„Siegfried“ an der Bayerischen Staatsoper
Keine schöne Kindheit in der Wagner-Bronx - was die Regie alles erzählt
Der von Tobias Kratzer inszenierte „Ring des Nibelungen“ geht in München in die dritte Runde - wie lief die Premiere mit einem bejubelten Sängerensemble?
© Monika Rittershaus
In trostloser Wagner-Bronx entdeckt Siegfried (Benjamin Bruns) jetzt tierlieb das Waldvöglein.
Von Jürgen Kanold Ein Kronleuchter liegt zertrümmert am Boden – und auch der im Foyer des Münchner Nationaltheaters von der Wand abgeschlagene Gipskopf Richard Wagners. Nicht schön, Siegfried irrt durch die geschändete Bayerische Staatsoper. Aber das ist kein böses Omen, sondern nur ein Schwarzweiß-Video und ein Spaß des Regisseurs Tobias Kratzer. Denn auch der dritte Teil des von ihm neu inszeni...
