erfolg in Würzburg und dem 1:0-Sieg in Rostock – beließ es Zapel bei einer Umstellung: In beiden Fällen rutschte Kai Brünker rein, einmal für Michael Vitzthum und einmal für Orrin McKinze Gaines. Ebenfalls zweimal gab es zwei Veränderungen, einmal deren drei. Mit dem 0:3 gegen Köln am sechsten Spieltag nahmen die Bastelarbeiten aber zu. Für die Partie in Halle entschied sich der Trainer für fünf Wechsel, sogar sechs waren es nach dem dortigen 0:4 und vor dem 2:2 gegen Bayern München II, deren drei vor dem 0:2 in Unterhaching.

„Ich will nicht jedes Mal ein Rotationskonzert anpfeifen müssen, das ist überhaupt nicht mein Anliegen“, betont Oliver Zapel, dass er mit den vielen Umstellungen in den vergangenen vier Wochen keineswegs einen Selbstzweck verfolgte. „Ich möchte mehr Stabilität und Kontinuität, aber die Situation hat es jeweils erforderlich gemacht“, erklärt der 51-Jährige. Sei es wegen Verletzungen oder weil die jungen Spieler beziehungsweise die, die mit der Dritten Liga Neuland betreten haben, in ihr erstes kleineres Leistungstief geraten sind. Wenn Letzteres der Fall ist, hält Aspachs Trainer mehr davon, diesen Akteur auch einmal rauszunehmen, um ihn zu schützen und nicht zu verbrennen.

Die Wechsel seien andererseits auch ein positives Signal an die Mannschaft, denn es zeigt, „dass ich großes Vertrauen in alle Spieler habe“. Trotzdem äußert Zapel das klare Ziel, eine funktionierende Achse zu bilden, die der Truppe in kritischen Momenten die nötige Stabilität und Widerstandsfähigkeit verleiht und die Richtung vorgibt. Logisch, dass Julian Leist als Kapitän und Abwehrchef dazugehört. Auch Sebastian Bösel ist im Mittelfeld eigentlich gesetzt, doch der 24-Jährige muss immer wieder als Rechtsverteidiger aushelfen. Oliver Zapel nennt zwei weitere zentrale Mittelfeldspieler. Zum einen Jamil Dem, der momentan aber mit einem hartnäckigen, verkapselten Bluterguss kämpft und weiterhin ausfällt. „Er fehlt uns extrem, das hat man am vergangenen Samstag gesehen“, sagt der SG-Coach über den 26-Jährigen, der gut mit Bösel harmonieren könnte. Zapel hofft, dass Dem schneller wieder fit ist als der Bayern-Star Leon Goretzka mit einer ähnlichen Verletzung. Zum anderen Nicolas Jüllich, von dem allerdings nach der wegen einer Leistenverletzung beinahe komplett verpassten Vorsaison noch keine Wunderdinge zu erwarten sind. Als weiteren Kandidaten nennt der Trainer noch Offensivspieler Panagiotis Vlachodimos, der „mit seiner Erfahrung und Qualität ein Vorbild ist“. Über dieses Quintett hinaus würde Zapel „die Achse aber gerne noch etwas erweitern“.

Zunächst geht’s aber ums heutige Duell mit Chemnitz, für das Kai Brünker sowie der zuletzt noch wegen muskulärer Probleme geschonte Kai Gehring in den Kader zurückkehren. Dagegen fehlt Dan-Patrick Poggenberg (Muskelfaserriss im Oberschenkel). Timo Röttger, der in Unterhaching schon 20 Minuten mitmischte, ist wieder voll einsatzfähig. Eine Alternative als Rechtsverteidiger ist Charmaine Häusl, der die Position das eine oder andere Mal auch schon bei Mainz II ausfüllte. Fehlen werden neben Dem weiter Michael Vitzthum, Joel Gerezgiher und Jonas Meiser.

Zapel auf der Suche
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Erstellt:
28. September 2019, 06:00 Uhr

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