Jette Kötschau: Dabei waren wir uns immer so nah
Die leise Trauer um alte Nähe
Freundschaften verändern sich mit dem Erwachsenwerden, oft leise und schmerzhaft. Jette Kötschau erzählt in ihrem Debütroman vom Verblassen des Für-immers und der Frage, was trotzdem bleibt.
© Yvonne Schmedemann
Jette Kötschau (1992) hat viele Jahre als Lektorin gearbeitet.
Von Sandra Belschner Die richtigen Worte für Freundschaft und ihre verschiedenen Phasen zu finden, ist mindestens genauso schwierig, wie Freundschaften selbst zu führen. Irgendwann, Mitte oder Ende zwanzig, beginnt es. Langsam, schleichend, so unauffällig, dass man es zunächst kaum bemerkt. Vielleicht ist genau das der Grund, warum es einen später mit solcher Wucht trifft. Es ist ein bisschen wie...
